Nach Trump-Sieg: Anti-Assad-Rebellen verunsichert – Syrische Regierung „vorsichtig optimistisch“

Syrien ist seit Jahren in einer extrem schwierigen Lage. Das Chaos in dem geopolitisch- und strategisch wichtigem Land, wurde durch verschiedene Faktoren ausgelöst. Seit fünf Jahren tobt ein blutiger Krieg im Land. Was im Westen als „syrischer Bürgerkrieg“ bezeichnet wird, hat sich längst als ein Krieg entpuppt, der von äußeren Kräften finanziert und gesteuert wird. (Siehe: Historiker Daniele Ganser über den illegalen Syrien-Krieg: „Merkel betreibt Luftaufklärung für die Al-Qaida“).

Die USA versorgen nach eigenen Angaben die Anti-Regierungsrebellen mit Waffen und Kampfausrüstung. Offiziell handelt es sich dabei um „moderate“ Rebellen, die gegen die Terrormiliz Islamischer Staat kämpfen.

Die US-Regierung, unter Barack Obama, hat sich jedoch auch stets für den Sturz, der unliebsamen syrischen Regierung von Präsident Baschar al-Assad in Damaskus, ausgesprochen. Der Grund: Angeblich bombardiert Assad sein Volk mit Fassbomben und Giftgas. Der syrische Staatschef hat diese Anschuldigungen stets bestritten. (Siehe: Assad im SRF-Interview: „Verteidige mein Land gegen die vom Westen unterstützten Terroristen“ (+Video))

Anti-Regierungsrebellen nach Trump-Sieg besorgt

Die Syrien-Agenda der ehemaligen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton war bekannt. Die Demokratin wollte im Nahen Osten militärisch noch offensiver vorgehen und mittels einer Flugverbotszone in Syrien einen Krieg mit Russland riskieren. (Siehe: Provoziert Hillary Clinton einen Atomkrieg? – US-General über Flugverbotszone in Syrien: „Das bedeutet Krieg mit Russland“).

Welche Außenpolitik der neue US-Präsident Donald Trump künftig in Syrien betreiben wird, ist noch unklar. Zumindest hat sich Trump gegenüber Russland viel kooperationsbereiter geäußert, als seine ehemalige Konkurrentin Clinton – die die US-Wahl am 11. November haushoch verloren hat.

In Syrien hat Trumps Wahlsiegs ein „gespaltenes Echo“ hervorgerufen, schreibt die Agentur Reuters. Demnach zeigten sich die Anti-Regierungskräfte, die gegen Assad kämpfen, besorgt, dass die USA unter Trump sie künftig weniger unterstützen wird. Ihre Lage werde sich verschlechtern, sagte Sakaria Malahifdschi, ein Vertreter einer Rebellengruppe die versucht die syrische Regierung mithilfe der USA zu stürzen, zu „Reuters“.

Trump hatte in seinem Wahlkampf mehrfach darauf hingewiesen, verstärkt gegen den Islamischen Staat vorzugehen. „Wär’s nicht schön, wenn wir uns mit Russland und den anderen vertragen und zusammen den IS ausknocken würden?“, sagte Trump in einer Wahlkampfrede. Er sagte auch, dass er den syrischen Präsidenten zwar nicht möge, aber dieser kämpfe gemeinsam mit Russland und dem Iran gegen die Dschihadisten.

Syrien zeigt sich „vorsichtig optimistisch“

Zudem zeigte sich Trump auch wohlwollend gegenüber Russlands Staatschef Wladimir Putin. Im Dezember sagte Putin, dass Trump ein „sehr talentierter und markanter Mensche“ sei und bezeichnete ihn als „absoluten Favoriten im Präsidenten-Wahlrennen“ – womit Putin recht behalten sollte.

Daraufhin sagte Trump, es sei eine große Ehre, ein Kompliment von einem Menschen zu erhalten, der nicht nur im eigenen Land, sondern auch außerhalb seiner Grenzen sehr angesehen sei. Diese Nähe zum russischen Präsidenten, dem engsten Verbündeten Assads, beunruhige die Anti-Regierungskräfte in Syrien, so „Reuters“ weiter.

Die syrische Regierung hofft mit Trump als neuen US-Präsidenten auf eine Entspannung der Lage. „Wir können optimistisch sein, aber vorsichtig optimistisch“, meint Abgeordneter Scherif Schehada, berichtet „Reuters“. Die arabischen Golf-Staaten, die den Aufstand gegen Assad unterstützen, seien auf einen Sieg Hillary Clintons angewiesen gewesen, so Schehada. Die Niederlage der Demokratin würde sie nun in eine schwierige Lage bringen.

Innerhalb der US-Regierung und ihren Organen – wie CIA und FBI – gibt es eine große Uneinigkeit über die militärischen Interventionen der USA im Nahen Osten. Die CIA hat Clinton unterstützt und die verdeckten Operationen im Ausland koordiniert und durchgeführt. Das FBI hingegen ist gegen die verdeckte Kriegsführung und unterstützt den jetzigen US-Präsidenten Donald Trump.

Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/welt/nach-donald-trump-sieg-anti-assad-rebellen-verunsichert-syrische-regierung-vorsichtig-optimistisch-a1971782.html