Trump will linke Antifa als Terror-Organisation einstufen lassen – Deutsche reagieren mit #IchbinAntifa

Epoch Times31. Juli 2019 Aktualisiert: 31. Juli 2019 18:38
US-Präsident Trump hat seine harte Kritik an der Antifa wiederholt. Der Präsident forderte sogar die linke Gruppe, als Terrororganisation einzustufen. In Deutschland reagiert man darauf mit einem Hashtag #IchbinAntifa.

US-Präsident Donald Trump erwägt nach eigenen Worten, die linksradikale Antifa in den USA als terroristische Organisation einzustufen. Man ziehe einen solchen Schritt in Betracht, sagte Trump. „Das würde es der Polizei erleichtern, ihre Arbeit zu machen“, fügte er hinzu.

Die beiden republikanischen Senatoren Ted Cruz und Bill Cassidy hatten vor wenigen Tagen eine Resolution eingebracht, in der sie sich dafür aussprechen, dass Gruppen, die der Antifa zuzuordnen seien, als inländische Terrororganisationen eingestuft würden.

Bei der linksextremen Antifa handele es sich um „gewalttätige, maskierte Tyrannen“, erklärte Cassidy. Die beiden Senatoren verwiesen unter anderem auf den Angriff auf den konservativen Journalisten Andy Ngo. Er wurde von Antifa-Schlägern in Portland (Oregon) verletzt.

Am Samstag schrieb Trump auf Twitter: „Es wird nun erwogen, die Antifa (zusammen mit MS-13 & anderen) zu einer Terrororganisation zu erklären – diese feigen „Radical Left Wack Jobs“, die herumlaufen und Menschen mit Baseballschlägern auf den Kopf schlagen. Das würde es der Polizei erleichtern, ihre Arbeit zu tun!“

Die MS-13 oder Mara Salvatrucha gilt – neben den Linksradikalen – als eine besonders aggressive, von Lateinamerikanern gegründete Organisation in Mittel- und Nordamerika. Die Gang setzt sich aus verschiedenen gewaltbereiten Banden zusammen. Sie betreibt Waffen-, Menschen- sowie Drogenhandel und ist in der Prostitutionsszene aktiv.

Trump kritisiert radikale Antifa – Deutsche twittern #IchbinAntifa

Trump hatte die Antifa zuletzt mehrfach kritisiert. So sprach er etwa bei einer Wahlkampfveranstaltung davon, dass es sich bei den linken Aktivisten um „kranke, schlimme“ Menschen handele.

In Deutschland reagierten tausende Internetnutzer und sogar einige Politiker auf Trumps Ansinnen mit dem Hashtag #IchbinAntifa. Sie „bekennen“ sich in den Sozialen Medien offen dazu, Teil der linksradikalen Gruppe zu sein.

Und das obwohl der Verfassungsschutz die Antifa zu den wichtigsten linksextremen Strömungen zählt. Ihr Kampf gegen den Rechtsextremismus sei dabei aber nur vordergründig.

Im eigentlichen Fokus steht der Kampf gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung, die als ‘kapitalistisches System’ diffamiert wird, und deren angeblich immanente ‘faschistische’ Wurzeln beseitigt werden sollen”, warnen die Verfassungsschützer.

Die Anhänger der Antifa fallen immer wieder durch extrem aggressive und gewalttätige Aktionen auf, auch gegen die Polizei. Doch zahlreiche deutsche Politiker, besonders aus den Reihen der SPD, Linkspartei und der Grünen verurteilen diese Art von Gewalt nicht.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Baerbock: „Antifa nicht per se linksextremistisch“

Die Grünen-Chefin Annalena Baerbock meinte sogar, die Antifa sei nicht per se linksradikal.

Für mich ist die Antifa nicht per se eine linksextremistische Organisation“, sagte Baerbock der ARD.

Sie distanziere sich zwar von linker Gewalt, sagte aber: „Antifaschistin zu sein, heißt, sich gegen Faschismus zu stellen. Und das tue ich auch persönlich. Denn Faschismus hat dieses Land in den Abgrund geführt.“

Baerbock ist nicht die einzige führende Grünen-Politikerin, die offenbar mit der Antifa sympathisiert. Die EU-Abgeordnete Franziska Keller lies sich sogar mit der Antifa-Flagge im EU-Parlament ablichten.

2017 solidarisierte sich der Parteinachwuchs Grüne Jugend mit einem sogenannten Antifa-Kongreß in Bayern, nachdem beim dortigen Deutschen Gewerkschaftsbund Überlegungen aufgekommen waren, den Veranstaltern die Räume zu kündigen. (so/dpa)