Salafisten werben um Flüchtlinge für „Heiligen Krieg“ – „Komm zu uns. Ich zeige Dir das Paradies“

Epoch Times27. November 2015 Aktualisiert: 27. November 2015 14:04
Radikale Islamisten werben verstärkt um Kämpfer für den sogenannten "Heiligen Krieg". Die Salafisten suchen unter den Flüchtlingen nach potenziellen "Kriegern". Die Rekrutierungsversuche finden oft in Erstaufnahmeeinrichtungen statt.

In Deutschland versuchen Salafisten verstärkt, Flüchtlinge für den "Heiligen Krieg" zu rekrutieren. In Neumünster verwenden die radikalen Islamisten angeblich einen Telefonladen als ihren Stützpunkt, von wo aus sie operieren. Flüchtlinge erzählen davon, dass die Extremisten immer wieder Anwerbeversuche starten, auch in Erstaufnahmen, berichtet "Die Welt". 

"Einer sagte: ‚Komm zu uns. Ich zeige Dir das Paradies,’" erzählt ein syrischer Asylsuchender der Zeitung. Ein anderer meinte: "In unserem Lager geben sich einige als syrische oder arabische Flüchtlinge aus. In Wirklichkeit sind das ISIS-Kämpfer. Sie wollen keinen Frieden. Sie wollen einfach nur Gewalt, das sind gefährliche Leute."

Nun ermitteln die schleswig-holsteinischen Behörden. Sie überprüfen, ob es weitere Anwerbeversuche von Flüchtlingen durch Dschihadisten in der Erstaufnahme Neumünster gegeben hat. "Wenn Flüchtlinge in Schleswig-Holstein offen gefragt werden, ob sie für die Terrororganisation Islamischer Staat in den Krieg ziehen wollen, ist das Maß voll", sagte CDU-Fraktionschef Daniel Günther am Donnerstag.

Salafisten werben verstärkt um Anhänger

"Wer Menschen aus Deutschland für Terrororganisationen in den Krieg schicken will, muss unser Land sofort verlassen," fordert der CDU-Politiker.

Er sagte auch, dass Innenminister Stefan Studt (SPD) härter gegen diese salafistischen Strukturen vorgehen und sie verbieten müsse. 

Auch in anderen Teilen Deutschlands werben Salafisten um Anhänger. Verstärkt werden "Lies-Aktionen" auf Plätzen in großen Städten organisiert. Die Salafisten verteilen gratis den Koran und suchen junge Männer und Frauen, die sich bereitwillig der Terrormiliz "Islamischer Staat" im Irak und in Syrien anschließen. 

Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte bereits, dass radikale Islamisten Nachwuchs in Flüchtlingsheimen anwerben.

"Wir haben diese Versuche an verschiedenen Stellen in Deutschland. Und das macht uns Sorge", so der Ressortchef. Nach seinen Worten gehen die Behörden auch Hinweisen ausländischer Nachrichtendienste auf Islamisten unter Flüchtlingen in Deutschland nach. Bislang sei aber kein Fall bekannt geworden, bei dem ein Flüchtling sich als verkappter islamistischer Kämpfer erwiesen habe.

"Natürlich haben wir unter Asylbewerbern auch sonstige Formen von Kriminalität“, sagte de Maizière. In einigen Ländern gebe es organisierte Kriminelle, die Menschen als Asylbewerber getarnt nach Deutschland schickten, um hier beispielsweise Einbruchsdiebstähle oder Computerbetrug zu begehen. "Das muss man versuchen rauszukriegen und zu unterbinden", sagte der Minister.  Flüchtlinge dürfe man weder unter einen Generalverdacht stellen noch als Heilige betrachten… (so) 

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