Taiwan stellt eigenen neuen Trainingsjet für Kampfpiloten vor

Epoch Times22. Juni 2020 Aktualisiert: 22. Juni 2020 15:35
Vor dem Hintergrund der fortgesetzten Spannungen mit China hat Taiwan einen neuen Trainingsjet enthüllt. Präsidentin Tsai bezeichnete den Jungfernflug als "historischen Moment".

Vor dem Hintergrund der fortgesetzten Spannungen mit China hat Taiwan einen neuen Trainingsjet enthüllt. Präsidentin Tsai Ing-wen bezeichnete den Jungfernflug der „Brave Eagle“ (tapferer Adler) genannten Maschine am Montag als „historischen Moment“ für ihr Land.

Trainingsjet für Kampfpiloten wurde in Taiwan hergestellt

Der Trainingsjet für Kampfpiloten wurde in Taiwan hergestellt und soll dazu beitragen, nach und nach die veraltete Luftwaffe des Landes zu modernisieren. Seine Inbetriebnahme sei ein „großer Tag für die Luftwaffe“ Taiwans und „ein wichtiger Meilenstein für die inländische Luftfahrtindustrie“, sagte Tsai.

Die Präsidentin Taiwans weigert sich zum Ärger Pekings, Taiwan als Teil „eines China“ anzuerkennen. Seit ihrem Amtsantritt 2016 hat China den militärischen, diplomatischen und ökonomischen Druck auf Taipeh erhöht. Die Volksrepublik sieht die eigenständige Insel als Teil ihres Territoriums an und hat mehrfach damit gedroht, Taiwan wenn nötig mit Gewalt zu erobern.

Siebenmal drangen Pekings Flugzeuge illegal in Taiwans Luftraum

Allein in den vergangenen zwei Wochen drangen nach Angaben der Regierung in Taipeh chinesische Jets sieben Mal in den taiwanischen Luftraum ein. Angesichts der massiven Aufrüstung in China und der nur zögerlichen Waffenlieferungen westlicher Staaten baut Taiwan inzwischen eigene Waffen wie Raketen, Schiffe oder den neuen Trainingsjet.

Derzeit verfügt Taiwan über rund 300 Kampfflugzeuge, die seit den 90er Jahren in Betrieb sind. Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump ist die Regierung in Washington geneigter, ihrem Verbündeten Taiwan Rüstungsgüter zu liefern. Im vergangenen Jahr gab Washington bekannt, 66 hochmoderne F-16-Jets an Taiwan verkaufen zu wollen. Peking bedrohte daraufhin alle an dem Geschäft beteiligten Firmen mit Sanktionen. (afp/er)

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