Ein russisches Yars RS-24 interkontinentales ballistisches Raketensystem fährt am 7. Mai 2015 während einer Probe für die Militärparade zum Siegestag durch den Roten Platz in Moskau (Symbolbild).Foto: KIRILL KUDRYAVTSEV/AFP/Getty Images

Russland’s Antwort: USA träumen von einer „unipolaren Welt“

Epoch Times21. Oktober 2018 Aktualisiert: 21. Oktober 2018 10:27
Wie reagiert Russland auf die Überlegungen der USA, das Abkommen zur Abschaffung von atomwaffenfähigen Mittelstreckenraketen zu beenden?

Der angekündigte Rückzug der USA aus dem mit Russland geschlossenen INF-Vertrag zur Abschaffung von atomwaffenfähigen Mittelstreckenraketen resultiert nach Angaben aus dem russischen Außenministerium aus dem Wunsch, alleinige Weltmacht zu sein. „Die Hauptmotivation ist der Traum von einer unipolaren Welt“, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Sonntag eine Ministeriumsquelle. Dieser Traum werde sich aber nicht erfüllen, fügte die Quelle demnach hinzu.

Trump hatte zuvor verkündet, die USA würden „das Abkommen beenden“. „Russland hat das Abkommen verletzt“, sagte Trump. „Wir werden es nicht zulassen, dass sie ein Nuklearabkommen verletzen“ und sich Waffen zulegen, „während es uns nicht erlaubt ist“.

Trumps Entscheidung sei „Teil einer US-Strategie, sich von den internationalen Rechtsabkommen zurückzuziehen“, die das „Konzept des eigenen ‚Exzeptionalismus‘ gefährden“, sagte der russische Ministeriumsmitarbeiter. Washington versuche bereits seit „vielen Jahren“ die Grundlage für das Abkommen zu zerstören.

Washington beschwert sich seit zwei Jahren, dass Moskaus Raketensystem 9M729 gegen den 1987 geschlossenen Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme verstoße. Der INF-Vertrag verpflichtet die USA und die Nachfolgestaaten der Sowjetunion zur Abschaffung aller landgestützten, nuklear bestückbaren Mittelstreckenraketen mit Reichweiten zwischen 500 und 5500 Kilometern.

Die Nato geht davon aus, dass die Reichweite des russischen Raketensystems 9M729 in dem im INF-Vertrag genannten Bereich liegt. Moskau hatte wiederholt bestritten, dass sein Raketensystem gegen den Vertrag verstößt. (afp)



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