MH17 von der Ukraine abgeschossen? Gehackte Emails sollen Verschwörung beweisen

Epoch Times13. Februar 2015 Aktualisiert: 13. Februar 2015 11:32

Wer und warum den Malaysia Airlines Flug MH17 am 17. Juli 2014 im Osten der Ukraine abgeschossen hat, ist bislang ungeklärt. Wenn die neuesten Enthüllungen der russischen Hackergruppe Cyber Berkut stimmen, dann könnte sich dies nun ändern.  

Die Mitglieder von Cyber Berkut behaupten, die E-Mail-Korrespondenz zwischen den ukrainischen Geheimdiensten, der Armee und der Politik gefunden zu haben, die sich mit den Vorbereitungen zum Abschuß der Passagiermaschine beschäftigten.

Den Angaben zufolge steckt der ukrainische Oligarch Kolomoiskiy hinter dem Attentat. Der Anschlag soll demnach im voraus mit Kiew abgesprochen worden sein. 

In dem Email-Verkehr zwischen dem Oligarchen dem Regional-Gouverneurs Kolomoiskiy und dem Verteidigungsminister der Ukraine, Valery Geletey, wird über die Varianten von Vorgehensweisen und Aktionen von ukrainischen Luftwaffen-Kampfflugzeugen diskutiert und darüber, wie die Medien die Umstände des Absturzes präsentieren sollten, so der Bericht. 

Bei dem Flugzeugunglück wurden alle der 298 Passagiere an Bord getötet. 


 

MH17-Abschuss durch pro-russische Rebellen? BND-Bericht hinkt

Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Gerhard Schindler sagte, dass die Radaraufnahmen von der Ukraine über den Absturz des Malaysia Airlines Flug MH17 gefälscht wären. Schindler lehnte auch die russischen Angaben des Verteidigungsministeriums ab, dass sich nahe der Passagiermaschine ein ukrainisches Kampfflugzeug des Typs Su-25 befand.

"In einem Vortrag vor den Mitgliedern des Parlamentarischen Kontrollgremiums präsentierte BND-Präsident Gerhard Schindler am 8. Oktober 2014 umfangreiche Belege, darunter eine Auswertung von Satellitenaufnahmen und verschiedenen Fotos. Demnach erbeuteten prorussische Separatisten ein russisches Buk-Luftabwehrraketensystem von einem ukrainischen Stützpunkt und feuerten damit am 17. Juli eine Rakete ab, die direkt neben der malaysischen Maschine mit 298 Menschen an Bord explodierte," berichtet der Spiegel.

Die "umfangreichen Belege" von denen Schindler sprach wurden bislang jedoch nicht veröffentlicht. Auch die Aussage, dass die Satellitenaufnahmen beweisen würden, dass pro-russische Separatisten das Buk-System gestohlen hätten, hinkt. In seinem Vortrag sagte Schindler demnach auch, dass die Satellitenbilder von der Ukraine eine Fälschung wären.

Die Ukraine besitzt keine eigenen Möglichkeiten, Satellitenaufnahmen zu machen. Somit müssen die Bilder von Washington geliefert worden sein. Wer die Aufnahmen gefälscht hat, sagte Schindler nicht. 

Das russische Verteidigungsministerium verglich die vorgelegten Satellitenaufnahmen mit seinen eigenen und verwies auf Ungereimtheiten. Russland schlug vor, eine öffentliche vergleichende Analyse der russischen und amerikanischen Satellitenaufnahmen vorzunehmen. Die USA lehnten diesen jedoch ab.

Eigentlich hätten sich die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) und die Vertreter der Niederlande, denen die Ermittlung der Absturzumstände der Passagiermaschine übertragen wurde, an die USA wenden müssen. Dies ist jedoch nicht geschehen. 

Valeri Schelkownikow, der Präsident der Agentur "Flugsicherheit", Vorstandsmitglied des Weltfonds für Flugsicherheit (FSF) mit Sitz in Washington, sagte: "Die ukrainische Seite sollte der ICAO die gesamte Information über die planmäßigen Flüge aller Militärflugzeuge, über das Schießen in jener Periode, über alle Gespräche zwischen dem Flugleitzentrum der Ukraine und den Befehlsstellen der Luftstreitkräfte der Ukraine übergeben. Alle Aufzeichnungen, alle Funkgespräche sollten vorgelegt werden. Aber nichts von dem wurde getan. Wir sind erstaunt, dass die ICAO geschwiegen hat. Denn laut Anhang Nr. 13 zur Konvention über die internationale Organisation der Zivilluftfahrt mussten diese Angaben gesammelt werden," berichtet ruvr.ru. 

Im September vergangenen Jahres kritisierte der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin die bisherigen Ermittlungen zum Abschuss der Passagiermaschine über der Ostukraine scharf.

Vor UN-Sicherheitsrat sprach er von einem "Informationskrieg" in dem den ukrainischen Rebellen und der russischen Regierung ohne jegliche Beweise eine Verwicklung in den Abschuss von Flug MH17 vorgeworfen wurden. Eine transparente und objektive internationale Untersuchung des Flugzeugabsturzes sei nur unter Beteiligung der Vereinten Nationen möglich.

Kurz nach dem Erscheinen des niederländischen Untersuchungsberichts zum MH17-Abschuss hatte Tschurkin bereits konstatiert: "Ich muss zu dem Schluss kommen, dass eine echte internationale Untersuchung nicht stattgefunden hat." (Hier weiterlesen

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