Russlands Staatschef Wladimir Putin.Foto: MICHAEL KLIMENTYEV/AFP/Getty Images

Putin warnt vor Aufstand gegen Trump a la Maidan – Putschgefahr in den USA

Von 18. Januar 2017 Aktualisiert: 18. Januar 2017 21:21
Mit Blick auf den Regime-Wechsel in der Ukraine in 2014 warnte Russlands Staatschef Wladimir Putin nun vor einem Putsch gegen Donald Trump: "Ich habe den Eindruck, dass sie in Kiew geübt haben und bereit sind, einen Maidan in Washington zu organisieren, nur um Trump nicht ins Amt kommen zu lassen", so Putin.

Kurz vor dem Amtsantritt von Donald Trump zum 45. US-Präsidenten am Freitag, warnt Russlands Staatschef Wladimir Putin vor einem Putsch a la Maidan. In den USA gebe es Versuche, Trump mithilfe von „Maidan-artigen“ Methoden zu stürzen, sagte Putin, berichtet „Berlinjournal“.

In 2014 wurde der damalige ukrainische Staatschef Victor Janukowitsch mit Hilfe des Westens gestürzt. Die Massendemonstrationen in Kiew endeten mit Dutzenden Toten und dem Sturz Janukowitschs.

Friedensforscher und Historiker Daniele Ganser im RT-Interview über die Maidan-Proteste:

Politische Eliten im Westen haben „sich deutlich verschlimmert“

„Ich habe den Eindruck, dass sie in Kiew geübt haben und bereit sind, einen Maidan in Washington zu organisieren, nur um Trump nicht ins Amt kommen zu lassen“, sagte Putin. Die permanenten Attacken auf den designierten US-Präsidenten zeigten, dass gewisse „politische Eliten im Westen“ sich deutlich verschlimmert haben.

In den westlichen Medien findet seit dem Wahlsieg des Immobilienmilliardärs eine massive Anti-Trump-Kampagne statt. Ständig erscheinen neue Vorwürfe gegen Trump, die bislang in keinem Fall belegt wurden.

Vor einer Woche hatten US-Medien, darunter die Zeitung „New York Times“, über weitere unbewiesene brisante Informationen zu Trumps Privatleben und seinen Finanzen berichtet, mit denen Russland ihn angeblich erpressen könnte. Das Medienportal Buzzfeed veröffentlichte 35 ein Seiten starkes Dossier, in dem unter anderem von Sexvideos mit Prostituierten in einem Moskauer Luxushotel 2013 die Rede war. Beweise blieben auch bei diesen Anschuldigungen aus.

Russlands Staatschef Wladimir Putin wies die Behauptungen –  russische Geheimdienste hätten den künftigen US-Präsidenten während eines Besuchs in Moskau 2013 ausspioniert – am Dienstag als „lächerlich“ zurück.

Putin legte nahe, dass es sich bei den Vorwürfen gegen Trump um bewusste Falschmeldungen handele. „Die Menschen, die Fälschungen dieser Art anordnen, wie sie jetzt gegen den gewählten US-Präsidenten kursieren, sind schlimmer als Prostituierte, sie haben überhaupt keine moralischen Grenzen.“ Es sei „ein einmaliger Vorgang“, dass solche Methoden gegen einen gewählten US-Präsidenten angewandt würden.

Putin hofft, dass Russland und die USA ihre angespannten Beziehungen bald wieder in einen Normalzustand bringen können. Bisher habe er Donald Trump nicht getroffen und wisse nicht, was Trump auf der internationalen Bühne tun werde. „Ich habe weder Gründe, ihn anzugreifen, noch ihn zu für irgendetwas zu kritisieren, noch ihn zu verteidigen“, so Putin.

Ukraine-Putsch 2014

Der ukrainische Staatschef Victor Janukowitsch hatte vor den Ausschreitungen am zentralen Kiewer Unabhängigkeitsplatz (Maidan) in 2013 einen Milliardenkredit von Russland den Vorzug gegenüber einem EU-Assoziierungsabkommen gegeben. Daraufhin wurde am 21. November der Maidan besetzt. Innerhalb weniger Tage waren es Hunderttausende Protestierende.

In den nächsten Tagen kam es zu Schießereien und Dutzenden Toten. Anfangs wurden Janukowitschs Sicherheitsleute für die Schüsse verantwortlich gemacht, später kamen aber Zweifel auf.

Nach Recherchen des WDR-Magazins Monitor bestätigte sich der Verdacht, dass es nicht allein die von der damaligen Regierung beauftragten Berkut-Einheiten waren, die am 19. und 20. Februar auf Demonstranten und/oder Polizisten schossen.

Den „Monitor“ zufolge, zieht ein Mitglied des Ermittlerteams der ukrainischen Regierung die Aussagen der Generalstaatsanwaltschaft zu den Vorfällen am Maidan in Zweifel: „Meine Untersuchungsergebnisse stimmen nicht mit dem überein, was die Staatsanwaltschaft erklärt hat.“

„Monitor“ erklärte weiter, es gebe einen Mitschnitt des Funkverkehrs von auf Dächern um den Maidan postierten Scharfschützen der Berkut-Sonderheit vom 20. Februar 2014. Aufgezeichnet habe den Funkverkehr ein Amateurfunker. Zu hören sei, wie ein Scharfschütze seine Kollegen über Funk fragt: „Wer hat da geschossen? Unsere Leute schießen nicht auf Unbewaffnete.“

Kurze Zeit später sagt ein anderer: „Den hat jemand erschossen. Aber nicht wir.“ Dann fügt er hinzu: „Gibt es da noch mehr Scharfschützen? Und wer sind die?“

Darüber hinaus tauchte damals auch ein Telefonmitschnitt zwischen der EU-Außenbeauftragten Ashton und Estlands Außenminister auf, dass die Zweifel an Janukowitschs Schuld an den Maidan-Toten noch verstärken.

 


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