Pentagon-Chef Mattis stellt neue Vernichtungstaktik vor: IS-Kämpfer gnadenlos „ausradieren“

Von 30. Mai 2017 Aktualisiert: 31. Mai 2017 9:06
Alle IS-Kämpfer sollen ausradiert werden – so lautet die neue Taktik der USA. US-Verteidigungsminister James Mattis will keine Gnade mehr walten lassen und nimmt dabei auch zivile Opfer in Kauf.

Die USA wollen eine neue Taktik im Kampf gegen die Dschichadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anwenden. Anstatt die IS-Kämpfer zu zermürben, sollen sie „ausradiert“ werden. Und das sowohl physisch auf ihrem Territorium als auch im Cyberspace.

Im Interview mit dem Fernsehsender CBS erklärte der US-Verteidigungsminister James Mattis am Sonntag: „Unsere Absicht ist, dass ausländische Kämpfer die Gefechte nicht überleben und so auch nicht in ihre Heimat nach Europa, Amerika, Asien oder Afrika zurückkehren können. […] Wir werden sie vor Ort stoppen und das Kalifat zerlegen“, so Mattis laut  „The Guardian“.

Die Ankündigung ist eine Antwort auf den Selbstmordanschlag bei dem Pop-Konzert von Ariana Grande in Manchester am 22. Mai, bei dem 22 Menschen getötet wurden.

„Der IS ist eine Gefahr für alle zivilisierten Nationen“, so der Ex-General weiter. „Wir haben deshalb bereits unsere Zermürbungstaktik umgestellt, bei der wir die Kämpfer im Irak und Syrien von einer Position zur nächsten gedrängt hatten – hin zu einer Vernichtungstaktik, bei der wir sie umzingeln“, so Mattis.

Die Kämpfer sollen keine Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen, zu sammeln und mit neuer Kraft wieder zuzuschlagen. Außerdem: Je kleiner die Gruppe, desto schwieriger ist es, sie zu bekämpfen.

„Wir werden ihnen ihr Gefühl der Unbesiegbarkeit in diesem physischen Kalifat nehmen. Das ist nur die erste Phase“, so Mattis.

Mattis: „Virtuelles Kalifat“ soll zerstört werden

Mattis äußerte sich auch zum „virtuellen Kalifat“ – dem Internet: „Wir müssen ihren Rekrutierungsfluss trocken legen. Wir müssen ihre Geldquellen austrocknen. Unser Vorgehen dabei: Wir wollen sie demütigen, sie von jedem Staat trennen, der sie beschützt, und ihre Botschaft des Hasses und der Gewalt demütigen. Jeder, der Frauen und Kinder umbringt, ist nicht fromm. Sie können sich nicht ein falsches religiöses Gewand anlegen und sagen, dass diese Botschaft Würde besitzt“, so der Verteidigungsminister weiter.

„Zivile Opfer sind eine Tatsache“

Auf die Frage, ob ein solches Vorgehen nicht zu viele zivile Opfer mit sich bringen könnte, meinte Mattis laut der „KRONE“: „Zivile Opfer sind eine Tatsache in einer solchen Situation. Wir tun jedoch alles Menschenmögliche in Hinsicht auf die militärische Notwendigkeit, zivile Opfer zu vermeiden“.

Weiter sagte er: „Die amerikanische Bevölkerung und das amerikanische Militär wird sich niemals an zivile Opfer gewöhnen. Und wir werden in jeder Hinsicht dagegen kämpfen, indem wir unsere Nachrichtendienste und unsere Taktik anwenden“.

Der IS erlaube Zivilisten nicht, die angegriffenen Städte zu verlassen. Aus diesem Grund werde das US-Militär sein Bestes tun, um zivile Opfer zu vermeiden.

Erfolge im Kampf gegen die Terrormiliz machten sich bereits bemerkbar, denn kein Fleckchen Erde, das der IS verloren habe, hätte es wieder zurückerobern können. „Das zeigt die Effektivität von dem, was wir tun“, so der Verteidigungsminister laut „KRONE“.

„Mad Dog“ bereitet anderen schlaflose Nächte

James Mattis, der sich wegen seiner aggressiven Taktiken den Spitznamen „Mad Dog“ (verrückter Hund) eingefahren hat, wurde im Interview gefragt, was ihm schlaflose Nächte bereiten würde. „Nichts“, war seine Antwort. „Ich bereite anderen Menschen schlaflose Nächte“.

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