Provokation? Ukraine sprengt Stromtrassen – Totaler Stromausfall auf der Krim

Auf der gesamten Krim herrscht Stromausfall. Sonntag Morgen hat die Ukraine zwei weitere wichtige Strommasten gesprengt.
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Foto: David Ramos/Getty Images
Epoch Times22. November 2015

Die Ukraine hat Sonntag Morgen zwei Stromleitungen zur Halbinsel Krim außer Gefecht gesetzt. Die Behörden auf der Krim, die im Frühjahr 2014 von Russland annektiert wurde, riefen sogleich den Notstand aus: totaler Stromausfall auf der Krim. Ilja Kiwa vom ukrainischen Innenministerium ließ am frühen Sonntagmorgen auf Facebook verlauten: "Die Masten sind gerade gesprengt worden!" Die beiden anderen wichtigsten Stromleitungen aus der Ukraine seien bereits in der Nacht zu Freitag offenbar mit Sprengsätzen oder durch Beschuss gefällt worden, erklärte der ukrainische Energiekonzern Ukrenergo.

Krim versorgt sich komplett mit Energie aus der Ukraine

Das russische Ministerium für Katastrophenschutz auf der ukrainischen Halbinsel erklärte, wie Focus berichtet, Krankenhäuser und andere wichtige Gebäude sowie Teile der Städte Simferopol, Jalta und Saki würden nun durch Generatoren mit Strom versorgt. Insgesamt sind 1,9 der 2,3 Millionen Einwohner der Halbinsel von dem Stromausfall betroffen. Die Krim ist hinsichtlich der Stromversorgung nahezu vollständig auf die Ukraine angewiesen: Eine Festlandverbindung zu Russland wird derzeit gebaut, kann aber nicht vor Ende des Jahres in Betrieb genommen werden.

Der Nachrichtenagentur Tass zufolge sagte der Vizeministerpräsident der Krim, Michail Scheremet, die Halbinsel könne bestenfalls die Hälfte ihres Strombedarfs durch Dieselgeneratoren und Wind- und Solarkraft decken. (dts/kf)



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