MH17 Abschuss: BUK-Rakete oder Kampfjet? BUK-Hersteller bietet Experiment an

Epoch Times18. Juli 2015 Aktualisiert: 18. Juli 2015 11:13
Um mehr Beweise für die Ursache des MH17-Absturz zu finden, bietet der Chef des russischen Konzern Almaz-Antej, Hersteller von BUK-Raketen, internationalen Experten ein Experiment an, in dem eine BUK-Rakte auf eine Boing 777 abgefeuert wird.

Um die Absturzursache der Malaysia Airlines MH17 vor einem Jahr endgültig klären zu können, bietet der russische Konzern Almaz-Antej, Hersteller der BUK-Luftabwehrraketen, an, ein Ermittlungsexperiment durchzuführen. 

Bei diesem Experiment "soll ein Gefechtskopf der BUK-Rakete am Rumpf einer ausgedienten Boeing des gleichen Typs gesprengt werden" und es sollen auch internationale Experten daran teilnehmen, heißt es in der Mitteilung des Konzern, berichtet die russische Nachrichtenagentur Sputnik. 

Der Generaldirektor des Unternehmens, Jan Nowikow, ist sicher, "dass die Ergebnisse eines solchen Experiments die Richtigkeit der Schlüsse von Fachleuten unseres Konzerns bestätigen und die letzten Fragen hinsichtlich des Typs der Rakete und der Ortslage beseitigen würden, von der aus sie abgeschossen wurde".

Die Mitteilung des BUK-Herstellers besagt auch, dass neue Angaben zum Absturz der Passagiermaschine im Osten der Ukraine bestätigen, dass die Rakete nicht von dem Territorium aus abgeschossen werden konnte welches von der Volkswehr kontrolliert wurde.   

"Die Version, laut der die Rakete aus dem Raum des Ortes Sneschnoje abgeschossen worden sein soll, hält keiner Kritik stand, weil die Bedingungen der Begegnung der Maschine mit der Rakete nicht den Schäden entsprechen, die die Rumpfteile der malaysischen Boeing aufweisen," schreibt Nowikow, so "Sputnik".

Almaz-Antej begann damit eigene Recherchen einzuleiten, da das Unternehmen im Zusammenhang mit dem Absturz der Boing mit Sanktionen belegt wurden. Der Konzern sieht die Sanktionen als ungerechtfertigt. 

Nowikow erklärte in der Mitteilung weiters, "die Experten des Unternehmens haben alle Daten die von der Internationalen Ermittlungskommission zur Verfügung gestellt wurden sorgfältig analysiert".

Damit das Experiment erfolgreich durchgeführt werden kann, will der BUK-Hersteller die Kosten für den Versuch selbst übernehmen, das Testgelände zur Verfügung stellen und "internationale Fachleute und Experten sowie Vertreter der größten Flugzeugbaugesellschaften" dazu einladen. 

Die Malaysia Airlines MH17 stürzte am 17. Juli vergangenen Jahres im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk ab. Alle 298 Insassen der Passagiermaschine, auf dem Weg von Amsterdam nach Malaysia, kamen dabei ums Leben. (so) 

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