Türkei marschiert in Irak und Syrien ein und sichert Öl-Wege der IS

Epoch Times6. Dezember 2015 Aktualisiert: 6. Dezember 2015 14:06
Die türkische Armee ist mit mehreren Panzern, Artilleriegeschützen und Soldaten in den Irak einmarschiert. Die Regierung des Irak hat zum sofortigen Rückzug aufgefordert, der Übergriff ist eine eindeutige Verletzung des Völkerrechts. Weiterhin besetzten türkische Verbände auf syrischem Territorium einen wichtigen Hügel und bauten Befestigunganlagen.

Wie die deutschen Wirtschaftsnachrichten berichten, ist die türkische Armee mit mehreren Panzern, Artilleriegeschützen und Soldaten im Irak einmarschiert. Die Regierung des Irak hat zum sofortigen Rückzug aufgerufen, der Übergriff ist eine eindeutige Verletzung des Völkerrechts.

Die Türkei hingegen meldet, das es sich bei den Truppenbe- wegungen lediglich um eine "Rotation innerhalb der Ausbildungs- mission der türkischen Armee für kurdische Peschmerga-Kämpfer" handelt (Quelle dwn). Bereits seit zwei Jahren seien türkische Soldaten im Nordirak stationiert, um die dortigen Peschmerga auszubilden. Das Camp befindet sich 80 Kilometer von der türkisch-irakischen Grenze entfernt in einem Gebiet, dass kurdische Einheiten kontrollieren – aber auch von Bagdad beansprucht wird.

Andererseits berichten türkische Medien gleichzeitig über eine umfangreichere Stationierung

„Die Türkei errichtet eine Basis in der Baschika-Region von Mossul mit 600 Soldaten“, titelte die Zeitung „Hürriyet“. Die Basis dafür ist eine Vereinbarung der türkischen Regierung mit dem Präsidenten der autonomen Kurdenregion, Massud Barsani, zurück, der eng mit Ankara zusammenarbeitet. Der Irak hat die Türkei zum sofortigen Abzug aufgerufen, die Stationierung sei ohne Zustimmung der Regierung geschehen.

Nach Angaben der Regierung in Bagdad kamen die türkischen Soldaten jedoch „ohne Anfrage oder Autorisierung“ der Behörden. Dies sei eine ernsthafte Verletzung der irakischen Souveränität. Laut Guardian sollen die Türken in Regimentsstärke im Nordirak einmarschiert sein."

Die offizielle türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldet am Freitag, dass 150 türkische Soldaten mit 20 bis 25 Panzern im Irak in der Region um Baschika nördlich von Mosul ankamen. Mossul war im Juni 2014 an den Islamischern Staat/Daesh  gefallen.

Es wird von einem zweiten Einmarsch der Türkei berichtet: Auf syrisches Gebiet zur Sicherung der Öl-Wege des IS

Am 26. November drangen lt. sputniknews einige türkische Verbände auf syrisches Territorium vor und besetzten den 50 Meter hohen Hügel Tal Ziyab: "Die Infanteristen wurden beim Überqueren der Grenze von Baggern begleitet. Auf der gewünschten Höhe angelangt, machten sie sich an die Errichtung von Befestigungen. Zwei Tage später trafen vor Ort drei Panzer, zwei Schützenpanzer und mehrere gepanzerte Geländewagen ein."

Sputniknews vermutet, dass die Türkei nicht nur das kurdische Territorium in zwei Teile teilen will, sondern auch den Ölschmuggel der IS sichern will, der aus Rakka kommt.

"Sie bauten Befestigungsanlagen, um Deckung für die Tankwagen-Konvois mit syrischem Öl zu sichern, die von IS-Kämpfern über die Grenze geschmuggelt werden."

Was gibt es für Kommentare im Netz dazu?

1. Russland sind die Hände gebunden und kann die Türkei nicht angreifen

"Inwiefern das Regime Erdogan und sein krimineller Geheimdienst auf eigene Faust ohne Abnicken der Nato handeln, kann ein neutraler Beobachter nicht abschätzen. Was man aber weiß ist, daß Russland die Hände gebunden sind, da ein Angriff auf türkische Truppen, egal wo sie statt finden, der gewünschte Vorwand wäre den Bosporus und die Dardanellen für die Russen zu schließen.
Auf Uno, Völkerrecht und ähnliches zu hoffen, wird vergeblich sein. Das kümmert im Westen niemand mehr.
Natürlich müssen die Türken aus Syrien und Irak vertrieben werden, aber mit Vorsicht und am Besten durch Nicht-Russen. Durch Syrer, Iraker, Iraner, Chinesen, Kurden oder wen auch immer.
Auf einen Regime Change in der Türkei zu hoffen, wird vergeblich sein. Die Bevölkerung ist zu gehirngewaschen mit blindem Nationalismus, alle wichtigen Kemalisten kalt gestellt und zuviele dürfen an den kriminellen Profiten mitnaschen.
Eigentlich wären in dieser Situation die Kurden die optimalen Verbündeten. Leider werden die aber ebenfalls von einem kriminellen Clan geführt, der am Rauböl mit verdient. Optimal wäre es, wenn die Türken im Syrien und Irak abgeschnitten und dann aufgerieben werden könnten." (Quelle hier)

2. Darf die Nato alles?

"Ist es jetzt das Recht der Mitgliedsstaaten eines Verteidigungsbündnisses, genannt Nato, einfach mal „Einzumarschieren oder zu bomben!“ (Quelle hier)

3. Welche Ölgeschäfte sichert die Türkei?

"Welche Ölgeschäfte sichert die Türkei denn, wenn Sie bei Mossul sich stationiert. Ist nicht Mossul die Hochburg der IS? Was oder wen gewährleistet die Türkei denn da Schutz? Wenn der türkische Botschafter vom Außenministerium in Bagdad einbestellt wird, dürfte für jeden leicht ersichtlich sein auf welcher Seite die Türkei steht. Hatte Erdogan nicht noch vor wenigen Tagen behauptet er mache keine Ölgeschäfte mit der IS. Also was sollen dann seine Soldaten bei Mossul dann sichern, wenn nicht diese. So ein Palast wie Erdogan sich hat bauen lassen, ist eben teuer auch im Unterhalt. Dafür können schon Menschen sterben müssen. Da kann man Putin nur unterstützen." (Quelle hier)

4. Kann keiner die Türkei in ihre Grenzen weisen?

"Ist die internationale Völkergemeinschaft nicht in der Lage, die Türkei in die Schranken zu weisen? Darf sich ein NATO-Partner alles erlauben?

– Nord-Zypern wird annektiert: keine Reaktion
– die Kurden werden ermordet und verfolgt: keine Reaktion
– die Türken schießen über fremdem Luftraum einen russ. Bomber ab: keine Reaktion
– die Türken verletzen den Luftraum Griechenlands: keine Reaktion
– die Türken verletzen die Menschenrechte: fast keine Reaktion
– die Türken entsenden widerrechtlich Truppen in den Irak: keine Reaktion

Was kommt als Nächstes? Das Osmanische Reich?" (Quelle hier) (ks)

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