PKK-Chef Cemil BayikFoto: BULENT KILIC/Getty Images

PKK-Chef erhebt schwere Vorwürfe: „Erdogan ist der eigentliche IS-Chef“

Epoch Times18. Januar 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 15:05
Der Chef der kurdischen Arbeiterpartei PKK wirft Erdogan vor, "intensive Beziehungen" zur Terrororganisation Islamischer Staat zu pflegen. Der türkische Präsident sei der wahre "Kalif" der Dschihadisten-Miliz.

"Der eigentliche Kalif ist nicht Abu Bakr al-Bagdadi – Chef des IS -, sondern Erdogan!" Dies sagte der Chef kurdischen Arbeiterpartei PKK im Gespräch mit der "Zeit".

Demnach stehe die türkische Regierung unter Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan in "intensiver Beziehung" zur Terrormiliz Islamischer Staat (Daesh, IS).

"Innerhalb des IS und der Freien Syrischen Armee gibt es türkische Spezialeinheiten. Das sind inoffizielle Kräfte, nirgends registriert. Sie kämpfen gegen uns. Einen Krieg mit regulären Streitkräften kann die Türkei nicht mehr gegen uns führen, aber mit diesen Einheiten schon", sagt der PKK-Chef Cemil Bayik zur Zeitung.

Dies sind schwere Anschuldigungen gegenüber dem Erdogan-Regime: Bayik sei sich dessen bewusst, aber es wäre die Wahrheit versichert der PKK-Chef der "Zeit". "Wir haben es nicht nötig, Propaganda zu betreiben. Die AKP hat nicht das Ziel, eine Lösung mit uns zu finden."

Die Türkei steht schon seit Monaten in der Kritik, in Öl-Geschäfte mit dem Islamischen Staat verwickelt zu sein. Darüber hinaus gibt es Vorwürfe – die von investigativen Journalisten mit Beweisen untermauert wurden -, dass die türkisch-syrische Grenze für IS-Kämpfer an mehreren Stellen durchlässig ist. 

Auch das Nichteingreifen der Türkei beim Kampf um Kobane Ende 2014, brachte dem Nato-Partner internationale Kritik ein.

PKK legt Türkei Verhandlungsvorschlag vor  

Über die angeblichen Friedensgespräche zwischen der Türkei und der PKK sagte Bayik: Die Verhandlungen der PKK über einen Friedensprozess mit der Türkei seien "einseitig". Jedoch würden es die Anführer, der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei, nicht bereuen diesen Weg eingeschlagen zu haben.

Der PKK-Befehlshaber Abdullah Öcalan habe einen Verhandlungsentwurf vorbereitet sagt Bayik der "Zeit": "Wir haben die Regierung um eine Einschätzung dieses Vorschlags gebeten. Wenn die türkische Regierung diesen Vorschlag nicht akzeptiert, werten wir dies als Kriegsvorbereitung. Das akzeptieren wir nicht." (so)

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