Thailand: 8-Bomben-Anschlag per Handy – Russischer FSB warnte vor Syrern und IS-Attentaten

Epoch Times12. August 2016 Aktualisiert: 12. August 2016 13:54
Russlands Geheimdienst warnte im Dezember vor eingereisten Syrern und ISIS-Attentaten. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden verschärft. Doch nun ist es passiert: Eine achtfache Bombenserie mit mindestens drei Toten und Dutzenden Verletzten erschüttert Thailand. Innerhalb weniger Stunden detonierten auf einer Strecke von fast 700 Kilometern verteilt acht Bomben, die alle per Handy gezündet wurden. Seit Jahren gab es Ärger mit islamischen Separatisten im Süden Thailands. Doch diese Dimensionen von Anschlägen sind neu.

Zwei Doppelexplosionen erschütterten den beliebten Urlaubsort Hua Hin, zwei weitere Bomben explodierten nahe einem Badestrand auf der Urlaubsinsel Phuket, in der Provinz Surat Thani starb eine städtische Angestellte bei einer Bombendetonation vor der Küstenpolizeiwache.

Zuvor sprengte eine Bombe einen Menschen in der südthailändischen Provinz Trang in den Tod.

Krisana Patanacharoen von der Royal Thailand Police sagte, dass es noch zu früh sei, um zu sagen, wer hinter den Attacken stecke, aber „wir sind sicher, dass sie nicht in Zusammenhang mit Terrorismus stehen.“

„Erste ausgedehnte Anschlagswelle“

Könnte es sein, dass die dramatische Veränderung der Lage durch eine Zusammenarbeit mit ausländischen Terrorspezialisten, wie dem IS, geschah?

Eine ranghohe Quelle in der Polizeihauptverwaltung teilte der russichen Agentur Ria Nowosti mit, dass es sich möglicherweise um das Werk islamischer Separatisten aus dem „äußersten Süden“ Thailands handeln könnte:

„Das Material der Sprengsätze und die Vorgehensweise, zwei Explosionen hintereinander auszulösen — die zweite um den Sicherheitskräften zu schaden, die zur Untersuchung der ersten Explosion eingetroffen sind –, der Einsatz von Fernzündung per Handy – dass alles ist die Handschrift jener Kämpfer, denen die Sicherheitskräfte tagtäglich im ‚äußersten Süden‘ gegenüberstehen“, zitiert „Sputniknews“ die Quelle.

„Bislang beschränkten sich die Aktivitäten der Kämpfer auf die drei Provinzen im ‚äußersten Süden‘.“ (ranghohe Polizeiquelle)

Demnach handelte es sich diesmal um die „erste ausgedehnte Anschlagswelle in den Urlaubszonen“, so der Mann aus der Polizeispitze.

Russlands FSB warnte vor syrischen Terroristen

Allerdings: Bereits im Dezember warnte der russische Geheimdienst FSB vor ISIS-Anschlägen in Thailand. Demnach seien zehn Syrer bereits im November eingereist und könnten russische Ziele ins Visier nehmen, hieß es in einer internen Notiz. Ein Polizeisprecher Thailands bestätigte damals die Richtigkeit des Papiers, welches thailändische Zeitungen veröffentlicht hatten, wie „Bild“ seinerzeit berichtete.

Die Armee geht von einer koordinierten Angriffsserie aus: „Die Bombenattentate tragen dieselbe Handschrift““, sagte Armeegeneral Danai Kritmethavee vor Journalisten. „Wir gehen zurzeit davon aus, dass es sich um eine koordinierte Attacke handelt.“ Es sei aber noch zu früh, um sich zu möglichen Motiven zu äußern.

Seit Jahren gibt es einen schwelenden Aufstand muslimischer Rebellen im Süden des Landes. Die Bombenserie fand einen Tag vor den Geburtstagsfeierlichkeiten zu Ehren von Königin Sirikit (84) statt.

Auch Deutsche unter den Verletzten

„Nach derzeitigen Erkenntnissen können wir bestätigen, dass sich drei Deutsche unter den Verletzten befinden“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin. In einer Reisewarnung am Freitag riet das Amt den Touristen zu „äußerster Vorsicht“ empfahl den Reisenden, öffentliche Plätze und Menschenansammlungen zu meiden.

Unter den 20 Verletzten in Hua Hin, die in Krankenhäuser eingeliefert wurden, befinden sich drei Deutsche, eine Österreicherin, drei Touristen aus Italien und drei aus den Niederlanden, berichtet „Bild“ nach Angaben aus den Krankenhäusern.

 

https://www.youtube.com/watch?v=A_oqe1IYAKo

Ferngezündete Bomben in Blumentöpfen

Am Donnerstag waren kurz vor Mitternacht (Ortszeit) zunächst in kurzem Abstand zwei Bomben in Hua Hin explodiert, das rund 200 Kilometer südlich der Hauptstadt Bangkok liegt. Eine thailändische Verkäuferin wurde dabei getötet, etwa 20 Menschen erlitten Verletzungen – darunter neun ausländische Touristen.

Örtlichen Medienberichten zufolge ereigneten sich die ersten beiden Explosionen in Hua Hin an einer Kreuzung, an der bei in- und ausländischen Touristen beliebte Bars liegen. Viele Thailänder waren da schon zu einem langen Wochenende in dem Seebad eingetroffen.

Bei der Detonation auf der Tourismusinsel Phuket, zu der es in der Nähe des bei Urlaubern beliebten Badestrands Patong kam, wurde nach Polizeiangaben ein Taxifahrer verletzt.

https://www.youtube.com/watch?v=1kDhq-bbq1k

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