Nicaraguas Präsident: „Der Papst hatte recht: Der dritte Weltkrieg hat bereits begonnen“; Ortega kündigt Hilfe für Gaza an

Epoch Times25. August 2014 Aktualisiert: 25. August 2014 14:31

Nicaraguas Präsident Daniel Ortega teilte unlängst mit, dass seine Regierung in Betracht ziehen würde eine Medizinerbrigade in den Gaza-Streifen zu schicken, berichtet amerika21.de.

Ortega sagte in einer Rede zum 35-jährigen Bestehen des Medizinischen Korps der Streitkräfte auf dem Platz der Revolution in Managua, dass die Brigade über Ägypten in den Gaza-Streifen einreisen könnte. Der Präsident betonte auch, dass Nicaragua keinesfalls eine Konfrontation mit Israel wolle. Trotzdem wolle man Solidarität mit den Menschen in Gaza zeigen und medizinisch unterstützen.

Durch die fortlaufenden schweren Angriffe auf den Gazastreifen seitens der israelischen Regierung, stehen die Palästinenser vor einer humanitären Katastrophe. In den seit Monaten andauernden Kämpfen sind bereits über 2000 Palästinenser getötet worden. Die meisten Opfer sind Frauen und Kinder. Auf der Seite der Israelis sind rund 63 Soldaten und 3 Zivilisten ums Leben gekommen.

"Der dritte Weltkrieg hat bereits begonnen"

Ortega sagte auch, dass die Militäroffensive der israelischen Streitkräfte ein Teil des "bereits stattfindenden dritten Weltkriegs" sei, von dem Papst Franziskus letzte Woche gesprochen hatte.

Er meinte, dass die Hauptverantwortlichen der derzeitigen Kriege und Krisen die USA und die Europäische Union wären.

Der Präsident klagte, dass die USA im Irak unter dem Vorwand der Existenz von Massenvernichtungswaffen interveniert hätten. Nachdem sich dies jedoch als Lüge entpuppte, fand man immer wieder neue Gründe den Irak zu bombardieren. Heute sind es die Jihadisten, die man im Irak bekämpfen müsse, und es wird munter weiter bombardiert. Über 100.000 Zivilisten verloren im Krieg "gegen den Terror" ihr Leben und unzählige sind auf der Flucht. Die Infrastruktur des Landes wird durch die jahrelangen Bombenanschläge fortlaufend zerstört.

"Auch Libyen wurde von der NATO zerstört"

Die NATO habe auch Libyen zerstört, so Ortega. Jetzt gibt es in dem Land nur noch "Banden jeder Art", die sich gegenseitig bekämpfen. Der Libyenkrieg war nur dazu gedacht, um Muammar al-Gaddafi zu stürzen. Gaddafi, der früher gute Beziehungen zur NATO pflegte, fiel in Ungnade. In Bezug auf das Ausbeuten der Öl-Gebiete hatte der Diktator eigene Vorstellungen. Diese waren jedoch mehr zum wirtschaftlichen Vorteil der Araber und eher zum Nachteil des Westens. Zum Konflikt in der Ukraine sagte Ortega, dass diese Krise ein Ergebnis des "Hochmuts der Großmächte" sei. 

Der Präsident fügte hinzu, dass der Papst recht hatte und der dritte Weltkrieg in all diesen Ländern bereits "erlebt und erlitten" werde. "Statt den Weg des Dialoges, der Verhandlung und der Achtung der Institutionen zu suchen, stürzten die Verantwortlichen sich in Abenteuer und glaubten, dass es leicht wäre, alle diese Länder unter ihre Kontrolle zu bekommen", wurde Ortega von amerika21.de zitiert. (so) 

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Quellenverweis: 

https://amerika21.de

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