Türkei: Erdoğan tauscht Geiseln gegen ISIS-Terroristen

Epoch Times23. September 2014 Aktualisiert: 23. September 2014 10:40

Der türkische Präsident Tayyip Erdoğan deutete an, Gefangene der militanten ISIS-Gruppe gegen mehrere türkische Staatsbürger, die sich in der Gewalt der Terroristen befanden, eingetauscht zu haben.

Am Montag hielt Erdoğan eine Rede in Council of Foreign Relations in New York. Dort meinte der türkische Primär, dass ein Gefangenenaustausch stattgefunden haben könnte. 

Bei einem Überfall im Juni auf die Stadt Mosul im Irak nahmen ISIS 46 türkische und 3 iranische Diplomaten gefangen. Am Samstag wurden alle Geiseln freigelassen. 

Erdoğan hat es bestritten, dass die türkische Regierung ein Lösegeld für die Geiseln bezahlte. 

Der Präsident wurde gefragt wie die Geiselübergabe von statten ging. Daraufhin sagte er nur, dass in der Operation auch der nationale Geheimdienst involviert war.

"Was den Rest [der Operation] anbelangt, können Sie nicht erwarten, dass wir die Details öffentlich preisgeben. Die Agenturen haben ihren Job erledigt und das Endergebnis ist, dass 49 diplomatisches Personals freigelassen wurde," berichtet PressTV. 

Die Freigabe der Geiseln geschah nachdem Ankara verkündete, dass die Türkei kein Partner in der so genannten "internationalen Koalition gegen ISIS" sein wird. Die Türkei steht in heftiger Kritik die militanten ISIS-Terroristen massiv zu unterstützen. 

Islamischer Staat hat in wenigen Monaten große Landstriche von Syrien und dem Irak eingenommen. Die Gruppe macht, laut internationalen Experten, Millionen Gewinne durch den Verkauf von Rohöl. Die Türkei wird auch dafür kritisiert, es den Terroristen zu ermöglichen das Rohöl vom Irak über die Türkei nach Europa zu schmuggeln. (so)

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