Kap. 5: Einfach NEIN zu jeder Autorität sagen – dann ist man schon revolutionär (Teil 2)

Sei gegen Tradition, gegen Autorität und gegen Moral. Wenn du „Nein“ zu aller Autorität und allen gesellschaftlichen Normen sagst, kannst auch du einfach und leicht ein Revolutionär werden – sagte Herbert Marcuse von der "Frankfurter Schule". Das klang verführerisch, besonders für die Jugend.

Um die Macht zu ergreifen, kann jedes Versprechen und jeder Kompromiss gemacht werden – das betonte Lenin immer wieder. Um seine Ziele zu erreichen, sei es erlaubt, skrupellos vorzugehen. Mittlerweile wurden die öffentlichen Institutionen der westlichen Gesellschaft tatsächlich heimlich von kommunistischen Kräften unterwandert und übernommen. Die Epoch Times veröffentlicht hier den 2. Teil des 5. Kapitels des neuen Buches „Wie der Teufel die Welt regiert“.

Inhaltsverzeichnis – Teil 2

2. Kommunistische Internationale, Spionagekrieg und Desinformation
3. Von Roosevelts „New Deal“ zum Progressivismus
4. Die Kulturrevolution im Westen

Der 1. Teil ist hier zu finden, darin ging es um:

Einleitung * 1. Zwei Strategien des Kommunismus: offene und verborgene Gewalt

Der Inhalt der nächsten Teile:
5. Die Antikriegs- und Bürgerrechtsbewegung
6. Die Neomarxisten, die Satan anbeten
7. Der lange Marsch der Linken durch die Institutionen
8. Politische Korrektheit: Die Gedankenpolizei des Teufels
9. Die Verbreitung des Sozialismus in Europa
10. Warum fallen wir auf die Tricks des Teufels herein?

2. Kommunistische Internationale, Spionagekrieg und Desinformation

Der Kommunismus hält den Nationalstaat für eine Konstruktion der Klassengesellschaft zur Unterdrückung der Menschen. Deshalb strebt er die Abschaffung der Nationen an. Im „Kommunistischen Manifest“ verkünden Marx und Engels, dass „Arbeiter […] kein Vaterland [haben]“. Das Manifest endet mit den Worten: „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“.

Unter Lenins Führung errichteten die Bolschewiki in Russland den ersten sozialistischen Staat und gründeten direkt die Kommunistische Internationale (Komintern), um die sozialistische Revolution auf der ganzen Welt anzuzetteln und zu verbreiten. Das Ziel der Sowjetunion und der Komintern war es, die rechtmäßigen Regierungen in allen Ländern der Welt zu stürzen und ein weltweites totalitäres sozialistisches Regime des Proletariats zu errichten. Die 1921 gegründete Kommunistische Partei Chinas unterstand der Leitung der Komintern-Fernost-Niederlassung.

Neben der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) suchten die kommunistischen Parteien der ganzen Welt Rat bei der Komintern und wurden von ihr finanziert und ausgebildet. Die Kommunistische Partei der Sowjetunion (KPdSU) hat mit den zur Verfügung stehenden Mitteln ihres riesigen Imperiums weltweit Aktivisten rekrutiert und sie für umstürzlerische Operationen in ihren eigenen Ländern trainiert.

Die 1919 gegründete Kommunistische Partei der USA (KPUSA) war eine solche Organisation, die der Komintern und der KPdSU folgte. Obwohl die KP der USA selbst nie zu einer wichtigen politischen Kraft wurde, war ihr Einfluss auf die Vereinigten Staaten dennoch erheblich. Die KP der USA hat mit Aktivisten und Aktivistenorganisationen zusammengearbeitet, um Arbeiter- und Studentenbewegungen, die Kirche und auch die Regierung zu infiltrieren.

Dr. Fred Schwartz, ein Pionier des US-amerikanischen antikommunistischen Denkens, sagte 1961: „Jeglicher Versuch, den Einfluss der Kommunisten an ihrer Anzahl zu ermessen, ist wie der Versuch, die Tauglichkeit eines Schiffsrumpfs zu bestimmen, indem man die Stelle mit den Löchern mit der Stelle ohne Löcher vergleicht. Ein einziges Loch kann das Schiff versenken. Der Kommunismus ist die Theorie der disziplinierten Wenigen, die den Rest kontrollieren und lenken. Eine Person in einer wichtigen Position kann tausende andere kontrollieren und manipulieren.“ [7]

Heute weiß man, dass sowjetische Agenten während des Zweiten Weltkriegs innerhalb der US-Regierung tätig waren. Trotz dieses Wissens und der antikommunistischen Bemühungen von Senator Joseph McCarthy wurden die Fakten durch linksgerichtete Politiker, Akademiker und die linksorientierten Medien vor der Öffentlichkeit verheimlicht oder verschleiert.

