SymbolbildFoto: DAMIEN MEYER/AFP/Getty Images

Nato beschuldigte Russland Vergewaltigungsgerüchte zu streuen – Merkel rät zu Wachsamkeit bei Fake News

Epoch Times23. Februar 2017 Aktualisiert: 23. Februar 2017 15:26
Bundeskanzlerin Merkel hat vor dem Hintergrund falscher Vergewaltigungsvorwürfe gegen Bundeswehrsoldaten in Litauen Wachsamkeit angemahnt. Man müsse "sehr wachsam sein, was Falschmeldungen angeht." Zuvor wurde berichtet, Russland habe die Vergewaltigungsgerüchte gestreut. Beweise dazu gibt es aber nicht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem Hintergrund falscher Vergewaltigungsvorwürfe gegen Bundeswehrsoldaten in Litauen Wachsamkeit angemahnt.

In diesem Fall sei es wichtig gewesen, „dass wir sehr schnell aufklären konnten, dass es sich hier um eine Falschmeldung gehandelt hat“, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin. Durch die schnelle Arbeit seien die Vorwürfe auch „schnell wieder verschwunden“. „Aber wir müssen an der Stelle sehr wachsam sein, was Falschmeldungen angeht.“

Merkel äußerte sich nach einem Gespräch mit dem litauischen Ministerpräsidenten Saulius Skvernelis. Mitte Februar war beim litauischen Parlamentspräsidenten eine E-Mail eingegangen, in der deutsche Soldaten beschuldigt wurden, ein litauisches Mädchen vergewaltigt zu haben. Die litauischen Behörden nahmen Ermittlungen auf und stellten fest, dass es weder das Opfer noch einen Täter gab.

Russland ist Schuld?

Unter Berufung auf Nato-Diplomaten berichtete der „Spiegel“, es handele sich bei der Verbreitung der Fake News um eine „gezielte Attacke Russlands zur Diskreditierung der Bundeswehr und der Nato“. Doch die Zeitung besserte kurz nach Veröffentlichung des Berichtes die Überschrift aus und schrieb:

Hinweis der In einer früheren Version des Artikels lautete die Überschrift: „Russland attackiert Bundeswehr mit Fake-News-Kampagne“. Das haben wir geändert, weil es sich um einen Verdacht der Nato handelt.

Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministerium sagte damals auf Anfrage von AFP, eine erste Überprüfung der E-Mailadresse habe ergeben, dass diese nicht mehr existiere. Die litauischen Regierungsstellen fahndeten nun nach der entsprechenden IP-Adresse und die Polizei des baltischen Landes habe Ermittlungen wegen Verbreitung von Fake News gegen Unbekannt eingeleitet.

Laut „Spiegel“ wurde das Nato-Hauptquartier in Brüssel informiert. Dort werde das Vorgehen als russischer Versuch gewertet, den gerade begonnenen Einsatz in Litauen zu unterminieren und Stimmung gegen die Nato zu machen, zitierte das Magazin einen Nato-Diplomaten. Beweise gibt es aber keine.

Im Rahmen einer verstärkten Truppenpräsenz in Osteuropa beteiligt sich die Bundeswehr in Litauen mit rund 130 Soldaten an der sogenannten „Enhanced Forward Presence“. Die Nato baut damit ihre Präsenz an Russlands Grenze weiter aus. (so/afp)



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