Mutmaßliche Epstein-Drahtzieherin abgetaucht: Anwälte und Behörden suchen nach Ghislaine Maxwell

Von 21. November 2019 Aktualisiert: 21. November 2019 11:15
Prinz Andrew hat mit seinem Interview bei BBC versucht, in Sachen Epstein die Flucht nach vorne anzutreten. Nachhaltig von den gegen ihn erhobenen Missbrauchsvorwürfen entlasten könnte ihn Schlüsselfigur Ghislaine Maxwell. Die ist jedoch nicht aufzufinden.

Etwas mehr als drei Monate nach dem Tod des in Ungnade gefallenen US-Milliardärs Jeffrey Epstein in seiner Gefängniszelle in New York – als offizielle Todesursache gilt trotz Zweifeln nach wie vor Selbstmord – hat der britische Prinz Andrew seine öffentlichen Ämter ruhen lassen.

In einem Interview mit der BBC hat er zugesagt, zur umfassenden Aufklärung des Sachverhalts beitragen zu wollen. Er räumte ein, den Milliardär gekannt und Veranstaltungen auf dessen Grundstücken besucht zu haben. Er habe jedoch an keinen strafbaren Handlungen mitgewirkt. Epstein, auf dessen Privatpartys regelmäßig auch eine Vielzahl Prominenter aus Nordamerika und Großbritannien auftauchten, soll über Jahre hinweg organisierten sexuellen Missbrauch und Menschenhandel betrieben haben. Zu den Opfern gehörten offenbar auch Minderjährige.

Fotos zeigen Prinz Andrew mit Epstein-Opfer auf Party

Verschollen bleibt hingegen die langjährige Weggefährtin Epsteins und persönliche Freundin Prinz Andrews, Verlegertochter Ghislaine Maxwell. Ihr wird vorgeworfen, eine zentrale Rolle bei der Organisation des Missbrauchs junger Mädchen und Frauen durch Epstein gespielt zu haben. Andrew erklärte auch, Maxwell habe ihn mit Epstein bekannt gemacht.

Eine der Hauptzeuginnen im Verfahren gegen Epstein war die heute 35-jährige Virginia Giuffre, die Maxwell als „Masseuse“ für den Milliardär rekrutiert haben soll, als sie 15 Jahre alt war. Zwei Jahre später, im Jahr 2001, soll sie in Maxwells Haus im Londoner Nobelbezirk Belgravia einen von Epstein organisierten sexuellen Kontakt mit Prinz Andrew gehabt haben. Dieser bestreitet die Vorwürfe. Es sind jüngst jedoch Fotos aufgetaucht, die Andrew und eine Virginia Giuffre im Teenageralter gemeinsam auf einer Party zeigen und die in Maxwells Haus aufgenommen worden sein sollen.

Anwälte wollen Maxwell als Zeugin befragen

Während ungewiss ist, ob sich Prinz Andrew, der, was die Umtriebe Epsteins betrifft, derzeit die zentrale Figur im Fokus der Öffentlichkeit ist, auch ins Visier der Justiz geraten wird, weiß zurzeit niemand um den Aufenthaltsort Ghislaine Maxwells. Wie der „Guardian“ berichtet, soll sie zuletzt im August in einem Fast-Food-Restaurant in Los Angeles in der Öffentlichkeit gesehen worden sein. Die Authentizität der entsprechenden Berichte sei nicht unumstritten. Ihre Anwälte verweigern die Auskunft.

Gegen Maxwell sollen bereits mehrere zivilgerichtliche Verfahren laufen, ob es auch eine strafrechtliche Anklage geben wird, ist jedoch noch ungewiss. Bundesbehörden erteilen regelmäßig die Auskunft, dass die Ermittlungen zu den Vorwürfen gegen Epstein auch nach dessen Tod noch andauern und sich auf die Rolle möglicher Mitwisser oder Beteiligter konzentrieren. Spezifische Aussagen über konkrete Personen wie Maxwell oder Prinz Andrew werden jedoch nicht getroffen.

Der in Boston ansässige Anwalt Mitchell Garabedian, erklärte gegenüber dem Guardian, er und mehrere Berufskollegen versuchten derzeit, Maxwells Aufenthaltsort in den USA ausfindig zu machen, da dies Gerichten die Möglichkeit gäbe, sie als Zeugin vorzuladen. Dies würde möglicherweise auch Aufschluss dahingehend geben, wie weit Prinz Andrew in die Angelegenheit verwickelt gewesen wäre:

Mit Sicherheit kann man angesichts der zentralen Rolle Maxwells in der Epstein-Sache davon ausgehen, dass sie als Zeugin etwas über die Verwicklung Prinz Andrews sagen kann und das wird eine Auswirkung auf die Einschätzung unzähliger anderer haben, ob im Bereich der Rechtspflege oder nicht.“

Weiteres mutmaßliches Opfer meldet sich

Gegen Maxwell vorzugehen, obliege US-Juristen zufolge jenen Bundesbehörden, die bereits die Untersuchung gegen Epstein geführt haben. Ermittlungen gegen Prinz Andrew könnte auch jeder Bezirksstaatsanwalt aufnehmen. Allerdings hänge alles davon ab, ob es überhaupt ausreichende Indizien für einen hinreichenden Anfangsverdacht gäbe. Der bloße Umstand, mit Maxwell befreundet gewesen zu sein oder zusammen mit ihr und Epstein auf einer Party fotografiert worden zu sein, reiche dabei kaum aus.

Am Montag (18.11.) hat eine namentlich nicht identifizierte Frau eine neue Klage im Zusammenhang mit dem Epstein-Komplex eingebracht. Sie sei im Alter von 15 Jahren auf dessen Ranch in New Mexico sexuell missbraucht worden. Ihre Anwältin Gloria Allred erklärte in einer Pressekonferenz, das mutmaßliche Epstein-Opfer wolle „ihre Wahrheit offenlegen und andere damals minderjährige Opfer Jeffrey Epsteins, die ihre Rechte noch nicht geltend gemacht haben, ermuntern, dies zu tun“.

Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Wer hat die Weltherrschaft? Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Immer klarer wird, dass die Geschichte der Menschheit nicht so ablief, wie sie heutzutage gelehrt wird. Das Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ gibt die lange gesuchten Antworten.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

„Kapitalismus abschaffen“? „Wohnungsgesellschaften enteignen“? Familie auflösen? Keinen Wohlstand und keine Kinder mehr wegen des Klimas? Frühsexualisierung? Solche Gedanken sind in Politik, Medien und Kultur populärer denn je. Im Kern drücken sie genau das aus, was einst schon Karl Marx und seine Anhänger der gesamten Menschheit aufzwingen wollten.

Der Kommunismus hat im 20. Jahrhundert hunderte Millionen Menschen physisch vernichtet, heute zielt er auf ihre Seelen. Bei vielen Menschen blieb glücklicherweise die der menschlichen Natur innewohnende Güte erhalten – was den Menschen die Chance gibt, sich vom Einfluss des „Gespenst des Kommunismus“ zu befreien.
Hier weitere Informationen und Leseproben.

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder – falls vergriffen – direkt beim Verlag der Epoch Times Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Das Buch gibt es jetzt auch als Ebook und als Hörbuch

E-Book: Das E-Book gibt es in den Formaten PDF, EPUB oder MOBI. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. Das E-Book ist direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Hörbuch: Das Hörbuch bieten wir im MP3 Format zum Download an. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. Das Hörbuch ist direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected] – es wird auch bald auf Amazon, Audible und iTunes erscheinen.