In den 1990er Jahren veröffentlichte die US-Regierung die vom US-Geheimdienst von 1938 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs aufgezeichneten „Venona Files“. Diese Dokumente zeigen, dass mindestens 300 sowjetische Spione in der US-Regierung arbeiteten, darunter hochrangige Beamte der Roosevelt-Administration, die Zugang zu streng geheimen Informationen hatten. Andere Agenten nutzten ihre Positionen, um die US-Politik und die Regierung zu beeinflussen.

Unter denen, die als sowjetische Spione überführt wurden, waren der Berater des US-Finanzministeriums, Harry Dexter White, der Regierungsbeamte Alger Hiss sowie Julius und Ethel Rosenberg, das Paar, das für die Weitergabe von Geheimnissen der nuklearen und anderen Militärtechniken an die Sowjetunion auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde.

Die vom „Venona-Projekt“ abgefangenen und entschlüsselten Kommunikationen sind nur die Spitze des Eisbergs – das volle Ausmaß der sowjetischen Infiltration der US-Regierung bleibt unbekannt. Als hochrangige US-Beamte hatten einige der sowjetischen Agenten Gelegenheit, wichtige politische Entscheidungen zu beeinflussen.

Alger Hiss, ein sowjetischer Spion im US-Außenministerium, spielte während der Jalta-Konferenz am Ende des Zweiten Weltkriegs als Berater von Präsident Roosevelt eine Schlüsselrolle. Er beteiligte sich an der Festlegung der territorialen Grenzen der Nachkriegszeit, am Entwurf der UN-Charta, an den Entscheidungen zum Gefangenenaustausch und ähnlichem.

Harry Dexter White, ein Vertrauter des US-Finanzministers Henry Morgenthau Jr., beteiligte sich an der Gestaltung des internationalen Finanzabkommens von Bretton Woods und war eine der wichtigsten Personen hinter der Gründung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank.

White ermutigte auch die Nationale Volkspartei Chinas (Kuomintang), das KPCh-Mitglied Yi Zhaoding in das chinesische Finanzministerium aufzunehmen. Yi übernahm sein Amt im Jahr 1941 und war der Architekt katastrophaler Währungsreformen, die dem Ruf der Kuomintang schadeten und dem Aufstieg der KPCh zugute kamen.

Einige Historiker argumentieren, dass der Einfluss sowjetischer Spione und ihrer linken Sympathisanten in der US-Außenpolitik die Vereinigten Staaten dazu veranlasste, die militärische Hilfe für die Kuomintang während des chinesischen Bürgerkriegs nach dem Zweiten Weltkrieg einzustellen. Dies ist einer der wichtigen Gründe, die dazu führten, dass das chinesische Festland in späterer Folge an die Kommunistische Partei Chinas verloren ging.

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Einige Wissenschaftler wie M. Stanton Evans sind der Meinung, dass sowjetische Spione sehr erfolgreich die Politik beeinflussten. [8] Whittaker Chambers, ein sowjetischer Informant und KPUSA-Mitarbeiter, der später gegen andere Spione aussagte, meinte: „Die Agenten eines feindlichen Staates waren in der Lage, viel mehr als nur Dokumente zu stehlen. Sie waren in der Lage, die Außenpolitik eines Landes im Interesse des Hauptfeindes des Landes zu beeinflussen, und das nicht nur bei außergewöhnlichen Ereignissen, […] sondern auch in der unglaublich großen Summe der täglichen Entscheidungen.“[9]

Juri Bezmenow, ein KGB-Agent, der 1970 in den Westen überlief und auch unter dem Alias Thomas Schumann bekannt ist, analysierte in seinen Schriften und Interviews sowjetische Methoden der Subversion. Laut Bezmenow ist das, was die James-Bond-Spione in der Populärkultur zeigen, wie Brücken zu sprengen oder geheime Dokumente zu stehlen, sehr weit von der Realität der Spionagearbeit entfernt. Nur 10 bis 15 Prozent des Personals und der Ressourcen des KGB wurden für traditionelle Spionageoperationen eingesetzt, der Rest für ideologische Subversion.

Bezmenow zufolge läuft die Unterwanderung in vier Phasen ab: Die erste Phase besteht darin, die kulturelle Dekadenz und Demoralisierung im feindlichen Land zu fördern; die zweite besteht darin, ein soziales Chaos zu erzeugen; die dritte darin, eine Krise auszulösen, die entweder zu einem Bürgerkrieg, einer Revolution oder einer Invasion von außen führt, was in der vierten und letzten Phase gipfelt: der Kontrolle des Landes durch die Kommunistische Partei. Das wird dann „Normalisierung“ genannt.

