Oster-Terror in Sri Lanka: Mehr als 290 Menschen getötet, über 500 verletzt – Mehrere Festnahmen nach Anschlagserie

Epoch Times21. April 2019 Aktualisiert: 30. April 2019 17:07
Explosionen erschütterten am heutigen Ostersonntag Sri Lanka. Die radikalislamische Gruppe NTJ wird als Drahtzieher vermutet.

+++ Newsticker +++

Zahl der Anschlagsopfer in Sri Lanka steigt auf 290 – 24 Verdächtige festgenommen

Die Zahl der Anschlagsopfer in Sri Lanka ist auf rund 290 gestiegen. Ein Polizeisprecher sagte am Montag, mehr als 500 weitere Menschen seien bei der Serie von Bombenexplosionen verletzt worden. Bislang war von mindestens 207 Toten die Rede gewesen. Im Zusammenhang mit den Anschlägen seien inzwischen 24 Menschen festgenommen worden, sagte der Polizeisprecher.

Am Ostersonntag waren in dem Inselstaat Bombenanschläge auf mehrere Kirchen und Luxushotels verübt worden. Unter den Toten sind auch zahlreiche Ausländer, unter ihnen US-Bürger, Briten, Inder und Türken. Die Motive für die Taten sind noch ungeklärt.

Zu den Anschlägen bekannt sich zunächst niemand. In einem Schreiben vom 11. April an führende Sicherheitsvertreter hatte Sri Lankas Polizei vor Plänen der radikalislamischen Gruppe NTJ gewarnt, Selbstmordanschläge auf Kirchen sowie auf die indische Botschaft in Colombo zu verüben. Die NTJ soll hinter der Beschädigung buddhistischer Statuen in Sri Lanka im vergangenen Jahr stehen.

Bombe am Flughafen der Stadt Colombo entschärft

Am Flughafen der Stadt Colombo in Sri Lanka ist eine Bombe entschärft worden. Das berichtet BNO News unter Berufung auf lokale Behörden. Zuvor hatte ein Journalist von Sky News, der sich zur Zeit der Entschärfung der Bombe am Flughafen in Colombo aufhielt, über den Fall auf Twitter berichtet.

Bei der Anschlagserie in Sri Lanka am Ostersonntag kamen mindestens 215 Menschen ums Leben, knapp 450 weitere Personen wurden verletzt. Unter den Opfern sind nach aktuellen Angaben 35 Ausländer. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass auch Deutsche unter den Opfern sind. Insgesamt wurden nach Angaben lokaler Behörden 13 Personen im Zusammenhang mit den Anschlägen festgenommen.

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Nach der verheerenden Anschlagsserie auf Kirchen und Touristenhotels in Sri Lanka sind acht Menschen festgenommen worden. Bei den Verdächtigen handle es sich um Einwohner des Inselstaats, allerdings gingen die Behörden auch möglichen Verbindungen ins Ausland nach, sagte Regierungschef Ranil Wickremesinghe am Sonntag in einer Fernsehansprache. Die Polizei hatte zunächst von drei Festnahmen gesprochen.

Zugleich erklärte Wickremesinghe, es habe zuvor „Informationen“ über mögliche Angriffe gegeben. Deshalb müsse auch geklärt werden, „warum keine ausreichenden Vorkehrungen getroffen wurden“. Vorrangiges Ziel sei es jedoch zunächst, „die Terroristen zu fassen“.

Durch insgesamt acht Explosionen waren binnen weniger Stunden mehr als 200 Menschen getötet und mehr als 450 weitere Menschen verletzt worden. Drei der Anschläge galten christlichen Kirchen, in den die Gläubigen gerade die Ostermesse feierten. Die Polizei ging Hinweisen nach, dass alle Anschläge auf das Konto von Selbstmordattentätern gehen könnten.

Guterres „schockiert“ über Angriff

UN-Generalsekretär António Guterres hat bestürzt auf die Anschläge in Sri Lanka mit mehr als 200 Toten reagiert. „Der Generalsekretär ist schockiert über die terroristischen Attacken auf Kirchen und Hotels an Ostersonntag, einem heiligen Tag für Christen überall auf der Welt“, erklärte ein Sprecher in New York. Guterres verurteilte die Anschläge scharf und sprach den Familien der Opfer, dem Volk und der Regierung von Sri Lanka sein Mitgefühl aus. Er hoffe, dass die Verantwortlichen schnell zur Rechenschaft gezogen werden, hieß es weiter.

