Russischer- und niederländischer MH17-Abschlussbericht stimmen in vielen Punkten nicht überein (VIDEO)

Epoch Times13. Oktober 2015 Aktualisiert: 13. Oktober 2015 11:02
Die Schuldfrage beim Absturz der MH17 im Osten der Ukraine wird wohl nie gänzlich geklärt werden. Bei dem Abschuss der Passagiermaschine kamen knapp 300 Menschen ums Leben.

Knapp fünfzehn Monate nach dem Abschuss des Passagierfluges MH17 über der Ostukraine soll heute die Ursache bekanntgegeben werden. Der niederländische Sicherheitsrat will in seinem Abschlussbericht die Frage beantworten, ob die Boeing der Malaysia Airlines von einer bodengestützten Luftabwehrrakete des Typs Buk abgeschossen wurde. Darauf weisen bisher alle Ermittlungen hin. 

Auch der russische Buk-Hersteller Almaz-Antey legt heute seinen Abschlussbericht vor. Nach Angaben von Jan Nowikow, Generaldirektor des größten russischen Rüstungskonzern, explodierte die Buk-Rakete links von der Malaysia Airlines Flug MH17. Mittels Untersuchungen der Wrackteile des Flugzeugs gelangte das Unternehmen zu diesem Ergebnisse. 

Demnach ereignete sich die Explosion circa 20 Meter vom Rumpf der Boeing 777 entfernt. 

"Bei unseren Untersuchungen stellten wir fest, dass der linke Flügel und ein Teil des linken Stabilisators von acht bis 14 mm großen Splittern getroffen wurden, was für die Buk-Rakete charakteristisch ist", sagte Nowikow am Dienstag in einer Pressekonferenz.

Er macht deutlich, dass die russischen Ermittlungen den Untersuchungsergebnissen der niederländischen Ermittler in vielen Punkten widersprechen. 

Bei dem Abschuss waren alle 298 Menschen an Bord getötet worden. Die Ukraine und Russland machen sich gegenseitig dafür verantwortlich. Eine Antwort auf die Schuldfrage wird es nicht geben. 

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