Russischer Premier: „Türkei demonstriert Unterstützung für IS-Kämpfer“

Epoch Times25. November 2015 Aktualisiert: 25. November 2015 12:47
Russland warnt: Der Abschuss des russischen Kampfjets werde für die Türkei schwere Folgen haben. Mit dieser Aktion habe die türkische Regierung gezeigt, dass sie "im Grunde genommen" die Terroristen des "Islamischen Staat" unterstütze.

Nach dem Abschuss eines russischen Militärflugzeugs im türkisch-syrischen Grenzgebiet am Dienstag, hat sich die ohnehin schon gespannte Lage in der Region nochmals verschärft. Sowohl die Vereinten Nationen als auch die Nato, dessen Mitglied Türkei das Kampfflugzeug abgeschossen hatte, äußerten sich besorgt über eine mögliche Eskalation.

Und diese Sorgen scheinen berechtigt: Wie Russlands Premierminister Dmitri Medwedew nun mitteilte werde das "unvernünftige" und "verbrecherische" Handeln der Türkei, drei schwerwiegende Folgen haben.

"Erstens die gefährliche Zuspitzung der Beziehungen zwischen Russland und der Nato, die durch keine Interessen, auch nicht den Schutz der Grenzen, gerechtfertigt werden kann. Zweitens hat die Türkei mit ihren Handlungen im Grunde genommen Unterstützung für die IS-Kämpfer demonstriert. Angesichts der vorhandenen Information über ein direktes finanzielles Interesse einiger türkischer Beamter an Lieferungen von Ölprodukten aus den vom IS kontrollierten Raffinerien verwundert das gar nicht", sagte der Premier, laut "Sputniknews".

Die dritte Folge wäre, die Untergrabung der langen guten Beziehungen zwischen Russland und der Türkei, unter anderem im wirtschaftlichen und humanitären Bereich, so Medwedew.

Für die Türkei wäre es schwierig diesen Schaden wieder gut zu machen, meinte der Premier weiter. Eine ganze Reihe von gemeinsamen Projekten stünden nun vor dem Aus, außerdem könnte der Vorfall zum Verlust der Position von türkischen Unternehmen auf dem russischen Markt führen.

Putin: "Werde solche Verbrechen nicht dulden"

Das russische Flugzeug Su-24, das von der Türkei abgeschossen wurde, habe bei seinem Kampfeinsatz gegen Terroristen in Syrien keine Gefahr für die Türkei dargestellt, sagte der russische Präsident Wladimir Putin am Dienstag. Es sei von einem türkischen Kampfjet einen Kilometer innerhalb syrischen Luftraums getroffen worden. Die Absturzstelle liege vier Kilometer innerhalb Syriens.

"Das tragische Ereignis wird ernsthafte Auswirkungen auf die russisch-türkischen Beziehungen haben", sagte Putin. "Wir werden niemals dulden, dass solche Verbrechen wie das heutige begangen werden." Nach dem Abschuss habe sich die Türkei nicht etwa an Russland gewandt, sondern eine Sondersitzung der Nato einberufen. (so/dpa) 

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN
Themen
Newsticker