Opferzahl steigt auf über 200

Die offiziell bestätigte Zahl der Opfer bei der Anschlagsserie in Sri Lanka ist abermals gestiegen: Nach Polizeiangaben vom Sonntagabend (Ortszeit) wurden bei den acht Explosionen insgesamt mindestens 207 Menschen getötet, mehr als 450 weitere wurden demnach verletzt. Drei Verdächtige seien festgenommen worden, sagte Polizeisprecher Ruwan Gunasekera vor Journalisten in Colombo ohne nähere Angaben.

Die Ermittler gingen derzeit Hinweisen nach, dass alle Anschläge von Selbstmordattentätern ausgeführt worden seien, sagte der Sprecher weiter. An mehreren Tatorten hatten Augenzeugen berichtet, dass sich Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hätten. Gunasekera wollte diese Angaben mit Verweis auf laufende Ermittlungen aber nicht bestätigen.

Auf wessen Konto die Anschlagsserie ging, war weiter unklar. Zunächst bekannte sich niemand dazu. Ziel der Attentate waren vor allem Hotels und Kirchen in dem Inselstaat.

Mehrere Festnahmen nach Anschlagserie

Nach der Anschlagserie in Sri Lanka vom Ostersonntag mit zahlreichen Toten sind am späten Sonntagnachmittag (Ortszeit) mindestens sieben Personen festgenommen worden, die im Zusammenhang mit den Anschlägen stehen sollen. Das berichten mehrere lokale Medien übereinstimmend unter Berufung auf Behördenangaben. Weitere Details zu den festgenommenen Personen wurden zunächst nicht genannt.

Durch die insgesamt acht Explosionen kamen aktuellen Angaben zufolge mindestens 190 Menschen ums Leben, knapp 500 weitere Personen wurden verletzt. Regierungsangaben zufolge handelte es sich bei den meisten der Explosionen um Selbstmordanschläge.

Papst trauert mit den Anschlagsopfern

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In seiner Osteransprache auf dem Petersplatz hat Papst Franziskus mit großer Trauer auf die Anschlagsserie in Sri Lanka reagiert. Er sei mit „allen Opfern dieser brutalen Gewalt“, die „ausgerechnet am Ostersonntag Trauer und Schmerz gebracht“ hätten, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche kurz nach Erteilung des traditionellen Ostersegens „Urbi et Orbi“ („Der Stadt und dem Erdkreis“).

Er leide mit der christlichen Gemeinde auf Sri Lanka, die während des Gebets getroffen worden sei, sagte der Papst weiter und fügte hinzu, er bete für „alle Verletzten und diejenigen, die wegen des dramatischen Ereignisses leiden müssen“.

Bei einer Serie von Anschlägen auf vier Hotels und drei christliche Kirchen waren auf Sri Lanka rund 160 Menschen getötet worden, unter ihnen auch Dutzende Ausländer.

Polizei meldet achte Explosion in Hauptstadt

Nach der Anschlagserie in Sri Lanka am Ostersonntag mit zahlreichen Toten hat die Regierung des Inselstaats eine Ausgangssperre angekündigt. Diese soll von 18 Uhr Ortszeit (14:30 Uhr deutscher Zeit) bis Montag um 6 Uhr andauern. Zuvor hatten sich zwei weitere Explosionen ereignet.

Bei der achten Detonation des Tages in einem Vorort der Hauptstadt Colombo kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. Medienberichten zufolge handelte es sich bei diesen Toten um Polizisten. Ob bei der insgesamt achten Explosion in Dematagoda, einem weiteren Vorort der Hauptstadt, Menschen getötet wurden, war zunächst unklar.

Durch die ersten Explosionen am frühen Ostersonntag waren aktuellen Angaben zufolge mindestens 185 Menschen getötet worden. Knapp 500 weitere Personen wurden bei den Anschlägen verletzt. Die ursprüngliche Anschlagserie hatte sich gegen drei Kirchen in verschiedenen Gegenden des Inselstaats sowie drei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo gerichtet. Die Detonationen in den Kirchen ereigneten sich während der Ostermessen.

Laut Polizeiangaben fand die Anschlagserie innerhalb einer halben Stunde statt. Unter den Opfern sollen auch mehrere Ausländer sein. Ob auch Deutsche betroffen sind, konnte zunächst nicht festgestellt werden.

