Putins Warnung an westliche Nationen: „Ohne moralische Werte verlieren Menschen ihre Würde“

Von 5. Februar 2017 Aktualisiert: 6. Februar 2017 16:48
Aus aktuellem Anlass ein Rückblick auf eine wichtige Putin-Rede: "Ohne moralische Werte (...) die sich Jahrtausende lang (...) entwickelt haben, werden die Menschen unvermeidlich ihre Menschenwürde verlieren."

Vor wenigen Tagen hatte US-Präsident Trump erklärt, universelle Werte und Glaubensfreiheit gegen Terror „und andere vielseitige Bedrohungen“ verteidigen zu wollen – auch wurde ein entsprechender Entwurf seines Regierungsteams geleakt. „Wir alle sind vereint im Glauben an unseren Schöpfer“, hatte Trump gesagt – und meinte dies global.

Bereits 2013 legte der russische Präsident Wladimir Putin dar, warum Staaten ihre nationale Identität verlieren, wenn sie die Grundwerte der westlichen Zivilisation ablehnen.

Auf dem Treffen des Valdai-Forums am 19. September 2013 sprach der Präsident Vladimir Putin auch über den europäischen Zerfall der Kulturen, doch in den westlichen Medien wurde nur wenig darüber berichtet. Hier der entsprechende Ausschnitt aus seiner Rede mit deutscher Übersetzung (siehe Video).

Der moralische Zerfall der Kultur beginnt bei der Verneinung christlicher Werte

„Wir sehen, dass viele euro-atlantische Staaten einen Weg eingeschlagen haben, auf dem sie ihre eigenen Wurzeln verneinen bzw. ablehnen, einschließlich der christlichen Wurzeln, welche die Grundlage der westlichen Zivilisation bilden.

In diesen Staaten werden moralische Grundlagen und jede traditionelle Identität verneint. Nationale, religiöse, kulturelle oder sogar geschlechtliche Identitäten werden verneint bzw. relativiert.

Dort wird Politik gemacht, die eine kinderreiche Familie mit homosexueller Partnerschaft (juristisch) gleichsetzt, sie setzt den Glauben an Gott mit dem Glauben an Satan gleich.

Die Exzesse bzw. Übertreibungen der politischen Korrektheit in diesen Ländern führen dazu, dass sogar bei jenen Parteien die Legitimitätsfrage ganz seriös gestellt wird, welche Pädophilie propagieren.

Die Menschen in vielen europäischen Staaten schämen sich und haben regelrecht Angst, offen über ihre religiöse Zugehörigkeit zu sprechen.

Es werden in Europa christliche Feiertage und Feste abgeschafft, oder sie werden neutral umbenannt, als würde man sich für diese christlichen Feste schämen. Damit versteckt oder verheimlicht man den tieferen moralischen Wert von diesen Festen.

Und dieses Modell versuchen diese Staaten aggressiv den anderen Ländern weltweit aufzuzwingen. Ich bin zutiefst überzeugt, dass das der direkte Weg zur Degradierung und Pri­mi­ti­vi­sie­rung ist. Das führt zu tieferen demographischen und moralischen Krisen im Westen.

Was kann denn der bessere Beleg für moralische Krisen einer menschlichen Gesellschaft sein, als das Verlorengehen ihrer Reproduktionsfunktion?

Und heute können beinah alle „entwickelte“ westliche Länder sich nicht reproduktiv erhalten. Und das sogar trotz Hilfe der Migranten.

Ohne moralische Werte, die im Christentum und in anderen Weltreligionen begründet liegen, ohne Normen und moralische Werte, die sich Jahrtausende lang formiert und entwickelt haben, werden die Menschen unvermeidlich ihre Menschenwürde verlieren.

Und wir halten es für richtig und für natürlich, diese moralischen Werte zu verteidigen und zu wahren.

Man muss das Recht auf Selbstbestimmung einer jeden Minderheit respektieren, aber auch das Recht der Mehrheit kann und darf nicht angezweifelt werden!

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Gleichzeitig mit diesem Prozess auf nationaler Ebene (im Westen) beobachten wir auf internationaler Ebene die Versuche, das unipolare, unifizierte Modell der Welt zu begründen, Institutionen des internationalen Rechts und nationaler Souveränität zu relativieren und aufzuheben. In einer solchen Welt ist kein Platz für souveräne Staaten. Eine solche Welt braucht nur Versallen.

Aus historischer Perspektive würde eine solche unipolare Welt das Aufgeben der eigenen Identität und der von Gott geschaffenen Vielfältigkeit bedeuten.

Russland wird mit denen sein, die dafür eintreten, dass wichtige globale Entscheidungen auf kollektiver Grundlage getroffen werden müssen und nicht im Interesse nur eines Staates oder einer Gruppe von Staaten…“

Alexander Lukaschenko, Präsident von Weißrussland

Ebenfalls im Juli 2013 gibt es zum gleichen Thema ein Statement des Präsidenten von Weißrussland, Alexander Lukaschenko.

„In letzter Zeit beobachten wir die Verschärfung der Krise der westlichen Zivilisation. Es ist nicht nur einfach eine schwere wirtschaftliche und finanzielle Krise des Westens, vielmehr ist eine schwere Krise der Moral und des Geistes zu beobachten.

Diese Geistes- und Moralkrise des Westens tritt ausgerechnet in der Epoche ein, in der die Industrie und die Technologie unglaubliche Fortschritte verzeichnen. Dieser technische und wissenschaftliche Prozess, wie es schien, könnte Wohlstand für die ganze Menschheit bringen.

Aber jetzt wird es klar, dass der Mensch nicht alleine vom Brot und materiellem Wohlstand glücklich wird. Nicht nur materieller Wohlstand bestimmt das Wohlergehen der Nation und des Menschen.

Unser tagtäglich gelebtes Leben zwingt uns automatisch zur Wahl eines standhaften moralischen Wertesystems, das uns moralische und geistige Orientierung verschafft.

Und Weißrussland und seine Bürger wählen die humanitären Werte des Christentums, welche zum Fundament einer normalen, menschlichen, zivilisierten Gesellschaft wurden und uns erlauben mit einander zivilisiert umzugehen.“

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