Bezmenow listete drei Zielbereiche der Subversion auf, darunter das Denken, die politische Macht und das gesellschaftliche Leben. Das Denken umfasst die Religion, Bildung, die Medien und die Kultur. Die politische Macht umfasst die Regierungsverwaltung, das Rechtssystem, die Strafverfolgung, die Streitkräfte und die Diplomatie. Das gesellschaftliche Leben umfasst Familien und Gemeinschaften, die Gesundheit und Beziehungen zwischen Menschen verschiedener Rassen und sozialer Schichten.

Als Beispiel dafür erklärte Bezmenow, wie das Konzept der Gleichheit manipuliert wurde, um Unruhe zu stiften. Agenten fördern den Egalitarismus, dadurch fühlen sich Menschen mit ihrer politischen und wirtschaftlichen Lage unzufrieden. Aktivismus und zivile Unruhen führen zu einem wirtschaftlichen Rückgang, der die Arbeits- und Finanzbeziehungen in einem sich verschärfenden Zyklus der Destabilisierung weiter verschlimmert. Dies gipfelt in einer Krise, durch die dann eine Revolution oder Invasion durch kommunistische Kräfte stattfinden kann. [10]

Ion Mihai Pacepa, der ranghöchste Geheimdienstler im kommunistischen Rumänien, lief 1978 in die Vereinigten Staaten über. Er enthüllte tiefgehend, wie die ehemalige Sowjetunion und die kommunistischen Regime Osteuropas Strategien der psychologischen Kriegsführung und Desinformation gegen westliche Länder einsetzten. Laut Pacepa bestand der Zweck der Desinformation darin, den Bezugsrahmen der Menschen zu verändern. Mit manipulierten ideologischen Werten seien Menschen nicht in der Lage, die Wahrheit zu verstehen oder zu akzeptieren, selbst wenn ihnen direkte Beweise vorgelegt würden. Solche Menschen wären die sogenannten „nützlichen Idioten”. [11]

Bezmenow erklärte, dass die erste Stufe der ideologischen Subversion in der Regel 15 bis 20 Jahre dauert, also die Zeit, die für die Ausbildung einer neuen Generation benötigt wird. Die zweite Stufe dauert zwei bis fünf Jahre, und die dritte Stufe nur drei bis sechs Monate. In einer Rede von 1984 sagte Bezmenow, dass die erste Stufe bereits verwirklicht worden sei – in einem größeren Ausmaß, als die sowjetischen Führung ursprünglich erwartet hatte.

Die Berichte vieler sowjetischer Spione und Geheimdienstler sowie freigegebene Dokumente aus dem Kalten Krieg deuten darauf hin, dass Unterwanderungstaktiken die treibende Kraft hinter der Gegenkultur der 1960er Jahre waren.

Im Jahr 1950 begann Senator Joseph McCarthy, das Ausmaß der kommunistischen Infiltration in der US-Regierung und -Gesellschaft aufzudecken. Doch vier Jahre später stimmte der Senat für seine Verurteilung, und die Maßnahmen der Regierung, sich vom kommunistischen Einfluss zu befreien, wurden gestoppt. Dies ist einer der Hauptgründe für den Niedergang der Vereinigten Staaten.

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Ende des Kalten Krieges ist die Gefahr der kommunistischen Infiltration nicht geringer geworden. Joseph McCarthy wird seit langem von linken Politikern und Medien verteufelt. Heute ist die McCarthy-Ära gleichbedeutend mit politischer Verfolgung – ein Zeichen dafür, dass die politische Linke im ideologischen Kampf erfolgreich Dominanz erlangt hat.

Die jahrzehntelange Unterdrückung und Verleumdung von antikommunistischen US-Helden wie McCarthy deutet auf einen allgemeinen Trend hin. Wie ein konservativer politischer Kommentator in den USA bemerkte, ist Antiamerikanismus ein natürlicher Bestandteil der globalen Linksbewegung. Mit Händen und Füßen kämpft der linke Flügel darum, Ehebrecher, Befürworter von Abtreibung, Kriminelle und Kommunisten zu schützen. Gleichzeitig fördert er Anarchie und lehnt Zivilisation ab.