Weitere Explosionen – weitere Tote

Die Polizei meldete am Ostersonntag eine achte Detonation, die sich in einem Vorort im Norden der Hauptstadt Colombo ereignet habe. Zum genauen Ort der Explosion und den möglichen Opfern lagen zunächst keine Angaben vor. Zuvor waren bereits drei Kirchen und vier Hotels zum Ziel einer Anschlagsserie geworden.

Als Reaktion verhängte das Verteidigungsministerium eine zwölfstündige Ausgangssperre in dem Land. Sie solle um 18.00 Uhr (Ortszeit; 14.30 Uhr MESZ) in Kraft treten.

Bei der Anschlagsserie sind nach Angaben der Polizei in Sri Lanka über 185 Menschen getötet worden. Regierungschef Ranil Wickremesinghe sprach von „feigen Angriffen“.

Weitere Tote bei neuer Explosion in Hotel

Die Serie tödlicher Explosionen in Sri Lanka reißt nicht ab: In einem Hotel in Dehiwala, einem Vorort der Hauptstadt Colombo, wurden bei einer Detonation am Sonntag mindestens zwei Menschen getötet, wie die Polizei mitteilte. Das Hotel war das siebte Ziel der Anschlagsserie. Zuvor waren bereits drei Kirchen und drei andere Hotels von Detonationen erschüttert worden, dabei waren nach Polizeiangaben mindestens 185 Menschen getötet worden.

Die mutmaßlichen Bombenexplosionen richteten große Verwüstung an. Nach einem Besuch an drei Anschlagsorten erklärte Wirtschaftsminister Harsha de Silva: „Ich habe überall Leichenteile verstreut gesehen.“ Es habe „viele Opfer einschließlich Ausländern“ gegeben. Er rief die Bürger auf, zuhause zu bleiben.

Auch die Botschaften westlicher Staaten riefen ihre Bürger in Sri Lanka auf, Schutz zu suchen. Die Fluglinie Sri Lanka Airlines bat die Passagiere, bei Abflügen aus Colombo mindestens vier Stunden vor dem Start einzutreffen, da die Sicherheitsvorkehrungen stark verschärft seien.

Ein AFP-Fotograf besuchte das Luxushotel Shangri-La, wo es ebenfalls eine Explosion gegeben hatte. Das Restaurant im zweiten Stock des Komplexes war weitgehend zerstört, Teile der Decke waren herabgestürzt, die Fenster waren geborsten.

Steinmeier „fassungslos und voller Entsetzen“

Nach der Anschlagserie in Sri Lanka am Ostersonntag mit zahlreichen Toten hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem Präsidenten des Inselstaats, Maithripala Sirisena, kondoliert.

„Fassungslos und voller Entsetzen verfolge ich die schrecklichen Nachrichten über die feigen Terroranschläge in Sri Lanka, bei denen so viele unschuldige Menschen den Tod fanden und viele mehr verletzt wurden“, schrieb Steinmeier am Sonntagvormittag. Besonders niederträchtig sei, dass zahlreiche friedlich Betende in Gotteshäusern am Ostersonntag Ziel dieser „hinterhältigen Angriffe“ wurden.

Deutschland steht an Ihrer Seite in der Entschlossenheit, dem menschenverachtenden Terror entgegenzutreten“, so Steinmeier weiter.

Der Bundespräsident übermittelte seine Anteilnahme. „Den Verletzten wünsche ich Kraft und schnelle Genesung. Meine Gedanken sind auch bei den Hinterbliebenen und Freunden der Opfer und den Helfern vor Ort“, fügte er hinzu.

Merkel: „Wir beten für die Verletzten und Familien“

Bei einer mutmaßlichen Anschlagsserie auf Hotels und christliche Kirchen sind am Ostersonntag in Sri Lanka mindestens 156 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien auch 35 Ausländer, sagte ein Polizeivertreter der Nachrichtenagentur AFP. Betroffen waren drei Luxushotels und eine Kirche in der Hauptstadt Colombo sowie zwei weitere Kirchen unweit von Colombo und im Osten des Landes. Regierungschef Ranil Wickremesinghe sprach von „feigen Angriffen“.

