Starker Protest gegen geheimen Organraub – München geht voran

Von 5. November 2016 Aktualisiert: 23. Mai 2019 23:11
Heute versammeln sich in München Falun Dafa-Übende und Menschen aus ganz Europa, um ein sofortiges Ende des geheimen Organraubs und der willkürlichen Verhaftungen sowie der Folterungen zu fordern. Um 11 Uhr findet eine Auftaktkundgebung auf dem Odeonsplatz statt, anschließend bewegt sich die Parade zum Max-Josef-Platz, wo 15 Uhr weitere Sprecher auf die Ermordung von Menschen aufmerksam machen.

Am 4. und 5. November versammeln sich in München rund eintausend Falun Dafa-Praktizierende aus ganz Europa, um ein sofortiges Ende des geheimen Organraubs, und der willkürlichen Verhaftungen sowie der Folterungen zu fordern. Die Tian-Guo-Marching-Band, eine einzigartige Blaskapelle mit Musikern aus aller Welt mit mehr als 100 Musikern wird durch die Münchner City ziehen.

Heute um 11 Uhr startet die Veranstaltung mit einer Kundgebung auf dem Odeonsplatz. Von dort führt eine Parade zum Max-Josef-Platz, wo ab 15 Uhr weitere Sprecher auf die Ermordung von Menschen zu kommerziellen Zwecken aufmerksam machen. Für Zuschauer gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich zu informieren und in den Protest einzustimmen.

Massenmord, um Organe zu verkaufen

China ist offiziell zweitgrößter Transplantations-Standort der Welt und besitzt kein Spendersystem nach westlichem Standard. Die Organspendebereitschaft ist China – kulturell bedingt – sehr gering. Seit 16 Jahren finden dort jedoch bis zu 100.000 Transplantationen jährlich statt, so eine neue Studie. Der Boom, der seit dem Jahr 2000 fast wie aus dem Nichts einsetzte, ist laut Experten nur durch Massenmord zu erklären. Insbesondere politisch verfolgte Falun Dafa-Praktizierende und weitere andersdenkende Personen sind die Opfer.

Der EU-Abgeordnete Arne Gericke, Initiator der „Schriftlichen Erklärung 48“ des EU-Parlaments gegen Organraub in China sagt: „Wir müssen davon ausgehen dass der Organraub wissentlich von der Kommunistischen Partei Chinas sanktioniert und gedeckt wird“ und Falun Gong-Praktizierende „als lukrative lebende Organlager zur Verfügung stehen“.

MdB Martin Patzelt vom Menschenrechtsausschuss des Deutschen Bundestages mahnt, alle Möglichkeiten der internationalen Einflussnahme zu nutzen, um die Verbrechen des chinesischen Regimes zu stoppen – und auch die deutsche Bevölkerung umfassend aufzuklären: „Es geht hier nicht nur um China, auch nicht nur um die betroffenen Menschen, es geht um uns alle.“ Solange wir diese menschenverachtende Praktik tolerieren und nichts unternehmen. „stellen wir unser eigenes Menschsein in Frage.“

Gestern Abend fand bereits eine erste Mahnwache für die tausenden Opfer des Organraubes statt.

Transplantations-Chirurgen aus China in Deutschland fortgebildet

Mindestens 700 chinesische Kliniken sind im Transplantations-Business involviert – und auch mit Deutschland gibt es zahlreiche Verstrickungen, durch Forschung und Ausbildung von Ärzten.

Die WOIPFG „The World Organization for Investigate the Persecution of Falun Gong“ ermittelte 45 Transplantations-Chirurgen aus China, die in Deutschland Aus- oder Fortbildung erhielten. Zum Beispiel Wu Jian absolvierte vom Yanan Hospital in Kunming von 2008 bis 2009 eine Fortbildung am Deutschen Herzzentrum Berlin.

Wu schrieb in einem offen im Internet einsehbaren Operationsprotokoll über eine Organentnahme-Prozedur an einer Person, dass diese noch selbstständig atmete und bis zu ihrer Betäubung offenkundig bei Bewusstsein war. Aus Details wird ersichtlich, dass es sich nicht um einen Gehirntoten handelte. Für Mediziner ein eindeutiges Eingeständnis, dass hier ein Mensch zur Gewinnung eines Spenderherzens getötet wurde.

 

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