Wladimir PutinFoto: Alexander Aksakov/Getty Images

Putin beschuldigt die USA die Flüchtlingsströme in Europa zu verursachen

Epoch Times1. August 2015 Aktualisiert: 1. August 2015 11:25
Putin hat ungewöhnlich deutlich den Verursacher für das Flüchtlingsproblem benannt: "Diese Entscheidungen wurden jenseits des Ozeans getroffen worden, aber Europa ist mit dem Problem konfrontiert.“

Erstmals wurde ein Teil des Interview, das Putin im Westschweizer Fernsehen am 27. Juli gab, auf compakt und in deutsch veröffentlicht. Hier einige Originalpassagen daraus.

"Frage: Wird jetzt und heute ein neuer Krieg in Europa möglich sein?

W. Putin: Ich hoffe, dass es keinen geben wird. Aber bei alledem wollte man sehr, dass Europa eine größere Unabhängigkeit und Souveränität zeige und in der Lage wäre, seine nationalen Interessen zu verteidigen, die Interessen seiner Völker und seiner Länder …

Frage: Sie redeten darüber, dass man wollte, dass Europa unabhängiger wäre. Zum Beispiel, was Frankreich betrifft, was jene Zeiten anbelangt, als die Zeit von De Gaulle und Mitterand war. Wie stehen Sie jetzt dazu, was in dieser Beziehung geschieht?

W. Putin: Ich schließe gleichwohl die vorige Frage ab. Alle unsere Handlungen auf der Ebene der strategischen Abwehr befinden sich im vollen Einklang mit den internationalen Verpflichtungen Russlands, mitunter auch im Rahmen des Abkommens mit den Vereinigten Staaten über strategische Waffen.

Jetzt über die Souveränität. Eine Mitgliedschaft in jedweder militärpolitischen Organisation, einem militärpolitischen Block ist mit einem freiwilligen Verzicht auf einen bestimmten Teil der Souveränität verbunden. Ich denke, dass Frankreich zu seiner Zeit aus der Militärorganisation der NATO mit Rücksicht auf die Erhaltung der Souveränität in ausgedehnterem Maße, in dem das im Rahmen eines Militärblocks möglich ist, ausgetreten ist. Die Außenpolitik der europäischen Länder zu analysieren ist nicht unsere Sache. Aber Sie pflichten wohl bei, wenn wir die innereuropäischen Angelegenheiten mit unseren europäischen Partnern in Washington besprechen müssen, dann ist das nicht sehr anregend. ..

W. Putin: … Schauen Sie, gerade stößt Europa auf ein konkretes Problem, auf das Problem des Zustroms von Emigranten. Aber hat denn Europa die Entscheidungen getroffen, welche im Endeffekt zu dieser Situation geführt haben? Man muß offen und ehrlich sein: diese Entscheidungen wurden jenseits des Ozeans getroffen, aber Europa ist mit dem Problem konfrontiert.

Frage: Sie wollen sagen, die USA.

W. Putin: Selbstverständlich." (ks)

Weitere Nachrichten zu diesem Thema: 

https://www.epochtimes.de/welt/schlepper-mafia-verdient-milliarden-12000-euro-fuer-die-flucht-nach-europa-migranten-a1264943.html

https://www.epochtimes.de/welt/500000-ukrainische-migranten-bringen-polen-in-bedraengnis-upa-anhaenger-verbreiten-kriegsstimmung-a1264645.html

https://www.epochtimes.de/welt/usa-bezahlt-schlepper-das-sagt-oesterreichs-geheimdienst-ueber-fluechtlinge-a1259590.html

https://www.epochtimes.de/deutschland/politik/kretschmann-will-fluechtlinge-aus-dem-balkan-schneller-abschieben-a1264886.html

https://www.epochtimes.de/deutschland/georg-restles-asyl-kommentar-zeigt-meinungsfreiheit-gibts-nicht-mehr-a1264673.html



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion