Lega-Chef Matteo Salvini sieht seine Partei als Opfer einer angeblich politisierten Justiz.Foto: Massimo Percossi/ANSA/AP/dpa

Morddrohung gegen Staatsanwalt in Italien nach Verfahrenseröffnung gegen Salvini

Epoch Times12. September 2018 Aktualisiert: 12. September 2018 20:55
Nach der Einleitung von Ermittlungen gegen Italiens Innenminister Matteo Salvini wegen seines Umgangs mit Flüchtlingen hat der zuständige Staatsanwalt eine Morddrohung erhalten. Das berichteten italienische Medien am Mittwoch.

Nach der Einleitung von Ermittlungen gegen Italiens Innenminister Matteo Salvini wegen seines Umgangs mit Flüchtlingen hat der zuständige Staatsanwalt eine Morddrohung erhalten. Der Staatsanwalt aus dem sizilianischen Agrigent, Luigi Patronaggio, habe einen Umschlag mit einer Kugel und der Botschaft „Armer Versager, wir haben dich im Visier“ bekommen, berichteten italienische Medien am Mittwoch.

Die Botschaft war demnach versehen mit dem Symbol von Gladio, einer rechtsgerichteten, italienischen, paramilitärischen Organisation, die während des Kalten Kriegs aktiv gewesen war.

Patronaggio hatte Ende August ein Ermittlungsverfahren gegen Salvini wegen Freiheitsberaubung, illegaler Festnahmen und Machtmissbrauchs eingeleitet. Das Verfahren wurde später von der Staatsanwaltschaft in Palermo übernommen. In dem Fall ging es darum, dass Salvini rund 140 gerettete Bootsflüchtlinge tagelang nicht von Bord der „Diciotti“, eines Schiffs der italienischen Küstenwache, gehen ließ.

Salvini ist zugleich Chef der Lega und stellvertretender Ministerpräsident. Er vertritt einen harten Kurs in der Einwanderungspolitik und will die Aufnahme von Migranten drastisch zurückfahren. Seit seinem Amtsantritt im Juni verweigert Italien immer wieder Rettungsschiffen mit Flüchtlingen an Bord solange die Einfahrt in einen Hafen, bis andere EU-Staaten sich zur Aufnahme eines Teils der Geretteten bereit erklären. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion