Mitten im US-Wahlkampf: Mehrere Frauen werfen Joe Biden sexuellen Missbrauch vor – Opfer stellt Strafanzeige

Von 15. April 2020 Aktualisiert: 15. April 2020 17:14
Mitten im Rennen um die US-Präsidentschaft wird Joe Biden sexueller Übergriffe beschuldigt. Mehrere Frauen klagen, unsittlich von Biden berührt worden zu sein. Eine ehemalige Mitarbeiterin stellte Strafanzeige gegen den einstigen US-Vizepräsidenten.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden sieht sich mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert. Mitten im US-Präsidentschaftsrennen hat Tara Reade, eine Angestellte des damaligen Ex-Vizepräsidenten der USA, Strafanzeige wegen sexueller Belästigung gegen ihn erstattet. Laut „Business Insider“ wurde die Anzeige am 9. April bei der Polizei in Washington eingereicht.

Bidens ehemalige Mitarbeiterin erhob die Anschuldigung in einem Interview mit der Podcast-Moderatorin Katie Halper am 25. März. Reade sagte, der Vorfall habe sich im Jahre 1993 ereignet. Der damalige US-Vize habe sie gegen eine Wand gestoßen und sei mit seinen Fingern in sie eingedrungen. Als sie sich zur Wehr setzte, meinte Biden, er habe gedacht sie würde das „mögen“, berichtete das mutmaßliche Opfer.

Gegenüber „Business Insider“ sagte Reade später: Schließlich habe sie Strafanzeige erstattet, weil sie in der Vergangenheit belästigt worden war und „klarstellen wollte, dass ich bereit bin, unter Eid auszusagen, oder mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten, weil diese Sache wirklich passiert ist“. Auch wenn dies vor 26 Jahren geschehen und bereits verjährt sei. Sie betonte auch, dass sie früher „nicht so weit“ gewesen sei, ihre Geschichte zu erzählen. „Ich hatte zu viel Angst“, sagte sie. „Ich war einfach noch nicht so weit.“

Ein Sprecher der Kampagne des Präsidentschaftskandidaten Joe Biden sagte laut „Business Insider“ zu den Anschuldigungen: „Frauen haben das Recht, ihre Geschichte zu erzählen, und Reporter haben die Pflicht, diese Behauptungen rigoros zu überprüfen. Wir ermutigen Sie, dies zu tun, denn diese Anschuldigungen sind falsch.“

Reade ist eine von mehreren Frauen, die öffentlich bekannt gaben, dass Biden sie auf eine Weise geküsst oder berührt habe, die ihnen unangenehm gewesen sei.

Reades Glaubwürdigkeit infrage gestellt

Einige Journalisten und Anhänger der MeToo-Bewegung stellen Reades Glaubwürdigkeit infrage. Der Grund: Reade hatte sich 2018 in einem Post positiv über den russischen Präsidenten Wladimir Putin geäußert. Es wird spekuliert, dass ihre Anschuldigungen gegen Biden – so kurz vor der US-Wahl – von Russland gesteuert sein könnten.

Im Internet wird auch beklagt, dass die Anschuldigungen gegen Biden keinen großen Anklang in den Mainstream-Medien fanden. Nach Reades Podcast-Interview im März wurde nur wenig – und in den großen Medien wie „New York Times“, „Washington Post“ oder „CNN“ gar nicht – über den Fall berichtet. Erst die Hashtags #IBelieveTara und #TimesUpBiden rückten die Missbrauchsvorwürfe in den Fokus. User fragten daher in den sozialen Medien, warum Reades Geschichte nicht mehr Aufmerksamkeit bekäme?

Unterdessen betonte Reade in einem Interview mit „Vox“ Anfang April, dass sie den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Bernie Sanders unterstütze. (Sanders ist mittlerweile aus dem Präsidentschaftswahlkampf ausgestiegen.) Zudem äußerte Reade die Besorgnis, dass ihre Anschuldigungen gegen Biden dem Republikaner und US-Präsidenten Donald Trump bei der Wahl im November zugutekommen könnten. „Ich will nicht, dass Trump Präsident wird“, sagte Reade zu „Vox“. Aber sie werde auch sicher nicht für Biden stimmen. „Wenn er mein Präsident ist, kann ich mir das einfach nicht vorstellen“, betonte sie.

