Anhänger des Islamischen Staat in SyrienFoto: Getty Images

Öl-, Drogen- und Organhandel: So verdient der IS sein Geld

Epoch Times30. Oktober 2015 Aktualisiert: 30. Oktober 2015 19:10
In nur wenigen Jahren baute der Islamische Staat seine Macht ununterbrochen aus. Die Dschihadisten haben mehrere Geldquellen aus denen sie Millionengewinne schöpfen. Darüber hinaus rekrutieren sie unaufhörlich neue Kämpfer; und es gibt viele Menschen die bereit sind dem IS bedingungslos zu folgen.

Der Islamische Staat gilt als die mächtigste Terrororganisation der Welt. Die Dschihadisten-Miliz zählt bereits hunderttausende Mitglieder. Sie kontrollieren weite Gebiete Syriens, dem Irak und auch in Libyen sind die Terroristen auf dem Vormarsch. 

Die Hauptschuld an dem rasanten Aufstieg der Terrorgruppe innerhalb weniger Jahre, würden westliche Staaten und deren Verbündete tragen, meinen verschiedene iranische Experten.

"Dass der IS seine zahlreichen Anhänger finanzieren, mit Waffen versorgen sowie fast 400.000 km2 Fläche in Syrien und im Irak unter Kontrolle halten kann, lässt auf eine kräftige finanzielle, militärische und logistische Unterstützung schließen," sagt Mosayeb Na’imi, Politikwissenschaftler und Generaldirektor der arabischsprachigen Zeitung "Al-Wafag", im Interview mit "Sputnik".

Laut dem Experten wären vor allem die USA und die Golf-Staaten an einer Fortsetzung des Syrien-Krieges interessiert und deshalb würden diese Länder den radikalen Islamisten einen Rückhalt bieten. 

"Obwohl sich die USA öffentlich zum Kampf gegen den IS bekennen, finanzieren sie andere Terroristengruppen, die die IS-Ideologie teilen und Massenmorde auf dem Gewissen haben: Ahrar as-Sham und die Al-Nusra-Front", so Na’imi. Er fügt hinzu, dass diese Terrorgruppen ohne Unterstützung nicht in der Lage gewesen wären, weite Gebiete in verschiedenen Ländern und deren Ölfelder unter ihre Kontrolle zu bringen.

Auch die Türkei trage ihren Teil dazu bei. Das Land wird für den Transfer der Dschihadisten zur Verfügung gestellt, wodurch es dem IS ermöglicht wurde viele neue Terror-Kämper nach Syrien einzuschleusen.

IS-Bekämpfung: Keine Erfolge durch US-Koalition 

Bereits seit über einem Jahr bombardiert die US-geführte Koalition den IS in Syriern. Nennenswerte Erfolge wurden allerdings nicht erzielt. Im Gegensatz dazu konnte die russische Intervention, die Ende September mit Luftangriffen in Syrien begann, schon beträchtliche Erfolge verbuchen. 

"Wir beobachten eine bedeutende Abschwächung des IS und von dessen Finanzkapazitäten. Daraus folgt, dass die Russen den IS wirklich attackiert haben," bestätigt der Nahost-Journalistin Hafsa Kara-Mustapha, die Erfolge Russlands im Kampf gegen die Terroristen, gegenüber "Sputnik".

Enorme Gewinne durch Öl, Drogen und Organhandel

Der IS wäre auch stark am Preisverfall des Erdöls verantwortlich, sagt der Politikwissenschaftler und Chefredakteur der Zeitung "Iran Press", Emad Abshenass. Die Terroristen würden das Erdöl aus den erbeuteten Vorkommen im Irak und Syrien an Schwarzhändler weit unter Marktwert verkaufen.

Das Öl werde in die Türkei und nach Jordanien geschmuggelt, von wo aus es nach Israel und andere "prowestliche" Staaten weitertransportiert würde. Der Experte kritisiert vor allem die Türkei, da sie dem IS eine Drescheibe zum Erdölhandel biete. 

Außer dem Verkauf des gestohlenen Erdöls und die finanzielle Unterstützung durch das Ausland, habe der IS aber auch noch andere sehr lukrative Einnahmequellen. Die Terroristen würden durch den Handel mit menschlichen Organen "kolossale Einnahmen" erwirtschaften, so Abshenass. Demnach dienen Andersgläubige als Organbank für die Terroristen. Die Organe würden den ideologischen Gegnern entnommen und an Schmuggler verkauft. 

Dies erinnert stark an die Praktiken des Organraubs in China. Die EPOCH TIMES berichtete bereits mehrfach darüber, dass auf Anweisung der Kommunistischen Partei Chinas, Organentnahmen an unfreiwilligen "Spendern" in Militärhospitälern durchgeführt werden. Politische- sowie Glaubensgefangene, vor allem Anhänger der buddhistischen Meditationspraxis Falun Gong, werden als lebende Ersatzteillager benutzt.

Weitere Einkommensquellen des Islamischen Staat seien, so Abshenass, historische Wertstücke und Artefakte aus Syrien und dem Irak, Entführung sowie Menschen- und Drogenhandel. (so) 

Mehr zum Thema Organraub in China: 

Die Wahrheit über den Organraub dringt nach China durch

Medien in China berichten: Militärkrankenhaus am Organhandel beteiligt

Ein Fall von Organraub für Organhandel in China – Augenzeugenbericht eines Arztes

"Ich war auf der Todesliste von Chinas Organhandel" – Eine Überlebende erzählt 

Chinas blutiges Transplantations-Business auf italienischem Kongress entlarvt


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion