Thailands König nennt Kandidatur seiner Schwester „verfassungswidrig“

Epoch Times8. Februar 2019 Aktualisiert: 8. Februar 2019 19:49
Thailands König spricht sich gegen die Kandidatur seiner Schwester bei den kommenden Parlamentswahlen aus. Ein hochrangiges Mitglied der königlichen Familie in die Politik zu bringen sei "gegen die königlichen Traditionen und die Kultur der Nation".

Thailands König Maha Vajiralongkorn hat sich entschieden gegen die Kandidatur seiner Schwester bei den kommenden Parlamentswahlen ausgesprochen. Dass Prinzessin Ubolratana Ministerpräsidentin werden wolle, sei „unangemessen und verfassungswidrig“, erklärte der König am Freitag. Die 67-jährige Ubolratana hatte wenige Stunden zuvor mit der Ankündigung ihrer Kandidatur für die Partei Thai Raksa Chart für einen Paukenschlag gesorgt.

Ein hochrangiges Mitglied der königlichen Familie in die Politik zu bringen sei „gegen die königlichen Traditionen und die Kultur der Nation“, hieß es in einer Erklärung im königlichen Amtsblatt.

Der Chef von Thai Raksa Chart, Preechapol Pongpanich, hatte zuvor Prinzessin Ubolratana als die „beste Wahl“ für das Amt der Ministerpräsidentin bezeichnet. Sie sei „gebildet und geschickt“. Die ältere Schwester des heutigen Königs fordert mit ihrer Kandidatur für die Wahl am 24. März den Chef der regierenden Militärjunta, Prayut Chan-O-Cha heraus.

Die ältere Schwester des heutigen Königs hatte vor Jahrzehnten einen US-Bürger geheiratet und auf ihre königlichen Titel verzichtet. Nach ihrer Scheidung kehrte sie in ihre Heimat zurück.

Die schillernde Prinzessin ist in Filmen aufgetreten, singt, ist in den sozialen Netzwerken aktiv und Modeliebhaberin. Thailand hatte seit der Einführung der konstitutionellen Monarchie im Jahr 1932 keinen Premierminister, der dem Königshaus entstammt. (afp)

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