Mehrere Frauen beschuldigen Biden sexueller Übergriffe

Berichte über ein „aufdringliches Verhalten“ Bidens gegenüber Frauen gibt es schon seit Jahren. Von vielen wurde die Berichterstattung über solche Vorfälle jedoch oftmals belächelt. Die Berichte gewannen erst an Aufmerksamkeit, nachdem Lucy Flores, eine ehemalige Kandidatin für das Amt der Vizegouverneurin von Nevada, im März 2019 in „The Cut“ schrieb: Biden habe bei einer Wahlkampfveranstaltung im Jahr 2014 an ihrem Haar gerochen und sie auf den Hinterkopf geküsst. „Ich konnte mich nicht bewegen und ich konnte nichts sagen“, schrieb Flores. „Ich versuchte nur noch, Biden von mir wegzubekommen.“

Danach haben sich weitere Frauen zu Wort gemeldet, um über ähnliche Erfahrungen zu berichten. Die ehemalige Kongressmitarbeiterin Amy Lappos sagte dem „Hartford Courant“, dass Biden bei einer Spendenaktion 2009 ihr Gesicht berührte und seine Nase an ihr rieb. Am 2. April berichteten zwei weitere Frauen der „New York Times“, dass Biden sie auf eine Art und Weise berührt habe, die ihnen „Unbehagen“ bereitete. Die College-Studentin Caitlyn Caruso sagte, er habe seine Hand auf ihren Oberschenkel gelegt. D.J. Hill sagte, er habe sie am Rücken gestreichelt.

Nach Veröffentlichung der Berichte gab der ehemalige Vizepräsident eine Erklärung ab. Biden sagte: „Ich schüttle die Hände, ich umarme die Menschen, ich packe Männer und Frauen bei den Schultern und sage: ‚Du schaffst es‘“. Er sagte aber auch, dass sich „soziale Normen“ über die Jahre geändert haben und er daher in Zukunft „achtsamer“ im Umgang mit Frauen sein wolle.

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Bidens ehemalige Sekretärin Marianne Baker gab eine Stellungnahme heraus. In dieser beteuert sie, dass sie während ihrer 18-jährigen Mitarbeit bei Biden niemals von unangemessenem Verhalten gehört habe.

Keine Unterstützung durch MeToo-Bewegung

Unterdessen sagte Reades Bruder jedoch zu „Vox“, dass seine Schwester ihm 1993 von dem Vorfall erzählt habe. „Ich sagte ihr, sie solle es gut sein lassen, dass Männer halt Idioten seien.“

Reade selbst suchte Hilfe bei „Time’s Up“, eine Anti-Belästigungs-Organisation der MeToo-Bewegung. Doch diese habe ihr die Unterstützung verwehrt.

Der Grund: Biden würde sich für ein politisches Amt bewerben und deshalb könne dies rechtliche Folgen für die Organisation haben. Kritiker sprechen dabei von Doppelmoral: Die Vorwürfe gegen Brett Kavanaugh, dem Richter am Obersten Gerichtshof, seien 2018 ähnlich zweifelhaft gewesen, das Medienecho sei dennoch massiv gewesen.

Auch innerhalb der MeToo gibt es Streit über den Fall Reade. Die Schauspielerin Alyssa Milano betonte, dass sie Joe Biden trotz der Missbrauchsvorwürfe weiterhin unterstütze. Sie kenne Biden seit 15 Jahren und er sei „ein anständiger Mann“, schrieb sie auf Twitter. Dafür erhielt Milano heftige Kritik von der Schauspielerin Rose McGowan. Sie schrieb: „Du bist ein Lügner. Du warst schon immer ein Lügner. Du attackierst Trump und Kavanaugh und sagst, man solle den Opfern glauben. Die korrupten Demokraten verleumden Tara Reade und du tust es auch. Schäme dich.“

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