Skyline von Rio de Janeiro, Brasilien.Foto: Matthew Stockman/Getty Images

Präsidentendekret: 8.500 Soldaten sollen für Sicherheit in Rio de Janeiro sorgen

Epoch Times29. Juli 2017 Aktualisiert: 29. Juli 2017 13:41
"Mit der Maßnahme sollen die öffentliche Ordnung gewahrt und funktionierende Behörden gewährleistet werden", erklärte Brasiliens Präsident seine Entscheidung.

8.500 Soldaten sollen für Sicherheit in Rio de Janeiro sorgen. Das ist die Reaktion der Regierung auf die zunehmende Gewalt in der brasilianischen Millionenstadt.

Präsident Michel Temer unterzeichnete am Freitag ein Dekret, das den Einsatz der Streitkräfte in dem gleichnamigen Bundesstaat ermöglicht. Die Soldaten sollen gegen organisiertes Verbrechen und Gewalt auf der Straße vorgehen. Die 8.500 Soldaten werden von 1.500 Polizisten und anderen Sicherheitsbeamten unterstützt.

Organisiertem Verbrechen den Garaus machen

Panzerwagen am Flughafen Santos Dumont, im Zentrum von Rio sowie in der Nähe eines Strandes wurden gesichtet, wie AFP-Reporter am Freitag berichteten. Die Verstärkung soll bis zu den Wahlen Ende 2018 für Sicherheit sorgen.

„Mit der Maßnahme sollen die öffentliche Ordnung gewahrt und funktionierende Behörden gewährleistet werden“, erklärte Temer in einem Video, das er über soziale Netzwerk verbreitete.

Nach Angaben von Verteidigungsminister Raul Jungmann ist keine „auffällige“ Militärpräsenz in den Straßen vorgesehen.

„Wir werden an das organisierte Verbrechen herankommen, an die gesamte Befehlskette“, sagte Jungmann. Mit der Maßnahme orientiere sich die Regierung an der Sicherheitsstrategie während der Olympischen Spiele im vergangenen August. Damals waren 85.000 Soldaten und Polizisten in der Stadt im Einsatz.

Täglich sterben in Rio de Janeiro drei Menschen bei Schießereien

Ein Jahr danach werden in Rio de Janeiro im Durchschnitt täglich drei Menschen durch Schüsse verletzt, alle drei Tage stirbt ein Mensch an einer Schussverletzung.

Die Schusswechsel liefern sich vor allem Polizisten und Drogendealer. Seit Anfang des Jahres sind bei den Gewalttaten bereits 91 Sicherheitskräfte getötet worden. (afp)



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