Türkischer Premier zu Kampfjet Abschuss: „Ich persönlich habe den Befehl gegeben“

Epoch Times26. November 2015 Aktualisiert: 26. November 2015 11:46
Der türkische Premierminister Ahmet Davutoğlu bestätigte, den Befehl für den Abschuss der Su-24 gegeben zu haben, berichtet das kanadische Medium ThinkPol.

"Die türkischen Streitkräfte führten meine persönlichen Befehle aus", offenbarte der türkische Premierminister Ahmet Davutoğlu gestern in Bezug auf den Abschuss des russischen Su-24 Jagdbombers, nahe der syrisch-türkischen Grenze. "Trotz all der Warnungen mussten wir das Flugzeug zerstören", so Davutoğlu weiter. Diese Worte fielen auf einem Treffen seiner Partei, der AK Parti, berichtet die kanadische Seite Thinkpol.ca.

Laut einem Brief an den UN-Sicherheitsrat vom 24.11.2015, übermittelt durch die ständige Vertretung bei den Vereinigten Nationen der Türkei, soll sich der Vorfall folgendermaßen abgespielt haben:

Zwei russische Flugzeuge seinen über den Notkanal innerhalb von 5 Minuten 10 Mal gewarnt worden ihren, Kurs in Richtung Süden zu ändern. Eine der beiden Maschinen drehte ab, die andere trat für 17 Sekunden in den türkischen Luftraum ein. Der verletzte Luftraum wird mit einer Tiefe von 1,36 Meilen (2,2 Kilometer) und einer Länge von 1,15 Meilen (1,8 Kilometer) angegeben. Der Eintrittszeit war um 9:24.05 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich türkische F-16 Kampfjets bei einer Luftkampf-Patrouille in diesem Gebiet. Die F-16 Kampfjets eröffneten das Feuer auf die russische Su-24. Diese stürzte daraufhin auf syrischem Gebiet ab.

Angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich dieser Vorfall abgespielt habe, wisse man nicht, was man mit der Behauptung des türkischen Premierministers anfangen soll, schreibt das Nachrichtenoutlet Sputnik und bezieht sich dabei auf lediglich 17 Sekunden der tatsächlichen Verletzung des türkischen Luftraums.

Die Warnungen sollen laut dem Brief der ständigen Vertretung aber bereits 5 Minuten vorher ergangen sein. Wurden sie tatsächlich über den Notfall-Kanal gesendet, warum haben die Piloten der Maschine nichts davon bemerkt?

Kurz darauf wurde der Pilot noch am Fallschirm mit MG-Salven von turkmenischen Rebellen getötet. Der Co-Pilot wurde von einer Spezialeinheit der syrischen Armee aus der Hand der Rebellen befreit und befand sich danach in der Militärbasis von Latakia, meldete "Heute.at". Bei einem russischen Rettungsversuch an der Absturzstelle wurde zudem ein russischer Hubschrauber von den Rebellen abgeschossen. Auch hier starb der Pilot. (dk)

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