Die „neue Ordnung“: Erdogan verordnet der Türkei ein „kontrolliertes soziales Leben“

Epoch Times18. Mai 2020 Aktualisiert: 19. Mai 2020 8:55
Im Nahmen von Erdogans "neuer Ordnung" für die Türkei wurde erstmals eine landesweite Ausgangssperre während der Feiertage zum Ende des Ramadans verhängt.

Es ist das erste Mal, dass eine Ausgangssperre für das gesamte Land mit seinen 83 Millionen Einwohnern verhängt wurde. Bislang gab es dies nur an einzelnen oder mehreren Tagen in dutzenden Städten der Türkei, darunter in Istanbul und Ankara. Doch das hat sich nun geändert, und ausgerechnet zu den Feierlichkeiten am Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan, wie der türkische Staatschef Erdogan am Montag in einer Ansprache verkündete:

Es wird eine Ausgangssperre vom Vorabend bis zum Ende des Festes geben.“

(Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei)

Präsident Erdogan hat die landesweite Ausgangssperre während der muslimischen Eid-al-Fitr-Feiertage im Zuge der Corona-Pandemie angekündigt. Die Regelung gilt demnach von kommendem Samstag ab bis zum darauf folgenden Dienstag.

„Neue Ordnung“ und Warnung an Bevölkerung

Erdogan appellierte an die Bevölkerung, ihre Gewohnheiten gemäß der „neuen Ordnung“ umzugestalten, die er als „kontrolliertes soziales Leben“ bezeichnete. Die Regierung werde erneut härtere Maßnahmen ergreifen, falls die Situation sich wieder verschlechtern sollte, warnte der Staatschef.

Ab dem 29. Mai sollen in der Türkei Moscheen wieder geöffnet werden, eine Öffnung von Schulen vor Ende des Schuljahres schloss Erdogan jedoch aus. Stattdessen sollen die Schüler erst wieder im September in die Schulen zurückkehren.

In der Türkei wurden bislang mehr als 150.000 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, 4.171 Menschen starben mit einer festgestellten Infektion. Die Zahl der täglichen Todesfälle war in den vergangenen Wochen auf unter hundert gesunken. (afp/al/sm)

 

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