Papst Franziskus über Sklavenarbeit: „Einkaufen ist nicht nur ein ökonomischer, sondern immer auch ein moralischer Akt“

Epoch Times12. Dezember 2014 Aktualisiert: 12. Dezember 2014 16:00

Papst Franziskus sprach über Menschenhandel und Sklavenarbeit und richtete einige ernsthafte Worte an Verbraucher und Unternehmer. Er sagte, dass die Menschen keine Produkte kaufen, produzieren oder vertreiben sollten, die von "modernen Sklaven" hergestellt wurden, unabhängig davon wie viel man dabei sparen könne.

"Dieses abscheuliche Phänomen, welches die Grundrechte anderer verletzt und zur Unterdrückung ihrer Freiheit und Würde beiträgt, nimmt viele Formen an," sagte Franziskus. "Ich möchte darüber sprechen, nach den Worten Gottes handeln und alle Männer und Frauen wie Brüder und Schwestern und nicht wie Sklaven behandeln."

Diese Nachricht waren Teil der jährlichen Friedensbotschaft des Papstes. In diesem Jahr konzentrierte sich seine Rede auf die schätzungsweise 36 Millionen Menschen weltweit immer noch in Sklaverei leben. Er betonte, dass die Regierungen mehr gegen die "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" tun müssen. Der Menschenhandel soll mittels Einführung von strengen Gesetzen und Richtlinien beendet und die Opfer geschützt werden.

Der Papst betonte aber auch, dass Unternehmen darauf achten müssen, keine Geschäfte mit Handelsketten zu machen, die Menschen als Sklavenarbeiter benutzen. 

"Unternehmen sind verpflichtet, ihren Angestellten würdige Arbeitsbedingungen und angemessene Gehälter zu gewährleisten. Sie müssen auch darauf achten, dass Formen von Sklaverei und Menschenhandel nicht den Weg in die Vertriebskette finden", sagte er.

Franziskus argumentierte, dass es aber nicht nur eine Entscheidung von Politikern und Unternehmer wäre, die Sklaverei auszumerzen. Auch die Verbrauchter tragen Mitschuld an der Fortsetzung der Zwangsarbeit und dem Menschenhandel. Vor allem jetzt, in der Vorweihnachtszeit, wo exzessiv eingekauft wird. 

"Einkaufen ist nicht nur ein ökonomischer, sondern immer auch ein moralischer Akt", so der Papst.

Bei einer Vatikan-Konferenz im Juni sagte Franziskus: "Es wird immer unerträglicher, dass die Finanzmärkte das Schicksal der Völker diktieren anstatt deren Bedürfnisse zu stillen, oder dass einige Individuen immensen Reichtum mittels Finanzspekulationen anhäufen, während die vielen anderen zutiefst besorgt über die Folgen dessen sind".

In der Vorweihnachtszeit, und dem damit verbundenen Kaufrausch, können die Worte des Papstes als Hinweis dienen, sich auf den wirklichen Grund warum wir Weihnachten feiern, zu besinnen. (so) 

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