Mindestens 64 Menschen wurden laut dem Polizeivertreter bei Explosionen in drei Luxushotels und einer Kirche in Colombo getötet. Mindestens 67 weitere starben in einer Kirche des nahe von Colombo gelegenen Orts Negombo. 25 weitere wurden in einer Kirche in Batticaloa im Osten des Landes getötet. Mehr als 300 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwebten in Lebensgefahr. Die Explosionen erschütterten die drei Kirchen, während die Gläubigen die Ostermesse feierte.

Unter den Todesopfern waren nach Krankenhausangaben US-Bürger, Briten und Niederländer. Ob auch Deutsche darunter waren, versuche die Botschaft in Sri Lanka „mit Hochdruck“ aufzuklären, erklärte Außenminister Heiko Maas (SPD).

Offiziell bestätigt wurde zunächst nicht, dass es sich um Anschläge handelte. Regierungschef Wickremesinghe rief die Bevölkerung über Twitter auf, „geeint und stark“ zu bleiben und keine Falschmeldungen oder Spekulationen zu verbreiten. Die Regierung unternehme alles, um die Lage in den Griff zu bekommen. Präsident Maithripala Sirisena rief ebenfalls zur Ruhe auf. Die Regierung berief eine Krisensitzung ein.

„Bitte kommt und helft, solltet ihr Angehörige hier haben“

Die ersten Explosionen wurden in den Kirchen St. Antonius in Colombo und St. Sebastian in Negombo gemeldet. Auf der Facebook-Seite der Kirche St. Sebastian war von einem Bombenangriff die Rede. „Bitte kommt und helft, solltet ihr Angehörige hier haben“, hieß es dort.

Kurze Zeit später berichtete die Polizei von weiteren Explosionen in drei Luxushotels von Colombo und einer dritten Kirche in Batticaloa. Eines der Hotels, das Cinnamon Grand Hotel, liegt in der Nähe der Residenz des Regierungschefs. Dort wurde nach Angaben eines Hotelmitarbeiters ein Mensch bei einer Detonation im Restaurant getötet. Laut Auswärtigem Amt sind möglicherweise auch das Shangri La und das Kingsbury Hotel betroffen.

Die Hintergründe der Explosionen waren zunächst unklar. In einem Schreiben vom 11. April an führende Sicherheitsvertreter hatte Polizeichef Jayasundara jedoch vor Plänen der radikalislamischen Gruppe NTJ gewarnt, Selbstmordanschläge auf Kirchen sowie auf das Indische Hochkommissariat (Botschaft) in Colombo zu verüben. Er berief sich dabei auf Informationen eines „ausländischen Geheimdiensts“. Die NTJ war im vergangenen Jahr durch die Beschädigung buddhistischer Statuen in Sri Lanka bekannt geworden.

Nur sechs Prozent im mehrheitlich buddhistischen Sri Lanka sind Katholiken. Zu ihnen gehören Mitglieder der tamilischen Minderheit und der singhalesischen Mehrheit.

Kanzlerin Merkel entsetzt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reagierte entsetzt „über die Nachricht, dass Christen auf Sri Lanka während der Ostermessen angegriffen und getötet wurden“. Wie sie über ihren Sprecher Steffen Seibert erklären ließ, trauere die Regierung um die Opfer. „Wir beten für die Verletzten und Familien. Terrorismus, religiöser Hass und Intoleranz dürfen nicht siegen.“

Maas erklärte, „diese niederträchtige Tat richtete sich offenbar gezielt gegen Menschen, die sich am Ostersonntag in der Kirchen dem Gebet und der Besinnung widmeten, sowie gegen Reisende“.

Deutsche, die sich in Sri Lanka aufhalten, sollten sich von den Anschlagsorten fernhalten und den Anweisungen der Behörden Folge leisten, erklärte Maas. Das Auswärtige Amt richtete demnach einen Krisenstab ein. Besorgte Angehörige können sich unter der Telefonnummer 030-50000 melden.

Das Auswärtige Amt rief in seinen aktualisierten Sicherheitshinweisen alle Reisende dazu auf, die Anschlagsorte weiträumig zu meiden, die lokalen Medien zu verfolgen, engen Kontakt zu Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu halten und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten. Mit weitreichenden Sicherheitsmaßnahmen wie Absperrungen, aber auch Einschränkungen im Flugverkehr und verstärkten Kontrollen vor dem Betreten des Flughafengebäudes und dem Abflug sei zu rechnen.

Maas nennt Tat „niederträchtig“

„Wir sind bestürzt über die entsetzlichen Anschläge auf Sri Lanka und verurteilen sie aufs Schärfste“, erklärt Deutschlands Außenminister Heiko Maas in einer Presseerklärung.

