Neue russische Marine-Doktrin: NATO-Vormarsch an Grenzen Russlands unannehmbar

Epoch Times27. Juli 2015 Aktualisiert: 27. Juli 2015 11:17
In den Beziehungen zu Russland ist der Versuch, der NATO globale Funktion zu verleihen, ein entscheidender Faktor.

Die Neufassung der Marine-Doktrin der Russischen Föderation bezeichnet das Vorrücken der NATO zu den Grenzen Russlands als unannehmbar. Es heißt, dass dieser Punkt ein maßgebender Faktor in den Beziehungen mit der Allianz wäre, zitiert die russische Nachrichtenagentur Sputnik das Dokument, das auf der Webseite des Kremls veröffentlicht wurde.

"Die Unannehmbarkeit der Pläne zum Vorrücken der militärischen Infrastruktur der Allianz an die Grenzen der Russischen Föderation und die Versuche, der Allianz globale Funktionen zu verleihen, sind ein maßgebender Faktor in den Beziehungen mit der NATO," lautet ein Zitat aus dem Schriftstück.

Der Vizepremier Dmitri Rogosin übergab dem russischen Präsidenten Wladimir Putin einen Bericht über die Änderung der Marine-Doktrin. 

Inmitten der Spannungen: Ukraine startet "Rapid Trident" Übung 

Die ukrainische Armee startete am 20. Juli ein Großmanöver mit umfangreicher US-Beteiligung im Westen des Landes. 

Die knapp zweiwöchige Übung "Rapid Trident" nahe der Grenze zu Polen verschärft die angespannte Lage mit Russland. Rund 1.800 Soldaten aus 18 Staaten nehmen an der Übung teil. Die meisten gehören der NATO an. Auch Deutschland ist dabei. Aus den früheren Sowjetrepubliken Moldau und Aserbaidschan wurden ebenfalls Soldaten entsandt.

Das Manöver in der Westukraine wurde von Russland scharf kritisiert. Es könne "den sichtbaren Fortschritt im Friedensprozess zerstören" sowie "explosive" Folgen haben, erklärte das Außenministerium in Moskau, berichtet die Webseite Nachrichten.at. Die Militärübung sei "eine klare Demonstration der provokativen Politik der NATO, das Vorgehen der derzeitigen Staatsführung in der Ostukraine zu unterstützen". 

Wegen dem blutigen Konflikt in der Ostukraine sind die Beziehungen zwischen der Ukraine und dem Westen zu Russland stark angespannt. Prorussische Separatisten liefern sich heftige Kämpfe mit den ukrainischen Regierungstruppen. Bisher wurden bereits mehr als 6.500 Menschen getötet. (so) 

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