Sichergestellte Dokumente belegen: Daesh tötet Gefangene für Organe

Epoch Times25. Dezember 2015 Aktualisiert: 7. Juli 2016 21:01
Der "Islamische Staat", auch IS oder Daesh gennant, erlaubt seinen Anhängern Menschen ihrer Organe wegen zu ermorden. Das Leben der Gefangenen müsse "nicht respektiert" werden. In Extremsituationen wäre auch Kannibalismus kein internes Vergehen.

Nach Angaben der USA erlaubt der Daesh (Islamischer Staat) seinen Anhängern, die Organe ihrer Gefangenen für Profit zu entnehmen. Ungeachtet dessen ob die Opfer dabei ums Leben kommen. 

Dies geht aus einem Memo hervor, dass den US-Streitkräften während des Syrien-Einsatzes in die Hände fiel. Das Memo ist datiert vom 31. Januar 2015, berichtet "PressTV" am Donnerstag unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters. 

Demnach müsse das Leben der Gefangenen "nicht respektiert" werden, und könne durch ein Mitglied des Daesh ungestraft beendet werden, heißt in dem Dekret, das von dem sogenannten "Forschungsausschuss" der Terrororganisation herausgegeben wurde. 

"Die Organentnahme ist auch dann erlaubt, wenn das Leben des Gefangenen dadurch beendet wird," heißt es. Unter extremen Bedienungen wäre auch der Kannibalismus gestattet, so das Memo weiter. 

Die Informationen stammen aus sieben Terabyte Daten die in Form von Computer-Festplatten, USB-Sticks, CDs, DVDs und Dokumenten, von US-Soldaten in Syrien sichergestellt wurden. Dies gab Brett McGurk, ein vom US-Präsident Barack Obama ernannter Sonderbeauftragter für die US-Koalition im Kampf gegen den Daesh, bekannt.

Irak fordert Untersuchung wegen Organraub

Die Angaben aus den USA untermaueren die Anschuldigungen aus irakischen Kreisen, in denen es heißt, die Dschihadisten würden mit menschlichen Organen handeln. 

Bislang gab es nur Beweismaterial über den illegalen Handel mit Antiquitäten, die von den IS-Terroristen in Syrien, dem Irak und Libyen gestohlen wurden. Es ist das erste Mal, dass Dokumente an die Öffentlichkeit gelangten, die den Organraub belegen.  

Mohammed Ali Alhakim, der irakische Botschafter bei den Vereinten Nationen, forderte den UN-Sicherheitsrat vor kurzem auf, die "Beweise", der Daesh könnte sich mit illegalem Organhandel finanziell bereichern, zu überprüfen.

Im Februar bat Alhakim den UN-Sicherheitsrat, den Tod von 12 Ärzten in der Dschihadisten-Hochburg Mossul zu untersuchen. Der Botschafter behauptete, die Ärzte wurden hingerichtet, weil sie sich weigerten die Organe von Geiseln zu entnehmen. (so) 

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