Saudi-Arabien macht Iran für Huthi-Angriff auf saudische Ölanlagen verantwortlich

Epoch Times16. Mai 2019 Aktualisiert: 16. September 2019 15:54
Die schiitische Huthi-Miliz hatte die Drohnenangriffe auf zwei Ölpumpstationen in Saudi-Arabien am Dienstag für sich reklamiert. Eine der beiden Anlagen wurde dabei beschädigt.

Zwei Tage nach den Drohnenangriffen der Huthi-Rebellen auf saudiarabische Ölpumpstationen hat Saudi-Arabien den Iran für die Attacken verantwortlich gemacht. Der vom Iran angeordnete „Terrorangriff“ zeige, dass die jemenitische Miliz „ein Instrument des iranischen Regimes ist“, um seine Interessen in der Region durchzusetzen, schrieb der saudiarabische Vize-Verteidigungsminister Prinz Chaled bin Salman am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Saudi-Arabien steht an der Spitze einer Militärallianz, die im Jemen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen bekämpft.

Die schiitische Huthi-Miliz hatte die Drohnenangriffe auf zwei Ölpumpstationen in Saudi-Arabien am Dienstag für sich reklamiert. Eine der beiden Anlagen wurde dabei beschädigt. Der Ölkonzern Aramco musste daraufhin den Betrieb seiner Ost-West-Pipeline aus Sicherheitsgründen vorerst einstellen.

Kampfjets flogen Vergeltungsangriffe auf Huthi-Stellungen

Am Donnerstag flogen Kampfjets der von Saudi-Arabien angeführten Militärallianz mehrere Vergeltungsangriffe auf Stellungen der Huthi-Rebellen im Jemen. Dabei seien unter anderem Ziele in der von den Huthis kontrollierten Hauptstadt Sanaa bombardiert worden, teilte die Koalition in der saudischen Hauptstadt Riad mit. Bei einem der Angriffe wurden nach Angaben eines Arztes sechs Menschen getötet. Zehn weitere Bewohner seien verletzt worden, sagte der Mediziner Mochtar Mohammed in Sanaa der Nachrichtenagentur AFP.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und schiitischen Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. (afp)

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