„Diese niederträchtige Tat richtete sich offenbar gezielt gegen Menschen, die sich am Ostersonntag in den Kirchen dem Gebet und der Besinnung widmeten, sowie gegen Reisende. Nichts kann die Ermordung unschuldiger Menschen rechtfertigen“, so der Außenminister weiter.

Die Zahl der Toten stieg auf mindestens 156, heißt es seitens der Polizei. Darunter sind demnach 35 Ausländer.

Die Anschläge in Sri Lanka machten fassungslos, schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas auf Twitter.

Das Auswärtige Amt ruft Urlauber in Sri Lanka dazu auf, sich bei Freunden und Verwandten zu melden.

AFP meldet, Sri Lankas Polizeichef Pujuth Jayasundara habe vor zehn Tagen vor möglichen Selbstmordanschlägen auf Kirchen und das Indische Hochkommissariat durch die radikalislamische Gruppe NTJ gewarnt. Er habe sich dabei auf Informationen eines „ausländischen Geheimdiensts“ berufen.

Premierminister Ranil Wickremesinghe ruft dazu auf, keine unbestätigten Berichte oder Spekulationen zu verbreiten.

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, zeigt sich in einer Twitter-Nachricht erschüttert.

Hintergründe

Bei einer Serie von Explosionen in Hotels und Kirchen in Sri Lanka sind am Ostersonntag mindestens 137 Menschen getötet worden. Dies sagte ein Polizist der Nachrichtenagentur AFP. Hunderte weitere wurden nach Angaben von Krankenhausmitarbeitern verletzt. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Toten noch weiter steigen könnte. Regierungschef Ranil Wickremesinghe sprach von „feigen Angriffen“.

Zehn Tage zuvor hatte Sri Lankas Polizeichef Pujuth Jayasundara vor möglichen Selbstmordanschlägen auf Kirchen und des Indischen Hochkommissariats durch die radikalislamische Gruppe NTJ gewarnt. Er berief sich dabei auf Informationen eines „ausländischen Geheimdiensts“.

Mindestens ein Mensch wurde bei einer Explosion im Restaurant des Cinnamon Grand Hotel getötet, wie ein Mitarbeiter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Das Hotel liegt in der Nähe der Residenz des Regierungschefs.

Expositionen in Kirchen während Ostermessen

Die Detonationen in den Kirchen sollen sich Medienberichten zufolge während der Ostermessen ereignet haben. Laut Polizeiangaben ereignete sich die Anschlagserie innerhalb einer halben Stunde. Unter den Opfern sollen auch mehrere Ausländer sein.

Mindestens 45 Menschen wurden laut dem Polizeivertreter bei den Anschlägen auf drei Luxushotels und eine Kirche in Colombo getötet. Mindestens 67 weitere starben in einer Kirche des nahe von Colombo gelegenen Orts Negombo. 25 weitere wurden in einer Kirche in Batticaloa im Osten des Landes getötet. Die Krankenhäuser berichteten von hunderten Verletzten.

Mindestens 160 Verletzte wurden aus St. Antonius ins Krankenhaus gebracht. Ein Vertreter des Krankenhauses in Batticaloa sprach von über 300 Verletzten. Auf der Facebook-Seite der Kirche St. Sebastian war von einem Bombenanschlag die Rede. „Bitte kommt und helft, solltet ihr Angehörige hier haben“, hieß es dort.

Bundesregierung entsetzt über Anschläge

Die Bundesregierung reagierte schockiert auf die Anschläge: „Entsetzen über die Nachricht, dass Christen auf Sri Lanka während der Ostermessen angegriffen und getötet wurden“, schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntagmorgen auf Twitter. „Wir trauern um sie und beten für die Verletzten und Familien. Terrorismus, religiöser Hass und Intoleranz dürfen nicht siegen.“

Die genauen Hintergründe der Attentate waren zunächst unklar. Zu den Anschlägen bekannte sich bislang niemand.

Nur sechs Prozent im mehrheitlich buddhistischen Sri Lanka sind Katholiken. Zu ihnen gehören Mitglieder der tamilischen Minderheit und der singhalesischen Mehrheit. 9,7 Prozent der Bevölkerung sind laut dem Auswärtigen Amt Muslime. (afp/dts/dpa)