MH17-Absturz: Das besprach Putin mit dem niederländischen Premier Rutte

Epoch Times29. Juli 2015 Aktualisiert: 29. Juli 2015 15:53
Im Telefongespräch mit dem niederländischen Premier Mark Rutte sagte der russische Präsident, dass Russland bei den Untersuchungen zum Absturz von MH17 kooperieren werde. Putin sprach sich jedoch erneut gegen ein Tribunal aus.

Der russische Präsident Wladimir Putin verwies in einem Telefonat mit dem niederländischen Premier Mark Rutte darauf, dass noch viele Fragen in Bezug auf die Flugzeugtragödie im Osten der Ukraine ungeklärt sind, zitiert die russische Nachrichtenagentur Sputnik den Pressedienst des Kremls. 

Die niederländische Regierung bat Putin um das Gespräch. Es sollte der derzeitige Stand der Ermittlungen über die am 17. Juli 2014 abgestürzte Boeing 777 mit der Flugnummer MH17 besprochen werden. 

"Es sind noch viele Fragen hinsichtlich der Ermittlungen offen, darunter in Bezug auf die gesammelte Beweisgrundlage und die Verweigerung des Zugangs für Russland zu einer essentiellen Teilnahme an den Ermittlungen", heißt es in der Mitteilung.

Putin bezeichnete es als bedauernswert, dass die Staaten, die sich für die Bildung eines Uno-Tribunals zum MH17-Absturz einsetzen, den Kompromissentwurf einer Resolution des UN-Sicherheitsrates zu dieser Tragödie nicht unterstützt haben.

In der Kreml-Mitteilung heißt es, Russland erkläre sich bereit, bei der Ermittlung der Ursachen und Umstände des Absturzes des Passagierflugzeugs in der umkämpften Ostukraine, zu kooperieren. Bei dem Unglück starben alle 298 Menschen an Bord der Maschine. 

Der russische Präsident bekräftigte in dem Telefongespräch mit Mark Rutte jedoch auch, dass Moskau die Bildung eines Tribunals zur MH17-Tragödie weiterhin als unzweckmäßig betrachtet. "Der Präsident Russlands hat die unveränderte Position bekräftigt, wonach die Etablierung eines solchen Gerichtsorgans unzweckmäßig ist". (so) 

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