Schweiz: Erster islamischer Kindergarten „Al Heda“ abgelehnt

Epoch Times24. Juli 2015 Aktualisiert: 24. Juli 2015 10:35
Die Schweiz lehnt den islamischen Kindergarten "Al Heda" ab. In der Begründung heißt es, dass den Kindern dort das Wertegefüge des Islam als Ordnung des Alltagsgeschehens vermittelt werde und dieses nicht mit den Leitsätzen der Volksschule wie Toleranz, Offenheit und Dialogfähigkeit vereinbar wäre.

In der Schweiz wurde das Gesuch für den ersten islamischen Kindergarten "Al Heda" (der rechte Weg) vom Volksschulamt abgelehnt. Die Entscheidung des Regierungsrates wurde vom Verwaltungsgericht des Kantons Zürich für rechtmäßig erklärt. 

Durch die Verbindung der Trägerschaft des Kindergartens zum Islamischen Zentralrat der Schweiz (IZRS) bestünde die "erhebliche Gefahr", dass den Kindern das Wertegefüge des Islam als Ordnung des Alltagsgeschehens vermittelt werde, heißt es in der Begründung des Gerichtes, berichtet die Neue Züricher Zeitung. Dieses islamistische Wertegefüge ist nicht mit den Leitsätzen der Volksschule wie Toleranz, Offenheit und Dialogfähigkeit vereinbar, schreibt das Volksschulamt in einer Medienmitteilung.  

Das Konzept des geplanten Kindergartens war es, das religiöse Wissen als Grundbasis zu festigen, für alles was die Kinder später lernen und erleben werden. "Dies geht über das Setzen von Schwerpunkten religiöser oder konfessioneller Art hinaus, wie es die Volksschulverordnung Privatschulen grundsätzlich ermöglicht", so die Bildungsdirektion.

Darüber hinaus ist es das Ziel des IZRS den Zusammenhalt der islamischen Gesellschaft zu stärken und den Kindern Arabisch beizubringen. Außerdem sollen sie den Koran lernen. 

"Al Huda" plante für seinen Kindergarten eine Koran- sowie eine Arabischlehrerin.

Muslime: "Die einzig richtige Entscheidung"

Die liberale Bewegung im Islam hält die Entscheidung der Bildungsdirektion für richtig: "Das ist der einzig richtige Entscheid", sagt Saïda Keller-Messahli, Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, zur Neuen Züricher Zeitung. Die progressiven Muslime meinen, der "salafistisch orientierten IZRS gehe es nur darum, die Kinder schon möglichst früh zu indoktrinieren und sie von der Gesellschaft abzuschotten. Diese islamistischen Werte sind nicht mit einer Demokratie vereinbar."

Die Bewegung ist der Meinung, dass es islamische Kindergärten generell nicht braucht. Es gäbe andere Möglichkeiten seinen Kindern den Koran näher zu bringen. So gibt es zum Beispiel entsprechende Unterrichte in Moscheen. Der Auftrag einer Volksschule sei es schließlich auch den Kindern beizubringen sich mit verschiedenen Religionen und Kulturen auseinandersetzten.

Der IZRS 

Der Verein IZRS gilt als Plattform für islamisten. Der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad hat ein Verbot des IZRS gefordert. Abdel-Samad meinte, dass der Staat einer solchen Organisation nicht die Möglichkeit bieten dürfe ihre radikalen Botschaften ungehindert zu verbreiten. "Gewalt beginnt nicht mit Waffen", sagt Abdel-Samad dem Schweizer Blick. "Die Schweiz darf sich nicht an der Nase herumführen lassen."

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