3. Von Roosevelts „New Deal“ zum Progressivismus

Am Donnerstag, den 24. Oktober 1929, brach die New Yorker Börse ein. Der Crash breitete sich vom Finanzsektor auf die gesamte Wirtschaft aus und verschonte keine der großen Industrienationen des Westens. Die Arbeitslosigkeit in den USA stieg auf über ein Viertel der Bevölkerung. Die Gesamtzahl der Arbeitslosen lag bei über 30 Millionen. Außer in der Sowjetunion ging die Industrieproduktion in den großen Industrieländern um durchschnittlich 27 Prozent zurück. [12]

Anfang 1933, innerhalb der ersten 100 Tage nach Präsident Roosevelts Amtsantritt, wurden viele Gesetzesvorlagen rund um die Themen „Entlastung, Erholung und Reform“ zur Lösung der Krise eingebracht. Die Maßnahmen vergrößerten die direkte oder indirekte staatliche Intervention in die Wirtschaft und sorgten für weitgreifende Reformen. Der Kongress verabschiedete die folgenden Verordnungen: „Emergency Banking Act“, „Agricultural Adjustment Act“, „National Industrial Recovery Act“ und „Social Security Act“. Obwohl Roosevelts „New Deal“-Politik im Wesentlichen durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs beendet wurde, prägen viele der Gesetze, Institutionen und Organisationen, die in dieser Zeit entstanden sind, die US-Gesellschaft bis heute.

Roosevelt erließ mehr Dekrete als alle Präsidenten des 20. Jahrhunderts bis dahin zusammengenommen. Dennoch fiel die Arbeitslosenquote in den USA bis zum Krieg nicht unter den zweistelligen Bereich. Mit Roosevelts „New Deal“ begann die US-Regierung einen Weg der hohen Besteuerung, des „Big Government“ und der Interventionspolitik.

In seinem Buch „The Big Lie: Exposing the Nazi Roots of the American Left“ (zu deutsch etwa: Die große Lüge: Die Enthüllung der nationalsozialistischen Wurzeln der amerikanischen Linken) schreibt der konservative Denker Dinesh D’Souza, dass der „National Recovery Act“, der das Herzstück von Roosevelts „New Deal” bildete, im Wesentlichen das Ende des freien US-Marktes bedeutete. [13]

Der Historiker Jim Powell beschreibt in seinem Buch „FDR’s Folly“ (zu deutsch etwa: Die Dummheit von Franklin D. Roosevelt) von 2003, dass Roosevelts „New Deal“ kontraproduktiv war und die Große Depression verlängerte, anstatt sie zu beenden: Die Sozialversicherung („Social Security Act“) und die Arbeitsgesetze förderten weitere Arbeitslosigkeit, während hohe Steuern gut laufende Unternehmen untergruben. [14] Der Ökonom und Nobelpreisträger Milton Friedman lobte Powells Arbeit und sagte: „Wie Powell zweifelsfrei beweist, behinderte der ‚New Deal‘ die Erholung vom Abschwung [der Wirtschaft], verlängerte und erhöhte die Arbeitslosigkeit, und schuf die Voraussetzungen für eine immer stärker intervenierende und immer kostspieligere Regierung.” [15]

US-Präsident Lyndon Johnson, der das Amt nach der Ermordung von Präsident Kennedy 1963 übernahm, erklärte in seiner Rede zur Lage der Nation 1964 der Armut den Krieg und startete die nationalen Pläne der „Great Society“. In kurzer Zeit erließ Johnson eine Reihe von Dekreten, gründete neue Regierungsbehörden, verstärkte den Sozialstaat, erhöhte die Steuern und erweiterte die Befugnisse der Regierung dramatisch.

Interessanterweise sind die politischen Maßnahmen von Präsident Johnson fast identisch mit dem „Neuen Programm der Kommunistischen Partei von 1966 in den USA“ („A New Program of the American Communist Party’s New Agenda“). Gus Hall, Generalsekretär der KP der USA, erklärte zum Programm: „Die Haltung der Kommunistischen Partei gegenüber der ‚Great Society’ lässt sich mit einem alten Sprichwort zusammenfassen: ‚Menschen, die im gleichen Bett schlafen, können unterschiedliche Träume haben‘. Wir Kommunisten unterstützen jede Maßnahme des Konzepts der ‚Great Society‘, denn unser Traum ist der Sozialismus.“

Halls sogenanntes „gleiches Bett“ bezieht sich auf die Politik der „Great Society“. [16] Obwohl die Initiative der „Great Society“ kommunistische Unterstützung fand, bestand die ursprüngliche Absicht der Johnson-Regierung darin, die Vereinigten Staaten unter dem demokratischen System zu verbessern. Die Absicht der Kommunistischen Partei jedoch war es, die Vereinigten Staaten Schritt für Schritt in den Sozialismus zu führen.

Die „Great Society“ und der Kampf gegen die Armut führten zu drei gravierenden Konsequenzen: Sie erhöhten die Abhängigkeit der Bürger von Sozialhilfe; mehr und mehr junge Menschen weigerten sich zu arbeiten; und die Sozialpolitik beschleunigte den Zerfall der Familie.

