Russlands Präsident Wladimir Putin (r) schüttelt Hände mit seinem syrischen Amtskollegen Baschar al-Assad (l) während einer Sitzung im Kreml in Moskau am 20. Oktober 2015.Foto: ALEXEY Druzhinin / AFP / Getty Images

Putin empfängt Assad in Sotschi: „Syrien nähert sich finalem Sieg über die Terroristen – Flüchtlinge können zurückkehren“

Epoch Times21. November 2017 Aktualisiert: 21. November 2017 9:03
Russlands Präsident Wladimir Putin geht von einem baldigen Ende des Militäreinsatzes in Syrien aus. "Der Militäreinsatz kommt jetzt tatsächlich zu einem Ende", sagte Putin laut Kreml. Zudem könnten die geflohene Zivilisten nun wieder in die von den Terroristen befreiten Gebiete zurückkehren.

Kurz vor dem Gipfeltreffen der Türkei, Russlands und des Iran zum Syrien-Konflikt hat Russlands Präsident Wladimir Putin nach Angaben des Kreml den syrischen Staatschef Baschar al-Assad in Sotschi empfangen.

Assad sei am Montagabend mit Putin zusammengekommen, der syrische Präsident habe sich zu einem Arbeitsbesuch in Russland aufgehalten, teilte der Kreml am Dienstag mit.

Putin habe Assad für die „Ergebnisse im Kampf gegen Terrorgruppen gratuliert“, hieß es. Syrien nähere sich dem „finalen, unvermeidbaren Sieg über die Terroristen“. Putin geht auch von einem baldigen Ende des Militäreinsatzes in Syrien aus. „Der Militäreinsatz kommt jetzt tatsächlich zu einem Ende“, so der Präsident. Nun gehe es darum, politische Prozesse einzuleiten.

Flüchtlinge können Heim kehren

Putin sagte in auch, er sei erfreut, die Bereitschaft von Assad zu sehen, mit jedem zusammenzuarbeiten, der bereit sei, Frieden aufzubauen und Lösungen zu finden. Bislang seien große Erfolge erzielt worden, sowohl auf dem Schlachtfeld als auch auf politischem Gebiet. Viele Gebiete in Syrien seien von Terroristen befreit worden, und geflohene Zivilisten könnten nun zurückkehren.

Assad erklärte nach Angaben des syrischen Präsidentenbüros, der Krieg gegen den Terror habe in Syrien wichtige humanitäre, militärische und politische Ergebnisse erzielt. Viele Gebiete seien wieder sicher. Er danke den russischen Soldaten und sei sehr glücklich, sie auf syrischem Boden zu wissen. Russland fliegt auf Bitten der Regierung seit mehr als zwei Jahren Luftangriffe in dem Kriegsland.

Treffen mit Putin, Erdogan und Ruhani

Russlands Staatschef empfängt am Mittwoch in der Schwarzmeerstadt Sotschi den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und den iranischen Staatschef Hassan Ruhani zu Gesprächen über den Syrien-Konflikt.

Russland, die Türkei und der Iran bemühen sich seit Jahresbeginn gemeinsam um eine Deeskalation im syrischen Krieg, in dem seit März 2011 mehr als 330.000 Menschen getötet wurden. Bei einer Reihe von Gesprächen im kasachischen Astana wurde die Einrichtung sogenannter Deeskalationszonen vereinbart, in denen regionale Waffenruhen zwischen Rebellen und Regierungstruppen gelten.

Während Russland und der Iran Assad unterstützen, steht die Türkei auf Seiten der Rebellen. Seit vergangenem Jahr haben sich die Türkei und Russland aber deutlich angenähert, und Putin und Erdogan treffen sich regelmäßig zu Gesprächen. Für die Türkei liegt die Priorität in Syrien auch nicht mehr auf dem Sturz Assads, sondern auf einem Zurückdrängen der Kurden. (afp/dpa)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion