Tötung auf Bestellung stoppen: Kanadischer Senat stimmt einheitlich für Gesetzesentwurf zum illegalen Organhandel

Von 3. November 2018 Aktualisiert: 3. November 2018 14:21
Nachdem kanadische Parlamentarier zehn Jahre lang versuchten, die Gesetzeslage in Kanada zum illegalen Organhandel weiter zu verschärfen, ist nun Hoffnung in Sicht. Nachdem der Gesetzesentwurf Bill S-240 in der letzten Woche einstimmig vom kanadischen Senat angenommen wurde, muss er nur noch vom Parlament verabschiedet werden.

Seit mehr als zehn Jahren versuchen kanadische Parlamentarier einen Gesetzesentwurf zum internationalen Organhandel einzuführen, um illegale Organtransplantationen zu unterbinden.

In der letzten Woche wurde nun der Gesetzesentwurf Bill S-240 einstimmig vom kanadischen Senat angenommen, so der konservative Parlamentsabgeordnete Garnett Genuis am 30. Oktober gegenüber der „Epoch Times“.

Genuis hofft nun, dass der Gesetzesentwurf auch vom Unterhaus im Parlament angenommen wird, damit das neue Gesetz in Kraft treten kann.

Der Gesetzesentwurf wurde vom kanadischen Senator Salma Ataullahjan eingebracht und erhielt parteiübergreifend Unterstützung. Mit ihm soll das Strafgesetzbuch in Bezug auf Organhandel nachgebessert werden.

„Zehn Jahre hat es gedauert, bis wir mit Hilfe einer Vielzahl von Parlamentsmitgliedern und Parteien soweit gekommen sind“, so Genius. „Ich hoffe, dass wir das jetzt im Parlament beschließen werden.“

Die Angelegenheit sei dringend. Es gehe um das Leben vieler Menschen, die zu Opfern unfreiwilliger Organentnahmen werden. „Je schneller wir in der Sache vorankommen, desto schneller können wir gegen die andauernden Verbrechen vorgehen“, so Genius.

Im Gesetzesentwurf wird konkret kein Land erwähnt, jedoch sei der Organraub in China ein großes Thema, so Genius weiter. Der Abgeordnete ist überzeugt, dass sich alle Parlamentarier durchaus bewusst sind, dass die größten Verbrechen in diesem Bereich von der chinesischen Regierung verübt werden.

„Der Gesetzesentwurf wurde so formuliert, dass er nicht nur die derzeitigen sondern auch die zukünftigen Probleme in unterschiedlichen Ländern und unterschiedlicher Art und Zusammenhängen abdeckt“, so Genius.

2006 veröffentlichten der ehemaliger kanadische Staatssekretär für Asien-Pazifik, David Kilgour und der kanadische Menschenrechtsanwalt David Matas, die Ergebnisse ihres gemeinsamen Untersuchungsberichts zum Organraub an Lebenden in China.

Im Bericht wird eine Vielzahl an Interviews mit Krankenhauspersonal aus China und andere Zeugenaussagen ausgewertet, die klar daraufhin deuten, dass verfolgte Gruppen wie Uyghuren, Tibeter und Hauschristen und Falun Gong-Praktizierende als lebende Organspender dienen und auf Abruf getötet werden.

Die größte betroffene Gruppe sind laut Kilgour und Matas Bericht Ausübende der traditionellen Qi-Gong Methode Falun Dafa, auch als Falun Gong bekannt. Neben fünf Körperübungen basiert Kultivierungsmethode für Körper und Geist auf den buddhistischen Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“.

Tötung auf Bestellung

„Wir haben von Fällen gehört, bei denen Herztransplantationen bereits einen Monat im voraus geplant wurden“, so Genius. Das sei unmöglich ohne, dass ein unfreiwilliger Spender kurz vor der Transplantation wegen seiner Organe getötet würde.

Nach dem neuen Gesetzentwurf machen sich auch Kanadier strafbar, die im Ausland ein Organ bekommen haben, für das es keine Einwilligung eines Spenders gibt. Zudem soll allen, die in den illegalen Organhandel verwickelt sind, die Einreise nach Kanada verboten werden.

Laut Genuis würde sich die Nachfrage nach illegalen Organen verringern und wie er hofft, den Druck auf China erhöhen. Der Gesetzesentwurf sei nur ein kleiner Fortschritt auf dem Weg: „Wir sollen auf keinen Fall denken, dass das Problem damit gelöst ist“.

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Kanada und auch andere Länder der Welt sollten in dieser Angelegenheit  Stellung beziehen und sich anderen Ländern anschließen, die bereits ähnliche Gesetze auf den Weg gebracht haben.

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