Die Sozialpolitik begünstigte Alleinerziehende, was wiederum zu mehr Scheidungen und vorehelichen und außerehelichen Kindern führte. Laut Statistik lag die Zahl der unehelich geborenen Kinder im Jahr 1940 bei 3,8 Prozent aller Neugeborenen, 1965 waren es 7,7 Prozent. Im Jahr 1990, 25 Jahre nach der Reform der „Great Society“, waren es bereits 28 Prozent und im Jahr 2012 wuchs die Zahl auf 40 Prozent an. [17]

Der Zerfall der Familie führt zu einer Reihe weitreichender Konsequenzen. Es kommt zu einer erhöhten finanzielle Belastung für den Staat, einer steigenden Kriminalitätsrate, einem Rückgang der Erziehung in der Familie, zu Familien, die seit Generationen in Armut leben sowie der Entwicklung einer verstärkten Anspruchshaltung – Geld zu erhalten, ohne zu arbeiten. Das führt in weiterer Folge zu einer höheren Rate freiwilliger Arbeitslosigkeit.

Dem französischen Historiker und Politiker Alexis de Tocqueville wird folgendes Zitat zugeordnet: „Eine Demokratie kann nicht als dauerhaftes politisches System existieren. Sie kann nur so lange existieren, bis die Wähler feststellen, dass sie für sich selbst großzügige Geschenke aus der Staatskasse wählen können. Die meisten Wähler werden die Kandidaten wählen, die für immer die größten Vorteile aus den Staatsfinanzen versprechen, wobei die Demokratie wegen der lockeren Haushaltspolitik zusammenbricht. Sie wird schließlich durch die Diktatur ersetzt“. [18]

Wie das chinesische Sprichwort besagt: „Vom kargen Leben zum Luxus ist es einfach, aber zurück ist es schwierig.“ Nachdem die Menschen von der Wohlfahrt abhängig geworden sind, wird es für die Regierung schwierig, die Anzahl und die Art der Sozialleistungen zu reduzieren. Der westliche Sozialstaat ist zu einer politischen Krankheit geworden, für den Politiker und Beamte keine Lösung finden.

In den 1970er Jahren verabschiedete sich die extreme Linke von der Revolutions-Rhetorik, die das US-amerikanische Volk in Alarmbereitschaft versetzte, und ersetzte sie durch eher neutrale Begriffe wie „Liberalismus“ und „Progressivismus“. Der zweite Begriff ist für Leser, die in kommunistischen Ländern gelebt haben, nicht fremd, denn „Progress“ oder „Fortschritt“ wurde von der Kommunistischen Partei als Synonym für „Kommunismus“ verwendet. So bezog sich „progressive Bewegung“ auf die „kommunistische Bewegung“. „Progressive Intellektuelle“ bezog sich auf „Pro-Kommunisten“ oder Parteimitglieder im Untergrund.

Ob es sich nun um „Liberalismus“ oder „Progressivismus“ handelt: Im Kern sind sie gleichbedeutend mit hohen Steuern, hohen Sozialleistungen, „Big Government“, der Ablehnung von Religion, Moral und Tradition, der Verwendung von „sozialer Gerechtigkeit“ als politischer Waffe, „politischer Korrektheit“ sowie der militanten Förderung von Feminismus, Homosexualität, sexueller Perversion und ähnlichem.

Es liegt nicht in unserer Absicht, Politiker oder Einzelpersonen zu beschuldigen. Es ist in der Tat schwierig, inmitten komplexer historischer Entwicklungen korrekte Analysen und Beurteilungen vorzunehmen. Es ist klar, dass das Gespenst des Kommunismus sowohl im Osten als auch im Westen seit Beginn des 20. Jahrhunderts aktiv ist. Mit dem Erfolg der gewaltsamen Revolution im Osten wurden die westlichen Regierungen und die ganze Gesellschaft vom Kommunismus beeinflusst und rückten nach links.

Was die Vereinigten Staaten angeht, so hat die Regierung nach dem Ersten Weltkrieg, insbesondere nach der Wirtschaftskrise, eine immer stärkere sozialistische Richtung angenommen. Der „Sozialstaat“ fördert die Faulheit eines Volkes und die Abhängigkeit von der Regierung. Gleichzeitig höhlten Atheismus und Materialismus die moralische Substanz der Gesellschaft aus. Die Menschen entfernten sich von Gott und der traditionellen Moral und verloren die Fähigkeit, der Vielzahl der kommunistischen Täuschungen zu widerstehen.

