Einblick: Dorfleben in Niger.Foto: iStock

Sahelzone will mit Solaranlagen Strom für 60 Millionen Menschen erzeugen

Epoch Times14. September 2019 Aktualisiert: 14. September 2019 10:22
Zu den Gesamtkosten wurden keine Angaben gemacht, die Entwicklungsbank übernimmt 20 Millionen der 140 Millionen Dollar (127 Millionen Euro), die das Prüfverfahren für das Projekt kosten soll.

Mehrere Länder aus der Sahelzone wollen bis 2030 Solaranlagen errichten, die 60 Millionen Menschen in der Region mit Strom versorgen. Damit reagierten sie auf „den schwachen Zugang ihrer Bevölkerung zur Elektrizität“ und die große Abhängigkeit von fossilen Energieträgern trotz großen Sonnenenergiepotenzials, erklärten die in der Gruppe G5 Sahel zusammengeschlossenen Länder Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso und Tschad am Freitag. Sie gehören zu den ärmsten Ländern der Welt.

Das Vorhaben, ab 2030 Strom im Umfang von 1100 Megawatt mithilfe von Solaranlagen zu produzieren, wurde von der Afrikanischen Entwicklungsbank in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, vorgestellt. Zu den Gesamtkosten wurden keine Angaben gemacht, die Entwicklungsbank übernimmt 20 Millionen der 140 Millionen Dollar (127 Millionen Euro), die das Prüfverfahren für das Projekt kosten soll.

Der Präsident der Afrikanischen Entwicklungsbank, Akinwumi Adesina, erklärte zu dem Vorhaben: Energie sei für Volkswirtschaften „wie das Blut im Körper. Wenn es kein Blut gibt, gibt es kein Leben.“ Burkina Fasos Staatschef Roch Marc Christian Kaboré erklärte, bislang sei das Energiedefizit für die Sahel-Länder „eine Bremse für die Entwicklung“. Er setze auf internationale Unterstützung des Projekts und habe darüber Ende August beim G7-Gipfel in Biarritz bereits mit den Regierungschefs von Indien und Japan, Narendra Modi und Shinzo Abe, gesprochen. (afp/sua)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion