Rapid Trident 2015: Nato beginnt Großmanöver in der Ukraine

Epoch Times21. Juli 2015 Aktualisiert: 21. Juli 2015 14:55
Das Manöver zeige die "breite Unterstützung für die Ukraine in ihren Bemühen um Freiheit und Souveränität", meinte ein ukrainischer Kommandeur.

Die Militärübung "Rapid Trident" wurde am Montagmorgen in der Ukraine gestartet. Bei dem Großmanöver nehmen etwa 1800 Soldaten aus 18 Staaten teil. 

Die ukrainische Armee, sowie US-Streitkräfte und verbündete Nato-Staaten sind vertreten, darunter auch Deutschland. Die Bundeswehr nimmt mit fünf Offizieren teil, berichtet die Bild-Zeitung.

Die Übung Rapid Trident (Schneller Dreizack) wird elf Tage dauern. Bei dem gemeinsamen Training soll die "Partnerschaft für den Frieden" trainiert werden. Die Beteiligung so vieler Länder zeigt die "breite Unterstützung für die Ukraine in ihrem Bemühen um Freiheit und Souveränität", sagte ein ukrainischer Kommandeur, so die "Bild". 

Russland hatte im vergangenen Jahr heftig gegen die Übung protestiert. Das Manöver findet seit 1998 jährlich unter der Ägide des US-Kommandos in Europa statt, berichtet die Webseite Heise. In diesem Jahr hielt man sich bedeckt. Über die Übung wurde weitgehend geschwiegen.

Es scheint, als wollten die Organisatoren keinen erneuten Konflikt mit Moskau provozieren, ohne aber auf die Übung zu verzichten.

Wie "Heise" berichtet, ist das Manöver nach Angaben der Bundesregierung Teil eines Aktionsplans, der beim letzten Nato-Gipfel in Wales beschlossen wurde. Dies beinhaltet auch die Bildung einer Eingreiftruppe, der so genannten Very High Readiness Joint Task Force (Streitkräftegemeinsamen Einheit in höchster Bereitschaft).

Das die Militärpräsenz in Osteuropa erhöht wurde, sei eine "Reaktion auf das veränderte Sicherheitsumfeld in Europa und dient der Rückversicherung der Alliierten", hieß es, laut "Heise", bereits Anfang des Monats in Berlin. Die USA sowie Deutschland sind mit Soldaten in Osteuropa präsent. Demnach hat Deutschland rund 250 Soldaten in Osteuropa stationiert. (so) 

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