4. Die Kulturrevolution im Westen

Die 1960er Jahre – ein Wendepunkt der modernen Geschichte – brachten eine beispiellose kulturelle Gegenbewegung von Ost nach West. Im Gegensatz zur Kulturrevolution der chinesischen Kommunisten schien die westliche Gegenkultur mehrere Schwerpunkte gleichzeitig zu haben – oder, besser gesagt, gar keinen Fokus zu haben.

Während des Jahrzehnts von den 1960er bis zu den 1970er Jahren hatten die zumeist jungen Teilnehmer der Gegenbewegung unterschiedliche Motive. Einige lehnten den Vietnamkrieg ab, andere kämpften für Bürgerrechte, einige setzten sich für den Feminismus ein und verurteilten das Patriarchat, und manche rangen um Rechte für Homosexuelle. Abgerundet wurde dies durch ein schillerndes Spektakel von Bewegungen gegen Tradition und Autorität, die sich für sexuelle Freiheit, Genusssucht, Drogen und Rockmusik einsetzten.

Das Ziel dieser westlichen Kulturrevolution ist es, die aufrichtige christliche Zivilisation und ihre traditionelle Kultur zu zerstören. Während es scheinbar ungeordnet und chaotisch erscheint, ist dieser internationale kulturelle Wandel auf den Kommunismus zurückzuführen.

Jugendliche Teilnehmer der Gegenkultur verehrten drei Idole als „die Drei M“ – Marx, Marcuse und Mao Tse-tung.

Herbert Marcuse war eines der wichtigsten Mitglieder der Frankfurter Schule, einer 1923 gegründeten Gruppe marxistischer Intellektueller am Institut für Sozialforschung der Goethe-Universität in Frankfurt. Ihre Gründer nutzten das Konzept der kritischen Theorie, um die westliche Zivilisation anzugreifen und den Marxismus auf den Kultursektor anzuwenden.[19]

Einer der Gründer der Schule war der ungarische Marxist György Lukács. 1919 stellte er die berühmte Frage: „Wer wird uns vor der westlichen Zivilisation retten?“ [20] Er sagte, der Westen habe sich mit Völkermorden an jeder Zivilisation und Kultur schuldig gemacht, der er begegnet sei. Die amerikanische und westliche Zivilisation, so Lukács, seien die weltweit größten Quellen von Rassismus, Sexismus, Nativismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Faschismus und Narzissmus. Es ist offensichtlich, dass die Frankfurter Schule der traditionellen Kultur des Westens feindselig gegenüber stand. Sie wollte durch die Zerstörung der Kultur die Meinungsführerschaft übernehmen und politische Macht erlangen.

1935 siedelten die Marxisten der Frankfurter Schule in die Vereinigten Staaten über und wurden an der Columbia University in New York aufgenommen. Dies gab ihnen die Möglichkeit, ihre Theorien auf amerikanischem Boden zu verbreiten. Mit Hilfe anderer linker Gelehrter korrumpierten sie mehrere Generationen amerikanischer Jugendlicher.

In seinen Theorien kombinierte Marcuse den Marxismus mit dem Freudschen Pansexualismus und führte dadurch die sexuelle Befreiungsbewegung herbei. Marcuse glaubte, dass die Unterdrückung der eigenen Natur in der kapitalistischen Gesellschaft die Befreiung und Freiheit behindere. Daher wäre es notwendig, sich allen traditionellen Religionen, traditioneller Moral, Ordnung und Autorität zu widersetzen, um die Gesellschaft in eine Utopie des grenzenlosen und mühelosen Vergnügens zu verwandeln.

Marcuses berühmtes Werk „Triebkultur und Gesellschaft“ nimmt aus zwei Gründen einen wichtigen Platz unter den zahlreichen Werken der Frankfurter Wissenschaftler ein: Erstens verbindet das Buch die Gedanken von Marx und Freud und macht aus Marx’ Kritik an Politik und Wirtschaft eine Kritik an Kultur und Psychologie. Das Buch schlägt auch Brücken zwischen den Frankfurter Theoretikern und den jungen Lesern und ermöglichte den kulturellen Aufstand der 1960er Jahre.

Marcuse schrieb: „Die Gegenkulturbewegung kann als Kulturrevolution bezeichnet werden, da der Protest gegen das gesamte kulturelle Establishment, einschließlich der Moral der bestehenden Gesellschaft, gerichtet ist. …. Eines können wir mit absoluter Sicherheit sagen: Die traditionelle Idee der Revolution und die traditionelle Strategie der Revolution ist beendet. Diese Ideen sind altmodisch. … Was wir unternehmen müssen, ist eine Art diffuser und verstreuter Zerfall des Systems.“  [21]

Nur wenige der rebellischen Jugendlichen konnten die obskuren Theorien der Frankfurter Schule verstehen, aber Marcuses Ideen waren einfach: Anti-Tradition, Anti-Autorität und Anti-Moral. Gönn’ dir Sex, Drogen und Rock’n‘Roll ohne Hemmungen. „Make love, not war.“ Solange du „Nein“ zu aller Autorität und allen gesellschaftlichen Normen sagst, nimmst du an der „edlen revolutionären Sache“ teil. Es war so einfach und leicht, ein Revolutionär zu werden – kein Wunder, dass damals so viele junge Leute davon angezogen wurden.

