Russische KampfjetsFoto: SERGEY VENYAVSKY/Getty Images

Russland zur Nato: „Wo befindet sich die Freie Syrische Armee? Wir können sie nicht finden!“

Epoch Times5. Oktober 2015 Aktualisiert: 5. Oktober 2015 15:28
Die Russen können die Stellungen der Freien Syrischen Armee nicht finden und bitten den US-Außenminister John Kerry um einen Hinweis.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow bittet um Aufklärung. Am Montag wollte er von den USA wissen, wo sich die Stellungen der Freien Syrischen Armee in Syrien befinden? 

Lawrow meinte, dass es in Syrien nirgendwo Hinweise auf die Existenz der sogenannten "moderaten Rebellen", die von den USA unterstützt werden, gebe. Die von der Nato und dem US-Militär als "moderate syrische Opposition" bezeichnete Gruppe wäre eine "Phantom-Gruppe", die es gar nicht gebe, berichten die Deutschen Wirtschafts Nachrichten und zitieren dabei die russische Nachrichtenagentur TASS.

"Niemand hat uns gesagt, wo die Freie Syrische Armee ist oder wo und wie die anderen Einheiten der moderaten Opposition operieren. Wir sind sogar bereit, mit ihnen Kontakt aufzunehmen, wenn das wirklich effizient bewaffnete Gruppen der patriotischen Opposition sind, die aus Syrern besteht," sagte Lawrow und fügte hinzu, dass er den US-Außenminister John Kerry um Auskunft bat, wo sich die Freie Syrische Armee und ihre Anführer befinden würden.

Schon zu Beginn der russischen Anti-Terror Kampagne in Syrien hagelte es Kritik gegenüber den Russen. Westliche Medien und deutsche Politiker warfen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, willentlich die syrische Bevölkerung zu bombardieren. So verurteilten die führenden Verteidigungspolitiker von Union und SPD die russischen Luftangriffe in Syrien scharf. "Der russische Präsident darf nicht bombardieren, was er will", sagte SPD-Verteidigungsexperte Thomas Hitschler gegenüber der "Bild"-Zeitung.

US-Militärs warfen Moskau sogar vor, gar nicht gegen den Islamischen Staat zu kämpfen, sondern gegen die US-verbündeten "moderaten Rebellen". Darauf konterte Russland und lies verlauten, gegen alle Terroristen in der Region zu kämpfen. Zur großen Überraschung unterstützt jetzt Frankreich die russischen Aktivitäten in Syrien. Der französische Außenminister Laurent Fabius sagte am Montag, dass die Luftangriffe nicht nur gegen den IS geflogen werden müssen, sondern auch gegen "andere Gruppen, die als Terror-Gruppen" gelten, zitiert die "DWN" den französischen Radiosender Europe1.

Russland veröffentlichte bereits erste Videos von seinen Syrien-Einsätzen. Auch US-Präsident Barack Obama und Israels Premier Netanjahu werden ständig über die russischen Aktionen in Syrien informiert. Dies bestätigte, laut "DWN", auch das Pentagon. (so) 



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