Über 600 Ärzte warnen Trump: Verlängerter Lockdown wird „Millionen Todesopfer“ fordern

Von 21. Mai 2020 Aktualisiert: 21. Mai 2020 14:53
Hunderte Ärzte warnen US-Präsident Trump vor den verheerenden Folgen eines verlängerten Shutdowns. Dies würde "Millionen Todesopfer" fordern.

Über 600 Ärzte fordern US-Präsident Donald Trump mit Nachdruck auf, den Corona-Lockdown zu beenden. In einem Brief bezeichnen die Ärzte die landesweiten Einschränkungen als „Ereignis mit massiven Opferzahlen“ und warnen vor „exponentiell wachsenden gesundheitlichen Folgen“.

In dem Schreiben, das „Fox News“ am Dienstag (19.5) zugesandt wurde, erklären die Ärzte: In den USA fordere der Lockdown „Millionen Opfer“. Die Corona-Maßnahmen würden Obdachlosigkeit, Alkoholismus, Drogenmissbrauch und Selbstmord verursachen.

Die Mediziner betonen auch, dass viele Menschen inmitten der Corona-Pandemie Routineuntersuchungen nicht durchführen würden. Dies könne dazu führen, dass Patienten potenziell lebensverändernde Diagnosen wie Krebs und Herzprobleme nicht erhalten.

„Wir sind beunruhigt über das, was eine mangelnde Rücksichtnahme auf die künftige Gesundheit unserer Patienten zu sein scheint“, schreiben die Ärzte in ihrem Brief unter der Leitung von Dr. Simone Gold, einer Notfallmedizinerin aus Los Angeles. „Die gesundheitlichen Auswirkungen… werden massiv unterschätzt und unterbewertet. Das ist ein enormer Fehler.“

Die Ärzte stellen in dem Schreiben fest: Seit der landesweiten Einführung der Corona-Maßnahmen seien die Telefonanrufe bei Selbstmord-Hotlines um 600 Prozent gestiegen. Der Verkauf von Spirituosen habe um 300 bis 600 Prozent zugenommen und auch die Zigarettenverkäufe hätten stark zugenommen.

„Die Miete kann nicht bezahlt werden. Die Familienbeziehungen sind angespannt. Millionen von Vorsorgeuntersuchungen für Kleinkinder wurden versäumt“, beklagen die Ärzte.

„Die Millionen Opfer, die es wegen eines fortgesetzten Shutdowns geben wird, werden sich nicht in aller Öffentlichkeit zeigen. Man wird sie Alkoholismus, Obdachlosigkeit, Selbstmord, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen nennen“, schreiben die Mediziner. „Bei Jugendlichen wird man es finanzielle Instabilität, Arbeitslosigkeit, Verzweiflung, Drogenabhängigkeit, ungeplante Schwangerschaften, Armut und Missbrauch nennen.“

„Weil der Schaden diffus ist, wird von einigen behauptet, er würde nicht existieren. Wir, die Unterzeichnenden, kennen aber die Wahrheit“, heißt es in dem Brief. „Man kann den kurz-, mittel- und langfristigen Schaden für die Gesundheit der Menschen durch einen fortgesetzten Shutdown gar nicht überbewerten,“ betonen die Ärzte.

Der an den Präsidenten gerichtete Brief enthält auch Angaben über zahlreiche Patienten. Sie teilen ihre Erfahrungen inmitten der Pandemie mit und unterzeichneten das Schriftstück mit ihren Initialen. „Die Patientin A.F. hatte einen chronischen, aber zuvor stabilen Gesundheitszustand“, heißt es in dem Brief. „Ihre Hüftoperation verzögerte sich, was dazu führte, dass sie fast nicht mehr gehen konnte. Dies führte im April schließlich zu einer Lungenembolie“.

Der Brief kommt rund eine Woche nachdem Dr. Anthony Fauci, der führende Experte für Infektionskrankheiten der USA, den Kongress vor einer zu frühen Öffnung der Wirtschaft gewarnt hatte. Fauci sagte, eine frühe Rückkehr zur Normalität inmitten der Pandemie könne zu „unnötigem Leid und Tod“ führen.

Unterdessen lobte Präsident Trump die Staaten, die nach einem wochenlangen Shutdown die Wirtschaft langsam wieder hochfahren. Aktuelle haben fast alle Staaten, einige der strengen Maßnahmen, die gegen die Ausbreitung der Lungenseuche eingeführt wurden, wieder gelockert.

Dr. Mark McDonald ist einer der unterzeichnenden Ärzte. Er sagte gegenüber „Fox News“: Die Corona-Maßnahmen hätten vor drei Monaten zwar „vernünftig geklungen“ – um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern – aber aktuell gebe es kein „vernünftiges Argument“ mehr für die strengen Maßnahmen. „Am Anfang war es ein gültiges Argument, das auf mögliche Szenarien basierte“, sagte McDonald. „Was wir jetzt in den letzten drei Monaten gesehen haben, ist aber, dass keine Stadt – keine einzige – außerhalb von New York auch nur im geringsten überlastet war“.

Das Original erschien zuerst in The Epoch Times USA (deutsche Bearbeitung von so)
Originalartikel: Over 600 Doctors Warn Trump of Consequences of Prolonged Lockdown

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