Sri Lanka: Touristen verlassen das Land fluchtartig – Dänischer Milliardär verlor drei Kinder

Epoch Times22. April 2019 Aktualisiert: 23. April 2019 13:57
Die Anschläge von Sri Lanka forderten 290 Todesopfer. Unter ihnen sind einige ausländische Touristen. Der dänische Milliardär und Bestseller-Chef Anders Horch Povlsen hatte drei seiner Kinder bei den Explosionen verloren. Dies bestätigte ein Unternehmenssprecher.

Der dänische Modemilliardär Anders Horch Povlsen hat offenbar drei seiner Kinder bei den Anschlägen von Sri Lanka verloren. Der Chef der Bestseller-Gruppe war mit seiner Frau Anne und den vier Kindern auf der Insel, als die Attentäter ihre Bomben zündeten, drei Fünf-Sterne-Hotels und drei Kirchen explodierten.

290 Menschen starben, darunter 30 Ausländer, wobei unter ihnen drei Kinder von Anders Horch Povlsen waren. Ein Unternehmenssprecher bestätigte die Annahme der Zeitung „Ekstra Bladet“.

Der 46-jährige Däne weist ein Vermögen von 58 Milliarden Kronen auf (umgerechnet 7.8 Milliarden Euro) und ist der reichste Mann Dänemarks. Sein Unternehmen Bestseller erbte er von den Eltern, Modelabels wie Vero Moda sowie Jack & Jones gehören zu seiner Firma. Selbst am Onlinehändler Zalando ist der Däne beteiligt. Die Zahl der Anschlagsopfer stieg zuletzt auf 290. Mehr als 500 Verletzte werden zudem beklagt.

Kein Bekennerschreiben zu den Anschlägen

Inzwischen wurden 24 Menschen festgenommen, ein Forensiker erklärte, dass sieben Selbstmordattentäter beteiligt waren. Es bekannte sich jedoch noch niemand zu den Anschlägen. Laut örtlichen Polizeimeldungen wird die radikalislamische Gruppe NTJ hinter den Anschlägen vermutet.

Unter den ausländischen Opfern sind US-Amerikaner, Briten, Türken und Inder. Auch aus Portugal, Niederlande, Belgien und China werden Opfer gemeldet. Deutsche Opfer sind bisher noch nicht zu beklagen. Außenminister Heiko Maas (SPD) bezeichnet die derzeitige Lage als „unübersichtlich“.

Touristen verlassen das Land

Indes sind bereits die ersten Touristen aus dem Land abgereist. Hotels würden laut einer Tourismusbehörde zahlreiche Annulierungen registrieren. „Wir können die Anzahl abreisender Personen nicht genau angeben, aber es könnten Tausende sein“, bestätigten die Behörden gegenüber der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. (cs)

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