Schleichende Islamisierung auf dem Balkan: Österreichs Verteidigungsminister appelliert an Deutschland

Epoch Times27. Juni 2017 Aktualisiert: 4. Juli 2017 22:11
Österreichs Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil betrachtet die Entwicklung auf dem Balkan mit großer Sorge, denn Ankara werde im Kosovo, Bosnien, Albanien und auch in Serbien immer einflussreicher.

Österreich hat vor einer stärkeren Präsenz von türkischen Soldaten bei Nato-Einsätzen auf dem Balkan gewarnt und gleichzeitig an Deutschland appelliert, beim Engagement nicht nachzulassen. „Wir sehen auf dem Balkan eine schleichende Islamisierung. Ich betrachte diese Entwicklung mit großer Sorge“, sagte Österreichs Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil der „Welt“.

Das Gewicht der EU auf dem Balkan schwinde, während die Türkei und Saudi-Arabien ihren Einfluss ausbauten.

Doskozil weiter: „Ankara wird im Kosovo, Bosnien, Albanien und auch in Serbien immer einflussreicher. Es wäre wegen dieser Entwicklung aus meiner Sicht nicht vertretbar, dass die Türkei im Rahmen von Nato-Einsätzen demnächst möglicherweise immer mehr Truppen am Balkan stellen wird.“ Ein solches Übergewicht könne nicht im Interesse der Europäer liegen.

Doskozil forderte von der deutschen Bundesregierung, sich weiterhin am Balkan militärisch zu engagieren: „Deutschland und andere Staaten dürfen in ihrem Engagement am Balkan nicht nachlassen, damit das Gleichgewicht der Kräfte und die Stabilisierung der Demokratie in der Region nicht gestört werden.“

Hintergrund: Österreich, das selbst nicht der Verteidigungsallianz angehört, ist derzeit im Rahmen der so genannten Partnerschaft für den Frieden mit etwa 700 Soldaten in Nato-Einsätzen auf dem Balkan vertreten. Da Ankara aber wegen Kritik aus Wien an der Politik des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan eine weitere Teilnahme Österreichs an den Partnerschaftsprogrammen blockiert, könnte die Zahl langfristig zurückgehen und die Lücke von anderen Staaten ausgefüllt werden müssen. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion