Anhänger des Islamischen Staates in SyrienFoto: Getty Images

Türkische Ärzte bestätigen: IS-Terroristen werden in türkischen Kliniken verpflegt

Epoch Times17. Juni 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 16:45
Einmal mehr wird die Frage aufgeworfen, welche Beziehungen die türkische Regierung zu den Terroristen des Islamischen Staates pflegt. Offenbar werden die IS-Kämpfer in türkischen Krankenhäusern verpflegt.

Die Türkei steht schon seit langem unter Verdacht, die Terror-Miliz Islamischer Staat in Syrien zu unterstützen. Unter anderem lasse die türkische Regierung absichtlich Lücken an der türkisch-syrischen Grenze offen, damit der IS mit Waffen und neuen Kämpfern ausgestattet werden kann. Diese Vorwürfe wurden von verschiedenen Medien und investigativen Journalisten hervorgebracht. 

Darüber hinaus sollen die verwundeten Kämpfer der Terrorgruppe in türkischen Krankenhäusern im Südosten der Türkei behandelt werden. 

Dieser Vorwurf wurde nun sogar von türkischen Ärzten bestätigt: "Wir behandelten diese Kämpfer. Als sie genesen waren, sind sie wieder in ihre Reihen zurückgekehrt. Einige wurden zwei bis drei Mal bei uns eingeliefert. Die Regierung hat uns zur Behandlung der Milizen keine Anweisungen gegeben. Zugleich werden die Kämpfer aber nicht daran gehindert, die Grenzen zu überqueren", sagte der Chef des lokalen Ärzteverbands in Gaziantep, Hamza Agca, in einem Interview RT.

Ein Arzt aus der Grenzstadt Kilis habe dem Sender mitgeteilt, dass die türkische Grenze massenhaft von verletzten Kämpfern, darunter auch IS-Milizen, überquert werde. Die Terroristen wären oftmals mit Sprengstoffgürteln und Granaten in den Hosentaschen eingeliefert worden, so der Arzt zu RT. Deshalb sei die Behandlung der IS-Kämpfer besonders gefährlich. 

Zudem habe ein Arzt aus dem Ersin-Aslan-Krankenhaus in der Stadt Gaziantep im Südosten der Türkei dem russischen Sender Sputniknews bestätigt, dass Dschihadisten in seinem Spital behandelt worden seien.

Demnach sagte er, die Leitung des Krankenhauses wolle nicht, dass die Öffentlichkeit von der Behandlung dieser Leute erfahre. "Weder Ärzte noch Pflegepersonal wollen IS-Kämpfer behandeln, da auch einige Ärzte und Mitarbeiter aus der türkischen Grenzstadt Kilis stammen, die jeden Tag von den unter IS-Kontrolle stehenden Gebieten aus mit Artillerie beschossen wird."

Im Sommer 2015 erzählte eine Krankenschwester von ihrer Arbeit in einem geheimen Militärhospital in der Stadt Sanliurfa im Südosten der Türkei. Ihren Angaben zufolge wurde das Krankenhaus von Sümeyye Erdogan, der Tochter des türkischen Staatsführers Erdogan, betrieben, um IS-Militanten zu behandeln. (Siehe: Die türkische Präsidentenfamilie und ISIS: So unterstützen Erdogans Kinder den Islamischen Staat)

Auch Oppositionelle, investigative Journalisten und Regierungskritiker berichteten bereits mehrfach über die Verstrickungen zwischen der türkischen Erdogan-Regierung um den IS. (so) 



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