Es muss betont werden, dass viele rebellische Jugendliche aus eigenem Antrieb handelten, doch viele der radikalsten Studentenführer an der Spitze der Bewegung waren von ausländischen Kommunisten ausgebildet und manipuliert worden. So wurden beispielsweise die Leiter der „Students for a Democratic Society“ (SDS, Studenten für eine demokratische Gesellschaft) in Kuba ausgebildet.

Die Studentenproteste waren direkt von kommunistischen Gruppen organisiert und initiiert. Die extrem linke „Weathermen“-Fraktion spaltete sich von den „Students for a Democratic Society“ ab und kündigte in einer Erklärung von 1969 an: „Die Konflikte zwischen den revolutionären Völkern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas und den von den Vereinigten Staaten angeführten Imperialisten sind die größten Gegensätze in der heutigen Welt. Die Entwicklung dieser Konflikte fördert den Kampf der Menschen auf der ganzen Welt gegen den USA-Imperialismus und seine Lakaien.“ Diese Worte wurden von Lin Biao, dem damals zweitmächtigsten Führer des kommunistischen Chinas, geschrieben. Sie stammen aus seiner Artikelserie „Es lebe der Sieg im Volkskrieg!“ [22]

So wie die Kulturrevolution der traditionellen chinesischen Kultur einen nicht wieder gut zu machenden Schaden zugefügt hatte, verursachte die Gegenkulturbewegung in der westlichen Gesellschaft einen gewaltigen Umbruch.

Erstens wurden viele Subkulturen zur Normalität, die zuvor am untersten Rande der Gesellschaft zu finden waren oder als anormale Variationen der Mainstream-Kultur galten. Sexuelle Befreiung, Drogen und Rock ’n’ Roll erodierten schnell die moralischen Werte der Jugend und machte diese jungen Menschen zu einer passiven, zerstörerischen Kraft, die sich gegen Gott, die Tradition und die Gesellschaft stellte.

Zweitens schaffte die Gegenkulturbewegung einen Präzedenzfall für chaotischen Aktivismus und förderte ein breites Spektrum antisozialer und antiamerikanischer Denkweisen, wodurch späteren Straßenrevolutionen der Boden bereitet wurde.

Drittens: Nachdem die Jugendlichen der 1960er Jahre ihren Kampf auf der Straße beendet hatten, schrieben sie sich an Universitäten und Forschungsinstituten ein, schlossen ihre Promotionen und ihre Mastertitel ab und traten in den Mainstream der amerikanischen Gesellschaft ein. Sie brachten die marxistische Weltanschauung und ihre Werte in Bildung, Medien, Politik und Wirtschaft ein und förderten eine gewaltfreie Revolution im ganzen Land.

Seit den 1980er Jahren hat die Linke in den Mainstream-Medien, der Wissenschaft und in Hollywood weitgehend die Oberhand gewonnen und Hochburgen errichtet. Die Präsidentschaft von Ronald Reagan kehrte diesen Trend für kurze Zeit um, doch in den 1990er Jahren startete er von Neuem und erreichte in den vergangenen Jahren seinen Höhepunkt.

