Syrische Armee zieht Belagerungsring um türkischen Beobachtungsposten in Morek

Epoch Times23. August 2019 Aktualisiert: 23. August 2019 12:55
Türkische und syrische Soldaten stehen sich direkt gegenüber. Die Tage zuvor war die syrische Armee immer weiter vorgerückt und hatte die Gegend um Morek an der Grenze zwischen den Provinzen Hama und Idlib zunächst umgangen.

Die syrischen Regierungstruppen haben nach Angaben von Aktivisten am Freitag einen türkischen Beobachtungsposten im Nordwesten Syriens eingekreist. Nach der Einnahme umliegender Ortschaften hätten die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad den Beobachtungsposten in Morek eingekreist, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Bei der Eroberung der Gegend von Morek, Kafr Sita und Latamne habe es keinen Widerstand gegeben. Durch die Einkreisung des Beobachtungspostens in Morek stehen sich nun türkische und syrische Soldaten direkt gegenüber.

Die syrische Armee hatte am Montag mit Unterstützung der russischen Luftwaffe die Stadt Chan Scheichun von der Dschihadistenallianz Hajat Tahrir al-Scham erobert. Dabei hatte sie die Gegend um Morek an der Grenze zwischen den Provinzen Hama und Idlib zunächst umgangen. Morek liegt südlich von Chan Scheichun an der strategisch wichtigen Autobahn zwischen der Hauptstadt Damaskus und der nordsyrischen Großstadt Aleppo.

Die Autobahn führt durch die Provinz Idlib, die als letzte Region Syriens noch von Rebellen kontrolliert wird. Seit September 2018 gilt dort eigentlich eine Waffenruhe zwischen den Milizen und Regierungstruppen, doch wurde das von Russland und der Türkei in Sotschi vermittelte Abkommen nie komplett umgesetzt. Seit Ende April gehen die Assad-Truppen mit Unterstützung ihrer russischen Verbündeten wieder verstärkt gegen die Aufständischen vor.

Der jüngste Vorstoß auf Chan Scheichun sorgt für Spannungen zwischen Ankara und Moskau. Gemäß dem Abkommen von Sotschi hat die Türkei zwölf Beobachtungsposten in und um Idlib eingerichtet, um die Einhaltung der Waffenruhe zu überprüfen. Ankara hat klar gemacht, dass es den Posten von Morek nicht räumen werde. (afp/sua)

 

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