Moskau meldet Drohnenangriffe auf seine Armeestützpunkte in Syrien

Epoch Times8. Januar 2018 Aktualisiert: 8. Januar 2018 18:26
Das Verteidigungsministerium in Moskau hat Angriffe von mit Sprengstoff beladenen Drohnen auf zwei russische Militärstützpunkte in Syrien bekanntgegeben. Bei den Angriffen gab es demnach weder Verletzte noch materielle Schäden.

Zwei russische Militärstützpunkte in Syrien sind nach Angaben Moskaus von mit Sprengstoff beladenen Drohnen angegriffen worden. Zehn Drohnen hätten sich in der Nacht zum Samstag dem Luftwaffenstützpunkt Hmeimim genähert, drei weitere der Flottenbasis in Tartus, teilte das russische Verteidigungsministerium am Montag mit.

Bei den „terroristischen“ Attacken habe es weder Verletzte noch materielle Schäden gegeben. Die russische Armee habe sieben Drohnen zerstört und sechs weitere abgefangen.

Am Donnerstag hatte das russische Verteidigungsministerium bestätigt, dass bei einem Rebellenangriff auf Hmeimim im Westen Syriens an Silvester zwei russische Soldaten getötet wurden. Das Ministerium wies jedoch Berichte zurück, wonach bei dem Angriff auch sieben Militärflugzeuge „so gut wie zerstört“ wurden.

Im Dezember hatte der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Besuch auf dem Luftwaffenstützpunkt Hmeimim den Abzug eines Großteils der russischen Truppen aus Syrien angekündigt. Russland bleibt in dem Bürgerkriegsland aber weiterhin militärisch präsent – nach Angaben von Verteidigungsminister Sergej Schoigu unter anderem mit drei Bataillonen der Militärpolizei und den beiden Armeestützpunkten.

Russland hatte im September 2015 in den Syrien-Konflikt eingegriffen. Damals begann das Land mit Luftangriffen zur Unterstützung der Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad. Moskau hatte zuletzt zudem eingeräumt, dass es Spezialeinheiten am Boden im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) einsetzt. (afp)

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