Trump zu steigenden Corona-Fällen: „Wenn wir nicht testen würden, hätten wir keine Fälle“

Epoch Times26. Juni 2020 Aktualisiert: 26. Juni 2020 16:31
Die Johns-Hopkins-Universität meldete in den USA fast 40.000 Corona-Fälle an einem Tag. US-Präsident Trump schreibt dies den vielen Tests zu, die in Amerika durchgeführt werden.

US-Präsident Donald Trump hat die ansteigende Zahl von Corona-Infektionen damit begründet, dass die USA sehr viel testet. „Wenn wir nicht testen würden, hätten wir keine Fälle“, sagte Trump in einem am Donnerstagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Interview des Senders „Fox News“. Die USA hätten bislang rund 30 Millionen Menschen auf das Virus getestet, mehr als jedes andere Land der Welt. Trumps Einschätzung zufolge geht darauf die hohe Zahl der nachgewiesenen Infektionen in den USA zurück.

In den USA wurden laut Zahlen der Johns-Hopkins-Universität binnen 24 Stunden 35.900 neue Corona-Infektionsfälle verzeichnet – fast so viele wie zum bisherigen Höhepunkt der Krise im April. Zuletzt verzeichnete rund die Hälfte der 50 US-Bundesstaaten deutlich steigende Ansteckungsraten. Besonders deutlich ist die Zunahme der Infektionen im Süden des Landes.

So registrieren die Bundesstaaten Texas und Florida derzeit ihre höchsten Infektionsraten seit Beginn der Krise. Der texanische Gouverneur Greg Abbott appellierte an die Einwohner, möglichst zu Hause zu bleiben und beim Verlassen ihrer Häuser Atemschutzmasken zu tragen.

Die Bundesstaaten New York, New Jersey und Connecticut ordneten derweil an, dass Reisende aus besonders betroffenen Regionen für zwei Wochen in Quarantäne müssen. Das gilt unter anderem für Alabama, Arkansas, Arizona, Florida, South Carolina und Texas. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von 2000 Dollar sowie 5000 Dollar im Wiederholungsfall, wie New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sagte.

Höchstwerte bei der Zahl der Infektionen vermeldet auch der Westküstenstaat Kalifornien. Der nahe Los Angeles gelegene Freizeitpark Disneyland verschob am Mittwoch seine ursprünglich für 17. Juli geplante Wiedereröffnung. Ein neues Datum steht noch nicht fest.

In den USA wurden Stand Donnerstag (25.6.) knapp 2,4 Millionen Corona-Infektionen und rund 122.000 Todesfälle – die in einem Zusammenhang mit dem Virus stehen – registriert. Trump hat zuletzt wiederholt gesagt, die hohe Infektionszahl zeige lediglich, wie gut in den USA getestet werde.

Am Wochenende hielt der Präsident erstmals nach dreieinhalbmonatiger Corona-Pause wieder eine Wahlkampfveranstaltung vor tausenden Anhängern ab. Im November findet die Präsidentschaftswahl in den USA statt.

Neue Arbeitslosenzahlen zeigten derweil am Donnerstag, wie sehr die Wirtschaftskrise in Folge der Pandemie die USA noch im Griff hat: In der vergangenen Woche verloren nach Angaben des US-Arbeitsministeriums weitere 1,48 Millionen Menschen ihren Job. Seit Beginn der Krise sind in den USA mehr als 47,2 Millionen Menschen entlassen worden. Das ist einer der Gründe, warum Präsident Trump rasch zur Normalität zurückkehren möchte. (so/dpa)

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