Fortsetzung

Quellen

[7] Quoted from “The Truth about the American Civil Liberties Union,” Congressional Record: Proceedings and Debates of the 87the Congress, 1st session. https://sites.google.com/site/heavenlybanner/aclu.
[8] M. Stanton Evans and Herbert Romerstein, “Introduction,” Stalin’s Secret Agents: The Subversion of Roosevelt’s Government (New York: Threshold Editions, 2012).
[9] Ibid.
[10] Thomas Schuman, Love Letter to America (Los Angeles: W.I.N. Almanac Panorama, 1984), pp. 21–46.
[11] Ion Mihai Pacepa, Ronald J. Rychlak, Disinformation (WND Books).
[12] Wang Tseng-tsai, Modern World History (San Min Book Co., Ltd. Taipei, 1994), pp. 324–329.
[13] Dinesh D’Souza, The Big Lie: Exposing the Nazi Roots of the American Left (Chicago: Regnery Publishing, 2017), Chapter 7.
[14] Jim Powell, FDR’s Folly: How Roosevelt and His New Deal Prolonged the Great Depression (New York: Crown Forum, 2003).
[15] Ibid., back cover.
[16] G. Edward Griffin, More Deadly than War, https://www.youtube.com/watch?v=gOa1foc5IXI.
[17] Nicholas Eberstadt, “The Great Society at 50” (American Enterprise Institute), http://www.aei.org/publication/the-great-society-at-50/. Another reference on the consequences of the United States’ high-welfare policy is a book by the same author: A Nation of Takers: America’s Entitlement Epidemic (Templeton Press, 2012).
[18] Elmer T. Peterson, “This is the Hard Core of Freedom” (The Daily Oklahoman, 1951). This quote has also been attributed to French historian Alexis de Tocqueville.
[19] William L. Lind, Chapter VI, “Further Readings on the Frankfurt School,” in William L. Lind, ed., Political Correctness: A Short History of an Ideology (Free Congress Foundation, 2004), p. 4–5. Refer to the text at: http://www.nationalists.org/pdf/political_correctness_a_short_history_of_an_ideology.pdf
[20] William S. Lind, “What is Cultural Marxism?” http://www.marylandthursdaymeeting.com/Archives/SpecialWebDocuments/Cultural.Marxism.htm
[21] Raymond V. Raehn, Chapter II, “The Historical Roots of ‘Political Correctness,’” in William L. Lind, ed., Political Correctness: A Short History of an Ideology (Free Congress Foundation, 2004), p. 10.
[22] Shen Han, Huang Feng Zhu, “The Rebel Generation: The Western student movement in the 1960s” (Refer to Lin Biao’s translated text at https://www.marxists.org/reference/archive/lin-biao/1965/09/peoples_war/ch08.htm, Lin Biao: ES LEBE DER SIEG IM VOLKSKRIEG: https://maoistdazibao.files.wordpress.com/2015/07/lin-biao-es-lebe-der-sieg-im-volkskrieg.pdf

Chinesisches Original: http://www.epochtimes.com/

Englische Version: https://www.theepochtimes.com/how-the-specter-of-communism-is-ruling-our-world

Hier die Liste der bereits veröffentlichten Kapitel: Wie der Teufel die Welt regiert

Ein kurzer Ausblick auf die Kapitel, die noch nach und nach veröffentlicht werden:
(13) Die Übernahme der Medien, der Filmindustrie (Hollywood) und des Fernsehen, Verantwortung in die Medien zurückbringen
(14) Partykultur, populäre Kultur, Woodstock, Rockmusik, Drogenmissbrauch, Pornographie, sexuelle Befreiung und Promiskuität, Homosexualität, die Hippie-Kultur, Videospiele, Online-Kultur und spirituelle Leere, die Kultur der Gewalt
(15) Islamischer Terrorismus, Ursprünge des Terrorismus, Sayyid Qutb: Der Marx des islamischen Extremismus, Unterstützung des Terrorismus durch die Kommunistische Partei Chinas, wie gewöhnliche Muslime geopfert werden, verborgene Allianz zwischen Terrorismus und der westlichen radikalen Linken
(16) Die kommunistischen Wurzeln des Umweltschutz, Grün ist das neue Rot, Öko-Terrorismus, Der Mythos des Konsenses über den Klimawandel, Das Dogma „Klimawandel“ in der Gesellschaft etablieren, Warum Umweltwissenschaftler Katastrophenszenarien vorantreiben, mediale Unterdrückung von anderen Meinungen, Politische Infiltration: Aufbau einer Weltregierung, Eine neue Religion des Anti-Humanismus
(17) Globalisierung und Kommunismus, Wirtschaftliche Globalisierung, Polarisierung des Reichtums und ermöglicht kommunistische Ideologie, Westliche Kapitalismus und die Kommunistische Partei Chinas, Politische Globalisierung, Eine Weltregierung führt zu Totalitarismus, Kulturelle Globalisierung, Export antitraditioneller Kultur durch westliche Länder, Multinationale Konzeren, Die UNO verbreitet verzerrte Werte
(18) Das Bestreben der Kommunistischen Partei Chinas, die Vereinigten Staaten zu ersetzen und die Welt zu dominieren, Weltherrschaft der KP China, Mehrstufige Strategie, Strategien des kommunistischen China für die Weltherrschaft, One Belt One Road, Great Periphery Strategy (die USA vom asiatisch-pazifischen Raum ausschließen), Teilen und Erobern in Europa um das Verhältnis mit den Vereinigten Staaten zu zerstören, Das „chinesische Modell“ zur Kolonisierung Afrikas, Vormarsch in Lateinamerika, militärische Ambitionen
(19) Zusammenfassung und Fazit