Trump-Vereidigung mit geplantem Chaos: Obama entlässt Sicherheitschef exakt zum Amtseid

Von 18. Januar 2017 Aktualisiert: 18. Januar 2017 20:47
Bei der Amtseinführung von Donald Trump werden am Freitag 750.000 Demonstranten in Washington erwartet. Linksradikale planen Chaos und Blockaden. Merkwürdig, dass der Sicherheitschef genau während des Events in Rente soll.

Die Amtseinführung von Donald Trump am 20. Januar wird zur Zitterpartie für die Sicherheitskräfte von Washington D.C. Linksradikale Gruppen haben angekündigt, die US-Haupstadt gezielt „lahmzulegen“ und die Vereidigung des neuen Präsidenten mit Chaos zu stören. Genau inmitten der brisanten Ereignisse wird Washingtons Sicherheitschef in Rente geschickt.

General Errol R. Schwartz ist bis exakt 12.01 Uhr Kommandeur der Garde von Washington D.C. Danach geht der 65-Jährige in Rente. Wie kam es zu diesem Timing? Dazu zirkulieren mehrere Versionen. Fakt ist, dass der US-Präsident den Sicherheitschef ernennt. Kritiker vermuten deshalb ein „Abschiedsgeschenk“ Barack Obamas an seinen Nachfolger. Trotzdem entschied das Trump-Team laut „Washington Post“, der Entlassung zuzustimmen. Schwartz war von George W. Bush ernannt worden.

Während Trumps Amtseinführung kommandiert Schwartz rund 2.500 Mitglieder der D.C. Guard und 5.000 unbewaffnete Ordner aus anderen Bundesstaaten. Außerdem kommuniziert er mit 3.000 Polizisten und der Luftwaffe, welche die Feierlichkeiten unter freiem Himmel schützt.

Ab 12.01 – wenn Trump seinen Amtseid abgelegt hat – ist Schwartz dann nicht mehr zuständig. Er selbst nennt den Zeitpunkt seines Dienstendes „extrem ungewöhnlich“.

Linksradikale Chaos-Pläne

Pikant ist die Geschichte, da linksradikale Gruppierungen den 20. Januar zum chaotischsten der US-Geschichte machen wollen.

Der zuständige Geheimdienstdirektor Joseph Clancy nannte gegenüber Washington Top News die linksradikalen Proteste das Hauptproblem des Events. Die diesjährige Sicherheitssituation sei „anders“, als bei vorherigen Vereidigungen. Nach dem aufgeheizten Wahlkampf 2016 seien die Leute „willens, Dinge zu tun, die sie vorher nicht getan haben.“

Der Chef der Gruppe „Bikers for Trump“, Chris Cox, hat deshalb angekündigt mit über 5.000 Bikern die Amtseinführung vor Gewalttätern schützen zu wollen. „Wir werden eine Mauer aus Fleisch bilden (…) Schulter an Schulter mit unseren Brüdern stehen – und Zeh an Zeh mit all jenen, die Polizeibarrieren überwinden“, so Cox zum Sender Fox News laut „Deutsche Wirtschaftsnachrichten“.

Washington soll „lahmgelegt“ werden

Linksradikale wollen die Feierlichkeiten möglichst „stören“ – und dazu ist eine breite Palette von Aktionen geplant: Gemäßigte Gruppen riefen zu „Widerstand“ und „zivilem Ungehorsam“ auf. Andere forderten offen „Blockaden“, um die Stadt lahmzulegen, man solle Sicherheitsabsperrungen durchbrechen und Wurfgeschosse mitbringen, berichtet „Zerohedge“.

Sowohl die Gruppe „Refusefascism“ und „DisruptJ20“ veranstalten seit dem 14. Januar Proteste und Aktionen in Washington, laut eigenen Angaben rund um die Uhr.

„(…) diese Gruppen sind gut finanziert, hoch organisiert und extrem motiviert“, kommentierte der US-Finanzblog Zerohedge, der darauf hinwies, dass „Refusefascism.org“ vor kurzem von eine ganzseitige Anzeige in der „New York Times“ schaltete, in der es hieß:

„Stoppt das Trump / Pence-Regime, bevor es beginnt! Im Namen der Menschlichkeit weigern wir uns, ein faschistisches Amerika zu akzeptieren!“ Darunter eine Namensliste von Aktivisten, Journalisten, Wissenschaftlern und Prominenten, die fordern: Trumps Wahl – wenn auch legitim – dürfe nicht anerkannt werden.

Im Internet zirkulieren Pläne von Anarchisten und Linksradikalen, sämtliche Verkehrsadern nach Washington zu blockieren. Auch ein Stinkbomben-Anschlag auf einen Ball im Washingtoner Presseclub am 19. Januar wurde in Erwägung gezogen. Laut „Poject Veritas“ würden sich dann – zusammen mit einem Einsatz der Sprinkler-Anlage – die durchnässten Gäste in der kalten Winternacht wiederfinden.

Aktivisten wurde Bezahlung geboten

Donald Trump hatte vor und nach seiner Wahl „bezahlte Proteste“ kritisiert.

Im Vorfeld der Amtseinführung gab es nun in zwei dutzend US-Metropolen Job-Anzeigen, die für Anti-Trump-Protestler eine Bezahlung von bis zu 2.500 Dollar monatlich boten. Kleinere Einsätze würden mit 50 Dollar pro sechs Stunden entlohnt. Die „Washington Times“ berichtete es, erklärte die Annoncen jedoch zu Fakes.

Obamas riet Trumps Gegnern „nicht still zu sein“

Verdächtig fand „Zerohedge“ vor diesem Hintergrund die Rhetorik des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama. Er hatte auf seiner Berliner Abschieds-Pressekonferenz mit Angela Merkel wörtlich gesagt: „Ich vermute, dass es keinen Präsidenten in unserer Geschichte gibt, der nicht Zielscheibe dieser Proteste war. Also ich würde Leuten mit starken Gefühlen, oder die besorgt sind über einige Themen, die im Wahlkampf aufgebracht wurden, ich würde ihnen nicht zur Stille raten.“

Am 21. Januar: Protest pro Abtreibung

Weitergehen soll es auch nach der Vereidigung: Am 21. Januar hoffen Abtreibungsbefürworter bis zu eine Million Frauen zu Protesten in Washington mobilisieren zu können. Auch Hollywood-Star Scarlett Johansson wird dabei sein. Mit mindestens 200.000 Teilnehmerinnen wird gerechnet. Filmemacher Michael Moore hofft, dass dieser Marsch erst der Anfang von „100 Tagen Widerstand“ gegen Trumps Präsidentschaft wird.

+++ EPOCH TIMES wird den 20. Januar im Live-Ticker berichten. +++

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